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Neurologische Untersuchung

Von

Michael C. Levin

, MD, College of Medicine, University of Saskatchewan

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jul 2021| Inhalt zuletzt geändert Jul 2021
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Quellen zum Thema

Bei Verdacht auf eine neurologische Störung begutachtet der Arzt in der Regel während einer körperlichen Untersuchung sämtliche Organsysteme, konzentriert sich dabei jedoch auf das Nervensystem. Bei der Untersuchung des Nervensystems – der neurologischen Untersuchung – wird Folgendes beurteilt:

Je nach Art der vermuteten Erkrankung kann der Arzt manche Körperregionen eingehender als andere untersuchen.

Mit der neurologischen Untersuchung kann die Ursache einer Muskelfehlfunktion (wie Schwäche oder Lähmung) festgestellt werden, da die normale Muskelkontraktion von der Stimulierung durch einen Nerv abhängt (siehe Abbildung zum Muskel-Gehirn-Schaltkreis Der Muskel-Gehirn-Schaltkreis Unter peripherem Nervensystem versteht man die Teile des Nervensystems, die außerhalb des zentralen Nervensystems, nämlich außerhalb des Gehirns und des Rückenmarks, liegen. Zum peripheren Nervensystem... Erfahren Sie mehr ).

Eine neurologische Untersuchung unterscheidet sich von einer psychiatrischen Untersuchung, deren Schwerpunkt auf das Verhalten des Menschen ausgerichtet ist. Zum Teil überlappen sich jedoch beide Untersuchungen, da Auffälligkeiten im Gehirn oftmals ein auffälliges Verhalten hervorrufen. Anormales Verhalten kann auf ein organisches Problem im Gehirn hindeuten.

Geistige Verfassung

Ärzte werten Folgendes aus:

  • Aufmerksamkeit

  • zeitliche, räumliche und personenbezogene Orientierung

  • Gedächtnis

  • Verschiedene Fähigkeiten, wie abstraktes Denken, Befolgen von Befehlen, Verwenden von Sprache und Lösen mathematischer Aufgaben

  • Stimmung

Die Beurteilung der geistigen Verfassung besteht aus einer Reihe von Fragen und Aufgaben, wie Objekte benennen, kurze Listen wiedergeben, Sätze schreiben und Formen kopieren. Die Antworten des Betroffenen werden aufgezeichnet und auf Richtigkeit überprüft. Falls der Betroffene über Depressionsgefühle berichtet, fragen Ärzte nach eventuellen Selbstmordgedanken.

Tabelle

Hirnnerven

Es gibt 12 Paare von Hirnnerven Überblick über Hirnnerven Zwölf Nervenpaare – die Hirnnerven – verlaufen direkt vom Gehirn zu verschiedenen Bereichen von Kopf, Nacken und Hals. Einige Hirnnerven wirken bei den Sinnen (z. B. Sehen, Hören und Tasten)... Erfahren Sie mehr , die das Gehirn mit den Augen, den Ohren, der Nase, dem Gesicht, der Zunge, dem Rachen, dem Nacken, den oberen Schultern und einigen inneren Organen verbinden (siehe Tabelle zur Betrachtung der Hirnnerven Betrachtung der Hirnnerven Zwölf Nervenpaare – die Hirnnerven – verlaufen direkt vom Gehirn zu verschiedenen Bereichen von Kopf, Nacken und Hals. Einige Hirnnerven wirken bei den Sinnen (z. B. Sehen, Hören und Tasten)... Erfahren Sie mehr ). Die Anzahl der Nerven, die von den Ärzten untersucht wird, hängt von der Art der vermuteten Störung ab. Bei vermuteter Muskelstörung wird zum Beispiel der Hirnnerv I (der Nerv für Geruchssinn) normalerweise nicht untersucht, wohl aber bei Leuten, die sich von einer ernsthaften Gehirnverletzung erholen (da dabei häufig der Geruchssinn verloren geht).

Ein Hirnnerv kann an jeder beliebigen Stelle beschädigt sein, infolge:

  • eine Verletzung

  • einer gestörten Durchblutung

  • einer Autoimmunerkrankung

  • eines Tumors

  • eine Infektion

Die genaue Position der Schädigung kann oft durch eine Funktionsuntersuchung eines bestimmten Hirnnervs festgestellt werden.

Motorische Nerven

Motorische Nerven übertragen Gehirn- und Rückenmarksimpulse an die Skelettmuskulatur (Muskeln, die durch bewusste Anstrengung gesteuert werden), wie z. B. die Arm- und Beinmuskulatur. Muskelschwäche oder Lähmung eines Muskels kann auf folgende Schädigungen hinweisen:

Ärzte suchen nach Unregelmäßigkeiten wie den folgenden:

Der Arzt prüft die Muskeln auf Größe, ungewöhnliche Bewegungen, Spannung, Kraft und Geschicklichkeit.

Veränderung der Muskelgröße

Ein Muskelschwund (Atrophie) tritt ein, wenn der Muskel oder die Nerven, die ihn versorgen, beschädigt sind oder der Muskel aus anderen Gründen monatelang nicht benutzt worden ist (wie z. B. wenn der Betroffene einen Gips tragen musste).

Die Größe eines Muskels kann zunehmen (Hypertrophie), wenn dieser mehr arbeiten muss, um die Schwäche eines anderen Muskels auszugleichen. Muskeln können auch größer wirken, wenn normales Muskelgewebe durch anormales Gewebe ersetzt wird, wie bei Amyloidose Amyloidose Amyloidose ist eine seltene Erkrankung, bei der abnorm gefaltete Proteine amyloide Fibrillen bilden, die sich in verschiedenen Geweben und Organen ansammeln und mitunter zu Organfehlfunktionen... Erfahren Sie mehr Amyloidose und einigen erblichen Muskelkrankheiten (wie z. B. Muskeldystrophie Typ Duchenne Duchenne-Muskeldystrophie und Becker-Muskeldystrophie Muskeldystrophien sind eine Gruppe von erblichen Muskelerkrankungen, bei denen eines oder mehrere der für den Muskelaufbau und die Muskelfunktion erforderlichen Gene defekt sind, sodass... Erfahren Sie mehr ). Dabei wird der Muskel größer, aber nicht kräftiger.

Unkontrollierte Bewegungen

Unkontrollierte Bewegungen können auf Beschädigungen in den Bereichen des Gehirns (Basalganglien) hinweisen, die für die motorische Koordination zuständig sind.

Muskelspannung

Die Ärzte bitten den Betroffenen zuerst, die Muskeln einer Gliedmaße vollständig zu entspannen, um die Muskelspannung auszuwerten. Anschließend bewegen die Ärzte die Gliedmaße des Betroffenen, um festzustellen, wie stark der entspannte Muskel sich der Bewegung unfreiwillig widersetzt (Muskelspannung, genannt Muskeltonus). Die Reaktion der Muskelspannung auf Bewegungen gibt Aufschluss über mögliche Ursachen:

Schlaffheit kann vorübergehend nach einer Verletzung, die eine Lähmung verursacht, auftreten, wie eine Rückenmarksverletzung. Schlaffheit aufgrund einer solchen Rückenmarksverletzung führt häufig zur stufenweisen Erhöhung der Muskelspannung über Tage bis Wochen und schließlich zur Spastizität.

Bei Betroffenen, die während der Untersuchung ängstlich oder verwirrt sind, kann es dazu kommen, dass sie nicht in der Lage sind, ihre Muskeln zu entspannen. In solchen Fällen kann die Muskelspannung schwanken, was die Auswertung durch den Arzt erschwert.

Muskelkraft

Die Muskelkraft wird untersucht, indem der Arzt den Betroffenen bittet, gegen einen Widerstand zu drücken oder zu ziehen oder Bewegungen auszuführen, die Kraft erfordern, wie auf den Fersen oder den Zehenspitzen zu gehen oder von einem Stuhl aufzustehen. Die Ärzte stufen die Muskelkraft von 0 (keine Muskelspannung) bis 5 (volle Muskelspannung) ein.

Die Muskelschwäche Schwäche Schwäche bezieht sich auf den Verlust der Muskelkraft. Das heißt, dass die Betroffenen nicht in der Lage sind, einen Muskel normal zu bewegen, obwohl sie es mit aller Kraft versuchen. Die Bezeichnung... Erfahren Sie mehr wird manchmal dadurch deutlich, dass der Betroffene eine Gliedmaße mehr als die andere benutzt. Beispielsweise gestikuliert ein Rechtshänder während eines Gesprächs möglicherweise mehr mit der linken Hand. Ein schwacher Arm kann beim Gehen mehr schwingen oder nach unten sinken, wenn die Arme bei geschlossenen Augen hochgehalten werden.

Die Bestimmung der schwachen Körperteile (das Muster der Schwäche), kann den Ärzten helfen, die Ursache des Problems zu bestimmen, wie in folgenden Fällen:

Muskelschwäche kann auch unter anderen Umständen auftreten, z. B.:

Sensorische Nerven

Die sensorischen Nerven tragen Informationen über Berührung, Schmerz, Wärme und Kälte (Temperatur), Erschütterung, die Lage der Körperteile und die Form von Gegenständen vom Körper an das Gehirn weiter. Diese Sinne können alle untersucht werden. Empfindungsstörungen oder reduzierte Wahrnehmung von Empfindungen können auf die Beschädigung eines sensorischen Nervs, des Rückenmarks oder bestimmter Teile des Gehirns hinweisen.

Informationen von spezifischen Bereichen auf der Körperoberfläche, die man Dermatome Dermatome Erkrankungen des Rückenmarks können zu dauerhaften schweren Problemen wie Lähmungen oder Beeinträchtigungen der Blasen- und Darmkontrolle (Harninkontinenz und Stuhlinkontinenz) führen. Manchmal... Erfahren Sie mehr nennt, werden an einen bestimmten Abschnitt des Rückenmarks und anschließend an das Gehirn weitergeleitet. Durch die Identifizierung der Bereiche, in denen Wahrnehmungsstörungen oder -verluste auftreten, können die Ärzte das spezifische Rückenmarksniveau festlegen, in dem die Schädigung erfolgte.

Dermatome

Die Hautoberfläche ist in die sogenannten Dermatome unterteilt. Ein Dermatom ist ein Hautbereich, der von den sensiblen Fasern einer Spinalnervenwurzel autonom versorgt wird. (Sensorische Nerven leiten z. B. Informationen über Schmerz, Temperatur und Erschütterungen von der Haut an das Rückenmark weiter.)

Spinalnervenwurzeln kommen paarig vor – ein Paar auf jeder Seite des Körpers. Es gibt 31 Paare:

  • Die sieben Halswirbel weisen acht Paar sensorischer Nervenwurzeln auf.

  • Zu den 12 Brust-, 5 Lenden- und 5 Kreuzbeinwirbeln jeweils gehört die gleiche Anzahl von Nervenwurzelpaaren.

  • Zusätzlich gibt es am untersten Teil der Wirbelsäure ein Paar Nervenwurzeln, die einen kleinen Hautbereich des Steißbeins (Coccyx) versorgen.

Diese Nervenwurzeln weisen Dermatome auf.

Mittels sensorischer Nervenfasern übermittelt ein bestimmtes Dermatom sensorische Informationen an die Spinalnervenwurzel eines bestimmten Rückenwirbels. Beispielsweise werden sensorische Informationen von einem Hautstreifen über die Innenseite der Unterschenkel mittels sensorischer Nervenfasern an die 2. Nervenwurzel der Kreuzbeinwirbel (S2) übermittelt.

Dermatome

Die Empfindung in der Haut wird untersucht. Meist konzentriert sich der Arzt auf ein Gebiet, in dem der Patient über Taubheit, Kribbeln oder Schmerzen klagt. Der beste Screening-Test für Empfindungsverlust besteht darin, die Haut im Gesicht, am Körper und an allen vier Gliedmaßen mit einer Nadel oder einem stumpfen Gegenstand (wie dem Kopf einer Sicherheitsnadel) zu berühren, um festzustellen, ob der Patient zwischen spitzen und stumpfen Reizen unterscheiden kann. Der Arzt testet beide Körperseiten. Wenn der Arzt einen Empfindungsverlust in einem bestimmten Bereich feststellt, testet er umliegende Bereiche, um das Ausmaß des Verlusts abzuschätzen. Dieser Ansatz ermöglicht es ihm, die Lage der Störung im Gehirn, im Rückenmark oder im peripheren Nervensystem zu bestimmen.

Eine sanfte (leichte) Berührung wird mit einem Wattebausch untersucht.

Der Temperatursinn (Fähigkeit, Hitze und Kälte zu spüren) wird mit einer Stimmgabel untersucht. Beide Gabeln sind kalt und die untersuchende Person erwärmt eine davon durch leichtes Reiben. Dann wird jeweils mit einer der Gabeln die Haut des Patienten berührt.

Der Vibrationssinn wird ebenfalls mit einer Stimmgabel untersucht. Diese wird leicht angestoßen, sodass sie vibriert. Dann wird sie an ein Fingergelenk gehalten, um festzustellen, ob und wie lange der Patient die Vibration spürt.

Um den Lagesinn zu beurteilen, bewegt der Arzt einen Finger oder Zeh des Patienten auf oder ab und bittet ihn, ohne hinzusehen seine Position zu beschreiben.

Die Fähigkeit, die Form von Gegenstände zu erkennen, wird untersucht, indem dem Patienten ein bekanntes Objekt wie ein Schlüssel oder eine Sicherheitsnadel in die Hand gegeben wird und dieser das Objekt ohne hinzusehen identifizieren soll. Der Arzt kann mit dem Finger Buchstaben oder Zahlen in die Handfläche des Patienten zeichnen und diesen bitten, diese zu identifizieren. Wenn der Betroffene diese nicht identifizieren kann, ist möglicherweise die Hirnrinde (die äußere Schicht des Großhirns, der größte Teil des Gehirns) beschädigt. Dieser Teil des Gehirns integriert und interpretiert Sinnesinformationen von verschiedenen Quellen.

Reflexe

Ein Reflex ist eine automatische Reaktion auf einen Reiz. Beispielsweise schnellt der Unterschenkel vor, wenn man mit einem kleinen Gummihammer vorsichtig auf die Sehne unterhalb der Kniescheibe klopft. Das Gehirn ist an der Bahn, welcher ein Reflex folgt (Reflexbogen), nicht direkt beteiligt. Der Weg führt vom sensorischen Nerv zum Rückenmark und über die Nervenverbindungen im Rückenmark und die motorischen Nerven zurück zum Muskel.

Der Arzt untersucht die Reflexe, um festzustellen, ob alle Teile dieser Bahn richtig funktionieren. Zu den am häufigsten geprüften Reflexen gehören der Patellarsehnenreflex und ähnliche Reflexe an Ellenbogen und Knöchel.

Der Plantarreflex (Babinski-Reflex oder Fußsohlenreflex) hilft Ärzten, Unregelmäßigkeiten in den Nervenbahnen, die an der bewussten Steuerung der Muskeln beteiligt sind, zu diagnostizieren. Er wird durchgeführt, indem man mit einem Schlüssel oder einem anderen Gegenstand, der leichtes Unbehagen verursacht, fest am äußeren Rand der Fußsohle entlangstreicht. Außer bei Säuglingen unter sechs Monaten krümmen sich daraufhin normalerweise die Zehen nach unten. Bewegt sich der große Zeh nach oben und strecken sich die anderen Zehen seitwärts, kann dies ein Hinweis auf eine Hirn- oder Rückenmarksstörung sein.

Die Prüfung weiterer Reflexe kann wichtige Informationen liefern. Der Arzt ermittelt zum Beispiel das Ausmaß der Verletzung eines Patienten im Koma, indem er Folgendes feststellt:

  • Ob sich seine Pupillen bei Lichteinwirkung verengen (Pupillenlichtreflex)

  • Ob sich das Lid schließt, wenn die Hornhaut mit einem Wattebausch berührt wird (Hornhautreflex)

  • Wie sich seine Augen bewegen, sobald sein Kopf gedreht oder Wasser in seinen Gehörgang eingespritzt wird (kalorische Prüfung)

  • Ob der Würgereflex durch Berühren des hinteren Rachenraums ausgelöst wird (zum Beispiel mit einem Zungenspatel)

Die Ärzte überprüfen auch, ob sich der Anus zusammenzieht (anale Kontraktion) wenn er leicht berührt wird (Analreflex). Das Vorhandensein dieses Reflexes bei einem aufgrund einer Rückenmarksverletzung gelähmten Patienten kann auf eine leichtere Verletzung zurückzuführen sein, wodurch man mit einer höheren Heilungswahrscheinlichkeit rechnen kann, als wenn der Reflex fehlen würde.

Der Reflexbogen: Bewegungen ohne Einfluss des Gehirns

Ein Reflexbogen ist der Weg, den ein Nervenreflex, wie der Patellarsehnenreflex, beschreibt.

  • Ein Tippen auf das Knie reizt sensorische Rezeptoren, die ein Nervensignal erzeugen.

  • Das Signal wird über eine Nervenbahn zum Rückenmark geleitet.

  • Im Rückenmark wird das Signal von dem sensorischen Nerv auf einen motorischen Nerv umgeleitet.

  • Der motorische Nerv leitet das Signal zurück zu einem Muskel im Oberschenkel.

  • Der Muskel zieht sich zusammen, wodurch der Unterschenkel nach vorne schnellt. Der gesamte Reflex läuft ohne Beteiligung des Gehirns ab.

Der Reflexbogen: Bewegungen ohne Einfluss des Gehirns

Koordination, Gleichgewicht und Gang

Um den Gang zu testen, bittet der Arzt den Betroffenen, entlang einer geraden Linie zu gehen, indem er einen Fuß vor den anderen setzt. Anhand der Auffälligkeiten kann festgestellt werden, welcher Teil des Nervensystems nicht normal funktioniert. Wenn beispielsweise eine Person breitbeinige, unsichere Schritte macht (sogenannte Ataxie), kann das Kleinhirn geschädigt oder gestört sein. (Das Kleinhirn ist der Gehirnbereich, der die willkürlichen Bewegungen koordiniert und das Gleichgewicht kontrolliert.)

Um die Koordination zu testen, bittet der Arzt den Patienten, mit dem Zeigefinger erst den Finger des Arztes, dann die eigene Nase anzusteuern und zu berühren und anschließend diese Bewegungen rasch zu wiederholen. Der Patient kann gebeten werden, diese Bewegungen zunächst mit offenen und später mit geschlossenen Augen durchführen.

Der Romberg-Test wird zur Untersuchung des Lagesinns durchgeführt. Der Patient steht still mit geschlossenen Füßen, ohne das Gleichgewicht zu verlieren. Dann soll er die Augen schließen. Verliert er das Gleichgewicht, so erreicht die Information über die Lage der Beine, meistens aufgrund einer Verletzung der Nerven oder des Rückenmarks, möglicherweise das Gehirn nicht. Es kann jedoch auch infolge von Funktionsstörungen des Kleinhirns oder des Gleichgewichtssystems in den Innenohren oder dessen Verbindungen zum Gehirn zu Auffälligkeiten kommen.

Vegetatives Nervensystem

Das autonome (vegetative) Nervensystem Überblick über das vegetative Nervensystem Das vegetative Nervensystem reguliert bestimmte Prozesse im Körper, z. B. Blutdruck und Atemfrequenz. Dieses System arbeitet automatisch (autonom), ohne bewusste Mitwirkung einer Person. Störungen... Erfahren Sie mehr Überblick über das vegetative Nervensystem reguliert interne Körperprozesse, die nicht bewusst wahrgenommen werden, wie Blutdruck, Herzschlag, Atmung und Temperaturregelung durch Schwitzen oder Zittern. Eine Störung dieses Systems kann folgende Probleme verursachen:

Der Arzt kann eine Reihe von Untersuchungen durchführen:

Durchblutung des Gehirns

Eine schwere Verengung der Gehirnarterien vermindert die Durchblutung und erhöht das Risiko für einen Schlaganfall Überblick über den Schlaganfall Bei einem Schlaganfall verstopfen oder reißen die Arterien, die das Gehirn versorgen. Dadurch stirbt das Hirngewebe in einem Teil des Gehirns ab (Hirninfarkt) und es kommt sehr plö... Erfahren Sie mehr . Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Raucher bzw. Menschen mit Bluthochdruck und hohem Cholesterinspiegel sowie Menschen, die an Diabetes oder Herz- und Gefäßerkrankungen leiden.

Um Probleme mit der Durchblutung des Gehirns abzuklären, hört der Arzt mit dem Stethoskop den Hals des Patienten ab (über der Halsschlagader) und horcht nach einem turbulenten Blutfluss durch eine verengte oder unregelmäßig arbeitende Schlagader (ein Strömungsgeräusch, das sogenannte Nonnensausen). Der beste Weg, um Arterienstörungen festzustellen, ist jedoch ein bildgebendes Verfahren Bildgebende Verfahren im Überblick Bildgebende Verfahren bilden das Körperinnere ab – entweder ganz oder teilweise. Bildgebende Verfahren helfen Ärzten bei der Diagnose einer Erkrankung, der Feststellung des Schweregrads und... Erfahren Sie mehr , wie z. B. eine Ultraschalluntersuchung, eine Magnetresonanzangiographie Magnetresonanzangiographie (MRA) Bei einer Magnetresonanztomographie (MRT) werden mit einem starken Magnetfeld und hochfrequenten Radiowellen sehr detaillierte Darstellungen produziert. Für eine MRT werden keine Röntgenstrahlen... Erfahren Sie mehr Magnetresonanzangiographie (MRA) (MRA), eine computertomographische Angiographie CT-Angiographie Bei einer Computertomographie (CT), die früher auch axiale Computertomographie (CAT) genannt wurde, drehen sich eine Röntgenquelle und ein Röntgendetektor um einen Patienten. Der Röntgendetektor... Erfahren Sie mehr CT-Angiographie (CTA) oder eine zerebrale Angiographie Angiographie Bei einer Angiographie werden Röntgenstrahlen zur Erstellung detaillierter Abbildungen der Blutgefäße verwendet. Sie wird manchmal als „konventionelle Angiographie“ bezeichnet, um sie von der... Erfahren Sie mehr .

Der Blutdruck kann an beiden Armen gemessen werden, um eventuelle Blockierungen der großen Arterien zu diagnostizieren, die von der Aorta abzweigen. Solche Blockierungen können unter Umständen zu einem Hirnschlag führen.

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