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Allgemeine medizinische Untersuchungen

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The Manual's Editorial Staff

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mrz 2010| Inhalt zuletzt geändert Sep 2013
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Quellen zum Thema

Eine große Anzahl von Untersuchungen ist weitläufig verfügbar. Viele Untersuchungen sind speziell für eine bestimmte Erkrankung oder eine Gruppe verwandter Krankheiten (die in der Regel bei den entsprechenden Erkrankungen in diesem Buch beschrieben sind). Andere Untersuchungen finden im Allgemeinen bei einem breiten Spektrum von Krankheiten Verwendung.

Die Untersuchungen werden aus vielen Gründen durchgeführt, wie

  • Screening

  • Diagnosestellung

  • Beurteilung der Schwere einer Erkrankung, so dass ein Therapieplan erstellt werden kann

  • Überwachung des Ansprechens auf die Behandlung

Manchmal kann eine Untersuchung mehr als einen Zweck erfüllen. Ein Bluttest kann möglicherweise zeigen, dass ein Mensch zu wenige rote Blutkörperchen hat (Anämie). Derselbe Test kann nach der Behandlung wiederholt werden, um festzustellen, ob sich die Zahl der roten Blutkörperchen normalisiert hat. Manchmal kann eine Erkrankung während eines Screenings oder einer diagnostischen Untersuchung behandelt werden. Wenn beispielsweise bei einer Darmspiegelung (endoskopische Untersuchung des Dickdarms mit einer flexiblen Sonde) Wucherungen (Polypen) entdeckt werden, können diese noch vor Ende der Darmspiegelung entfernt werden.

Untersuchungsmethoden

Es gibt verschiedene Arten von medizinischen Untersuchungen, aber die Grenze zwischen den einzelnen ist häufig verschwommen. So kann beispielsweise bei einer Magenspiegelung das Innere des Magens betrachtet und gleichzeitig eine Gewebeprobe für eine Laboruntersuchung entnommen werden. Es gibt in der Regel sechs Arten von Untersuchungen.

Analyse von Körperflüssigkeiten

Die am häufigsten analysierten Flüssigkeiten sind

  • Blut

  • Urin

  • Flüssigkeit, die das Rückenmark und das Gehirn umgibt (Cerebrospinalflüssigkeit)

  • Gelenkflüssigkeit (Synovialflüssigkeit)

Nicht so häufig werden Schweiß, Speichel und Flüssigkeiten aus dem Verdauungstrakt (z. B. Magensaft) analysiert. Manchmal kommen die untersuchten Flüssigkeiten nur bei einer bestimmten Krankheit vor: So sammelt sich beispielsweise bei einer Bauchwassersucht (Aszites) Flüssigkeit im Bauchraum an oder es sammelt sich Flüssigkeit zwischen der zweischichtigen Membran, das die Lungen und das Brustfell (Pleura) umgibt, was einen Pleuraerguss verursacht.

Bildgebende Verfahren

Diese Untersuchungen bilden das Innere des Körpers ab – als Ganzes oder nur einen Teil davon ( Bildgebende Verfahren im Überblick). Die allgemeine Röntgenuntersuchung stellt das am weitesten verbreitete Bildgebungsverfahren dar. Darüber hinaus gibt es Ultraschall (Sonographie), Szintigraphie, Computertomographie (CT), Kernspintomographie bzw. Magnetresonanztomographie (MRT), Positronen-Emissionstomographie (PET) und Angiographie.

Endoskopie

Mittels eines Endoskops kann das Innere von Organen und Zwischenräumen (Körperhöhlen) direkt betrachtet werden. Meist wird ein flexibles Endoskop verwendet, aber in manchen Fällen ist ein starres Endoskop besser geeignet. Die Spitze des Endoskops ist in der Regel mit einem Licht und einer Kamera ausgestattet, so dass der Untersucher die Bilder auf einem Monitor anschauen kann und nicht direkt durch das Endoskop blickt. Durch einen Kanal im Endoskop werden häufig Instrumente eingeführt. Mit einem dieser Instrumente können Gewebeproben entnommen werden.

Bei der Endoskopie wird das Endoskop in der Regel durch eine bestehende Körperöffnung eingeführt, wie z. B.:

  • Nase: Zur Untersuchung von Kehlkopf (Laryngoskopie) oder Lungen (Bronchoskopie)

  • Mund: Zur Untersuchung von Speiseröhre (Ösophagoskopie), Magen (Gastroskopie) und Dünndarm (Endoskopie des oberen Verdauungstrakts)

  • Anus: Zur Untersuchung von Dickdarm, Rektum und Anus (Koloskopie)

  • Harnröhre: Zur Untersuchung der Harnblase (Zystoskopie)

  • Scheide: Zur Untersuchung der Gebärmutter (Hysteroskopie)

Manchmal muss jedoch erst eine Körperöffnung geschaffen werden. Hierzu wird ein kleiner Schnitt (Inzision) in die Haut und die Gewebeschichten unter der Haut vorgenommen, damit das Endoskop in eine Körperhöhle eingeführt werden kann. Mittels solcher Inzisionen kann das Innere folgender Körperteile eingesehen werden:

  • Gelenke (Arthroskopie)

  • Bauchhöhle (Laparoskopie)

  • Brustraum zwischen beiden Lungen (Mediastinoskopie)

  • Lungen und Brustfell (Thorakoskopie)

Messung von Körperfunktionen

Häufig werden Körperfunktionen gemessen, indem die Aktivität verschiedener Organe festgestellt und analysiert wird. So wird beispielsweise die elektrische Aktivität des Herzens mittels Elektrokardiographie (EKG) und die des Gehirns mittels Elektroenzephalographie (EEG) gemessen. Die Fähigkeit der Lungen, Luft anzuhalten, ein- und auszuatmen sowie Sauerstoff und Kohlendioxid auszutauschen, wird mit dem Lungenfunktionstest gemessen.

Biopsie

Gewebeproben werden entnommen und untersucht, im Allgemeinen mit einem Mikroskop. Diese Untersuchung konzentriert sich meist auf ungewöhnliche, veränderte Zellen, die auf eine Entzündung oder eine Krankheit wie Krebs hinweisen können. Körperteile, aus denen häufig Gewebeproben entnommen werden, sind Haut, Brust, Lunge, Leber, Nieren und Knochen.

Analyse von genetischem Material (genetische Untersuchung)

In der Regel werden Zellen der Haut, des Blutes oder des Rückenmarks analysiert. Die Zellen werden auf krankhafte Veränderungen von Chromosomen, Genen (einschließlich DNS) oder beides untersucht. Genetische Untersuchungen können in folgenden Altersstadien durchgeführt werden:

  • Föten: Um festzustellen, ob ein Gendefekt vorliegt.

  • Kinder und junge Erwachsene: Um festzustellen, ob sie eine Krankheit haben oder das Risiko für die Entwicklung einer Krankheit besteht

  • Erwachsene: Um in manchen Fällen festzustellen, ob für die Angehörigen wie Kinder oder Enkelkinder die Wahrscheinlichkeit besteht, eine bestimmte Krankheit zu entwickeln

Risiken und Ergebnisse

Jede Untersuchung birgt ein gewisses Risiko. Das Risiko kann in einer möglichen Verletzung während der Untersuchung liegen, oder es kann bei negativen Ergebnissen die Notwendigkeit einer weiteren Untersuchung bestehen. Eine weitere Untersuchung ist oft aufwändig, gefährlich oder beides. Die Ärzte wägen das mögliche Risiko einer Untersuchung gegenüber dem Nutzen ab, den sie aus den Ergebnissen ziehen können.

Normale Untersuchungswerte werden als ein Bereich ausgedrückt, der auf den Durchschnittswerten einer gesunden Bevölkerung basiert. Das heißt, bei 95 % der gesunden Menschen liegen die Werte in diesem Bereich. Jedoch variieren diese Durchschnittswerte leicht bei Männern und Frauen sowie bei verschiedenen Altersgruppen. Darüber hinaus fallen manche Werte auch von Labor zu Labor unterschiedlich aus. Erhält der Arzt die Testergebnisse eines Labors, so sind dort auch immer die laboreigenen Normalwerte für diesen Test angegeben. In der folgenden Tabelle sind einige Normalwerte aufgeführt. Da die Werte jedoch von Labor zu Labor unterschiedlich sind, sollten Patienten lieber mit ihrem Arzt über ihre Untersuchungsergebnisse sprechen, als sich an den Werten dieser Tabelle zu orientieren.

Tabelle
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Bluttests*

Test

Referenzwerte oder Schwellenwerte (konventionelle Einheiten)

Azidität (pH)

7,35–7,45

Alkohol (Ethanol)

0 mg/dl (mehr als 0,1 mg/dl weist im Allgemeinen auf eine Vergiftung hin)

Ammoniak

15–50 E/l

Amylase

53–123 E/l

Antinukleäre Antikörper (ANA)

0 (negatives Ergebnis)

Ascorbinsäure

0,4–1,5 mg/dl

Bikarbonat (Kohlendioxidgehalt)

18–23 meq/l

Bilirubin

Direkt: Bis zu 0,4 mg/dl

Gesamt: Bis zu 1,0 mg/dl

Blutvolumen

8,5–9,1 % des Körpergewichts

Calcium

8,5–10,5 mg/dl (etwas höher bei Kindern)

Kohlendioxidpartialdruck (ausgedrückt im Vergleich zu der Höhe, auf die Quecksilber [Hg] in einem Röhrchen aufgrund des Luftdrucks auf Meereshöhe steigt)

35–45 mmHg

Carboxyhämoglobin (Kohlenmonoxid an Hämoglobin, dem eisenhaltigen roten Blutfarbstoff in den Erythrozyten bzw. den roten Blutkörperchen)

Unter 5 % des gesamten Hämoglobins

Anzahl der CD4-Zellen

500–1.500 Zellen/μl

Ceruloplasmin

15–60 mg/dl

Chlorid

98–106 meq/l

Großes Blutbild (CBC)

Siehe einzelne Tests: Hämoglobin, Hämatokrit, mittlerer Hämoglobingehalt der roten Blutkörperchen (Erythrozyten), mittlere Hämoglobinkonzentration der Erythrozyten, mittleres Erythrozytenvolumen, Thrombozytenzahl (Zahl der Blutplättchen) und Anzahl der weißen Blutkörperchen

Kupfer

70–150 μg/dl

Kreatinkinase (CK), auch bekannt als Kreatin-Phosphokinase (CPK)

Männer: 38–174 Einheiten/l

Frauen: 96–140 Einheiten/l

Kreatinkinase (CK) in seinen verschiedenen Formen (Isoenzyme)

5 % oder weniger CK-MB (diese Form kommt hauptsächlich im Herzmuskel vor)

Kreatinin

0,6–1,2 mg/dl

Elektrolyte

Siehe einzelne Tests: Kalzium, Chlorid, Magnesium, Kalium und Natrium (die routinemäßig untersucht werden)

Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit (BSG)

Männer: 1–13 mm/Stunde

Frauen: 1–20 mm/Stunde

Glukose

Nüchtern: 70–110 mg/dl

Hämatokrit

Männer: 45–52 %

Frauen: 37–48 %

Hämoglobin

Männer: 13–18 g/dl

Frauen: 12–16 g/dl

Eisen

60–160 μg/dl (höher bei Männern)

Eisenbindungskapazität

250–460 μg/dl

Laktat (Milchsäure)

Venös: 4,5–19,8 mg/dl

Arteriell: 4,5–14,4 mg/dl

Laktatdehydrogenase

50–150 E/l

Ableitung

20 μg/dl oder weniger (viel geringer bei Kindern)

Lipase

10–150 E/l

Lipide:

Gesamtcholesterin

Unter 225 mg/dl (40–49 Jahre; steigt mit dem Alter)

High-Density-Lipoprotein (HDL)

30–70 mg/dl

Low-Density-Lipoprotein (LDL)

60 mg/dl

Triglyzeride

40–200 mg/dl (höher bei Männern)

Leberfunktionstests

Einschließlich Bilirubin (gesamt), Phosphatase (alkalisch), Protein (gesamt und Albumin), Transaminasen (Alanin und Aspartat), Prothrombin

Magnesium

1,5–2,0 mg/dl

Mittlerer Hämoglobingehalt der Erythrozyten (MCH)

27–32 pg/Zelle

Mittlere Hämoglobinkonzentration der Erythrozyten (MCHC)

32–36 % Hämoglobin/Zelle

Mittleres Erythrozytenvolumen (MCV)

76–100 μm

Osmolalität

280–296 mosmol/kg Plasma

Sauerstoffpartialdruck (ausgedrückt im Vergleich zu der Höhe, auf die Quecksilber [Hg] in einem Röhrchen aufgrund des Luftdrucks auf Meereshöhe steigt)

83–100 mmHg

Sauerstoffsättigung (arteriell)

96–100 %

Partielle Thromboplastinzeit (PTT)

30–45 Sekunden

Phosphatase (alkalisch)

50–160 U/l (höher bei Kindern und Jugendlichen, niedriger bei Frauen)

Phosphor

3,0–4,5 mg/dl

Blutplättchenzahl

150.000–350.000/ml

Kalium

3,5–5,0 meq/l

Prostataspezifisches Antigen (PSA)

0–4 ng/ml (steigt mit dem Alter)

Protein:

Gesamt

6,0–8,4 g/dl

Albumin

3,5–5,0 g/dl

Globulin

2,3–3,5 g/dl

Prothrombinzeit (PT)

10–13 Sekunden

Erythrozytenzahl (RBC)

4,2–5,9 Millionen/ml

Natrium

135–145 meq/l

Untersuchung der Schilddrüse: Thyreoidea-stimulierendes Hormon (TSH)

0,5–5,0 mE/l

Transaminase (Leberenzyme):

Alanin (ALT)

1–21 E/l

Aspartat (AST)

7–27 E/l

Troponin in seinen verschiedenen Formen:

I

Unter 1,6 ng/ml

T

Unter 0,1 ng/ml

Blut-Harnstoff-Stickstoff (BUN)

7–18 mg/dl

Harnsäure

3,0–7,0 mg/dl

Vitamin A§

30–65 μg/dl

Leukozytenzahl (WBC)

4.300–10.800 /ml

*Das Blut kann auch auf viele andere Substanzen untersucht werden.

Die Einheiten (E) sind in Anhang I erklärt. Konventionelle Einheiten können mittels eines Konvertierungsfaktors in internationale Einheiten umgerechnet werden. Manchmal werden internationale Einheiten (IE), ein anderes System, von Laboren verwendet.

Es können auch andere Antikörper festgestellt werden.

§Es können auch andere Vitamine gemessen werden.

Tabelle
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Diagnostische Verfahren

Verfahren

Untersuchte Körperteile oder Proben

Beschreibung

Amniozentese

Fruchtwasser, das den Fötus umgibt

Analyse der Flüssigkeit, die mittels einer Nadel durch die Bauchdecke entnommen wird, um Fehlbildungen des Fötus zu erkennen

Arteriographie (Angiographie)

Alle Arterien im Körper (gewöhnlich Gehirn, Herz, Nieren, Aorta oder Beine)

Bei dieser Röntgenuntersuchung wird durch einen dünnen Schlauch (Katheter) ein Röntgenkontrastmittel verabreicht. Der Katheter wird in die betreffende Arterie eingeführt, um eine Blockierung oder einen Defekt der Arterie festzustellen, abzugrenzen oder hervorzuheben.

Audiometrie

Ohren

Beurteilung der Fähigkeit, zu hören und Töne unterschiedlicher Frequenzen und Lautstärken unter Verwendung eines Kopfhörers zu unterscheiden

Abhören (Auskultation)

Herz

Mittels eines Stethoskops werden die Herztöne auf Unregelmäßigkeiten abgehört

Barium-Röntgenuntersuchung

Speiseröhre, Magen, Darm oder Rektum

Röntgenuntersuchung zur Feststellung von Geschwüren, Tumoren oder anderen krankhaften Veränderungen

Biopsie

Alle Körpergewebe

Entnahme und mikroskopische Untersuchung einer Gewebeprobe, um diese auf Krebszellen oder andere ungewöhnliche Veränderungen hin zu überprüfen

Blutdruckmessen

Meistens am Arm

Untersuchung auf hohen oder niedrigen Blutdruck mittels einer aufblasbaren Manschette, die um den Arm gewickelt wird

Bluttests

In der Regel eine Blutprobe aus dem Arm

Messung der Substanzen im Blut zur Beurteilung der Organfunktion und als Hilfe für die Diagnosestellung sowie zur Überwachung verschiedener Krankheiten

Knochenmarkaspiration

Hüftknochen oder Brustbein

Entnahme einer Rückenmarkprobe mittels einer Nadel zur mikroskopischen Untersuchung, um ungewöhnliche Veränderungen der Blutkörperchen festzustellen

Bronchoskopie

Atemwege

Direkte Untersuchung mittels eines Endoskops, um nach einem Tumor oder anderen krankhaften Veränderungen zu suchen

Herzkatheterisierung

Herz

Untersuchung der Herzfunktion und -struktur mittels eines Katheters, der in ein Blutgefäß eingeführt und ins Herz eingebracht wird

Chorionzotten-Probennahme

Plazenta

Entnahme einer Probe zur mikroskopischen Untersuchung, um krankhafte Veränderungen beim Fötus festzustellen

Chromosomenanalyse

Blut

Mikroskopische Untersuchung, um eine genetische Erkrankung oder das Geschlecht des Fötus zu erkennen

Koloskopie

Dickdarm

Direkte Untersuchung mittels eines Endoskops, um nach einem Tumor oder anderen krankhaften Veränderungen zu suchen

Kolposkopie

Gebärmutterhals

Direkte Untersuchung des Gebärmutterhalses mittels eines Vergrößerungsglases

Computertomographie (CT)

Alle Körperteile

Computergestützte Röntgenuntersuchung zur Erkennung struktureller Veränderungen

Konusbiopsie

Gebärmutterhals

Entnahme und Untersuchung einer kegelförmigen Gewebeprobe, in der Regel mittels einer Elektrode oder eines Lasers

Kultur

Eine Probe aus einem Körperteil (in der Regel einer Flüssigkeit wie Blut oder Urin)

Züchtung und Untersuchung von Mikroorganismen aus der Probe zur Identifizierung von Infektionen durch Bakterien oder Pilze

Dilatation und Kürettage (D und K)

Gebärmutterhals und Gebärmutter

Mikroskopische Untersuchung einer Probe, um diese mittels eines kleinen, scharfen Instruments (Kürette) auf krankhafte Veränderungen der Gebärmutterwand zu untersuchen.

Dual-Röntgen-Absorptiometrie (DEXA)

Skelett, mit Fokus auf spezielle Regionen, meistens Hüfte, Wirbelsäule und Handgelenk

Niedrigdosis-Röntgenuntersuchung zur Bestimmung der Knochendichte

Echokardiographie

Herz

Untersuchung der Herzstruktur und Herzfunktion mittels Schallwellen

Elektrokardiographie (EKG)

Herz

Untersuchung der elektrischen Aktivität des Herzens mittels Elektroden, die an den Armen, Beinen und an der Brust befestigt werden

Elektroenzephalographie (EEG)

Gehirn

Untersuchung der elektrischen Funktion des Gehirns mittels Elektroden, die am Schädel befestigt werden

Elektromyographie

Muskeln

Aufnahme der elektrischen Aktivität eines Muskels mittels kleiner Nadeln, die in den Muskel eingebracht werden

Elektrophysiologische Untersuchungen

Herz

Untersuchung zur Beurteilung von Veränderungen des Rhythmus oder der elektrischen Leitfähigkeit, indem ein Katheter in ein Blutgefäß eingeführt und zum Herzen vorgeschoben wird

Endoskopische retrograde Cholangiopankreatographie (ERCP)

Gallenwege

Röntgenuntersuchung der Gallenwege nach Injektion eines Röntgenkontrastmittels unter Verwendung eines flexiblen Endoskops

Endoskopie

Verdauungstrakt

Direkte Untersuchung der inneren Strukturen mittels flexiblen Endoskops

Enzymgekoppelter Immunadsorptionstest (ELISA)

In der Regel das Blut

Bei diesem Testverfahren wird die Blutprobe mit Substanzen vermischt, die Allergien auslösen können (Allergene), oder mit Mikroorganismen, um das Vorhandensein spezieller Antikörper zu untersuchen

Fluoroskopie

Verdauungstrakt, Herz oder Lungen

Eine fortlaufende Röntgenuntersuchung, die dem Arzt ermöglicht, das Innere eines Organs während seiner Funktion zu betrachten

Hysteroskopie

Gebärmutter

Direkte Untersuchung des Inneren der Gebärmutter mit einem flexiblen Endoskop

Intravenöse Urographie

Nieren und Harnwege

Röntgenuntersuchung der Nieren und Harnwege nach der Injektion eines Röntgenkontrastmittels in eine Vene (intravenös)

Gelenkaspiration

Gelenke, insbesondere Schultern, Ellenbogen, Finger, Hüfte, Knie, Knöchel und Zehen

Entnahme und Untersuchung von Flüssigkeit aus den Gelenkspalten, um sie auf Blutkörperchen, Mineralienablagerungen und Mikroorganismen zu untersuchen

Laparoskopie

Bauchraum

Direkte Untersuchung mittels eines Endoskops, das durch einen Einschnitt in die Bauchdecke eingeführt wird, um krankhafte Veränderungen im Bauchraum zu behandeln

Magnetresonanztomographie (MRT)

Alle Körperteile

Bildgebendes Verfahren unter Verwendung eines starken Magnetfelds und von Radiowellen zur Feststellung struktureller Veränderungen

Mammographie

Brüste

Röntgenuntersuchung zur Erkennung von Brustkrebs

Mediastinoskopie

Brustkorb

Direkte Untersuchung des Bereiches zwischen den Lungen mit einem Endoskop, das durch einen kleinen Einschnitt knapp über dem Brustbein eingeführt wird

Myelographie

Wirbelsäule

Einfache oder computergestützte Röntgenuntersuchung der Wirbelsäule nach Injektion eines Röntgenkontrastmittels

Untersuchung der Nervenleitfähigkeit

Nerven

Untersuchung zur Bestimmung der Geschwindigkeit der Nervenimpulse mittels Elektroden oder Nadeln, die entlang der Nervenwege eingebracht werden

Test auf okkultes Blut

Dickdarm

Untersuchung auf Blut im Stuhl

Ophthalmoskopie

Augen

Direkte Untersuchung mit einem Handinstrument, mit dem ins Auge geleuchtet wird, um krankhafte Veränderungen des Auges zu erkennen

Pap-Test (Gebärmutterabstrich nach Papanicolaou)

Gebärmutterhals

Mikroskopische Untersuchung eines Abstriches von Gebärmutterhalszellen zur Krebserkennung

Parazentese

Bauchraum

Einführung einer Nadel in die Bauchhöhle, um Flüssigkeit zur Untersuchung zu entnehmen

Perkutane transhepatische Cholangiographie

Leber und Gallenwege

Röntgenuntersuchung der Leber und Gallenwege nach Injektion eines Röntgenkontrastmittels in die Leber

Positronen-Emissionstomographie (PET)

Gehirn und Herz

Bildgebendes Verfahren unter Verwendung von Teilchen, die Strahlung abgeben (Positronen), um krankhafte Veränderungen in der Funktion zu erkennen

Lungenfunktionsprüfung

Lungen

Untersuchung zur Messung der Lungenkapazität, der Fähigkeit der Lungen, Luft anzuhalten, ein- und auszuatmen, und den Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid, bei der die Patienten in ein Messgerät blasen

Szintigraphie

Zahlreiche Organe

Bildgebendes Verfahren unter Verwendung von Teilchen, die Strahlung abgeben (Radionuklide), um krankhafte Veränderungen der Durchblutung, der Struktur oder Funktion zu erkennen

Reflextests

Sehnen

Untersuchung unter Verwendung eines physikalischen Reizes (z. B. ein leichtes Klopfen), um Anomalien der Nervenfunktion festzustellen

Retrograde Urographie

Harnblase und Harnleiter

Röntgenuntersuchung der Harnblase und des Harnleiters nach Gabe eines Röntgenkontrastmittels in den Harnleiter

Sigmoidoskopie

Rektum und letzter Dickdarmabschnitt

Direkte Untersuchung mittels eines Endoskops zur Erkennung von Tumoren oder anderen krankhaften Veränderungen

Hautallergietests

In der Regel am Arm oder Rücken

Bei einem Allergietest wird eine Lösung, die ein mögliches Allergen enthält, auf die Haut aufgetragen und dieses dann mit einer Nadel kurz eingestochen

Spinalpunktion (Lumbalpunktion)

Rückenmarkkanal

Entnahme von Rückenmarksflüssigkeit mittels einer Nadel, die in den Duralsack im Bereich der Lendenwirbelsäule eingeführt wird, um krankhafte Veränderungen der Rückenmarksflüssigkeit zu erkennen

Spirometrie

Lungen

Untersuchung der Lungenfunktion, bei der die Patienten in ein Messgerät blasen

Belastungstest

Herz

Untersuchung der Herzfunktion während der Belastung auf einem Laufband oder anderem Sportgerät mittels Elektrokardiographie (wenn keine körperliche Belastung möglich ist, wird ein Arzneimittel verabreicht, um diese zu simulieren)

Pleurapunktion

Der Raum zwischen dem Brustfell (Pleura), einer zweischichtigen Membran, die die Lungen umgibt und das Wandblatt auskleidet (Pleurahöhle)

Entnahme von Flüssigkeit aus der Pleurahöhle mittels einer Nadel, um krankhafte Veränderungen zu erkennen

Thorakoskopie

Lungen

Untersuchung der Lungenoberfläche, des Brustfells (Pleura) und der Pleurahöhle mittels eines Endoskops

Tympanometrie

Ohren

Messung des Druckwiderstands (Impedanz) im Mittelohr mittels eines Gerätes, das ins Ohr eingeführt wird, und Schallwellen, um die Ursache für einen Hörverlust zu festzustellen

Sonographie (Ultraschall)

Alle Körperteile

Bildgebendes Verfahren, bei dem mittels Schallwellen strukturelle oder funktionelle Veränderungen festgestellt werden können

Urinuntersuchung

Nieren und Harnwege

Chemische Analyse einer Urinprobe zur Erkennung von Protein, Zucker, Ketonen und Blutkörperchen

Venographie

Venen

Röntgenuntersuchung unter Verwendung eines Röntgenkontrastmittels (ähnlich der Arteriographie) zur Erkennung einer Venenverstopfung

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