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Essstörungen – ein Überblick

Von

Evelyn Attia

, MD, Columbia University Medical Center, New York State Psychiatric Institute;


B. Timothy Walsh

, MD, College of Physicians and Surgeons, Columbia University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jul 2018| Inhalt zuletzt geändert Jul 2018
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Essstörungen sind durch Störungen des Essverhaltens oder des Verhaltens im Zusammenhang mit dem Essen gekennzeichnet und umfassen für gewöhnlich

  • Veränderungen dahingehend, was oder wie viel jemand isst

  • Maßnahmen, die Betroffene ergreifen, um einer Verwertung der Nahrung durch den Körper vorzubeugen (beispielsweise Herbeiführen von Erbrechen oder Anwendung von Abführmitteln)

Damit ein ungewöhnliches Essverhalten als Störung erachtet wird, muss es über einen gewissen Zeitraum vorliegen, der körperlichen Gesundheit erheblichen Schaden zufügen und/oder die Leistungsfähigkeit in der Schule oder bei der Arbeit beeinträchtigen, oder sich negativ auf soziale Beziehungen des Betroffenen auswirken.

Essstörungen umfassen

Anorexia nervosa (Magersucht) ist durch einen unablässigen Schlankheitswahn, ein verzerrtes Körperbild, eine extreme Angst vor Fettleibigkeit sowie die Einschränkung der Nahrungsaufnahme gekennzeichnet ist, was zu einem erheblichen Gewichtsverlust führt. Menschen mit Anorexia nervosa schränken ihre Nahrungsaufnahme ein, können aber auch Essattacken haben, die dann durch Abführen wieder kompensiert werden (z. B. indem sie sich erbrechen oder Abführmittel verwenden). Personen mit dieser Störung können ihre Nahrungsaufnahme bis zu dem Punkt einschränken, an dem ihre Gesundheit beeinträchtigt ist. Obwohl „Anorexia“ „Appetitlosigkeit“ bedeutet, verlieren viele Personen mit Anorexia nervosa erst ihren Appetit, wenn sie bereits sehr abgemagert sind.

Die vermeidende/restriktive Essstörung ist durch Essen von nur sehr wenig Nahrung und/oder der Vermeidung bestimmter Nahrungsmittel gekennzeichnet, ohne dass damit die Sorge um ihre Figur oder ihr Gewicht einhergeht, die typischen Merkmale von Anorexia nervosa oder Bulimia nervosa. Normalerweise sind Menschen mit dieser Störung sehr wählerisch in Bezug auf Nahrungsmittel und Arten von Essen. Sie können beispielsweise viele Nahrungsmittel vermeiden, die eine bestimmte Farbe, Konsistenz oder Geruch haben. Manche Menschen haben Angst davor, am Essen zu ersticken oder es erbrechen zu müssen.

Bei der Binge-Eating-Störung essen die Betroffenen riesige Mengen an Nahrung – viel mehr als die meisten Personen in einem ähnlichen Zeitrahmen und unter ähnlichen Umständen essen würden. Die Betroffenen empfinden während und nach der Essattacke einen Kontrollverlust. Bei einer Binge-Eating-Störung wird die übermäßige Nahrungsaufnahme nicht nachher durch Erbrechen oder andere Mittel kompensiert.

Das Merkmal der Bulimia nervosa sind Episoden, in denen große Mengen Essen rasch verschlungen werden, mit dem anschließenden Versuch, die überschüssige Nahrungsaufnahme wieder zu kompensieren. Zum Beispiel können sich Betroffene erbrechen oder Abführmittel einnehmen.

Unter Pica versteht man das Essen von Dingen, die keine Nahrungsmittel sind.

Unter der Ruminationsstörung versteht man das Hochwürgen (Regurgitation) der Nahrung nach dem Essen.

Essstörungen sind bei Frauen, speziell jungen Frauen, stärker verbreitet als bei Männern.

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