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Erworbene Nierenzysten

Von

Enrica Fung

, MD, MPH, Loma Linda University School of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Feb 2020| Inhalt zuletzt geändert Feb 2020
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Manchmal bilden sich in den Nieren ein oder mehrere flüssigkeitsgefüllte Säckchen (Zysten), die keine schweren Nierenprobleme verursachen.

Erworbene Zysten verursachen in der Regel keine Symptome und wirken sich gewöhnlich nicht auf die Nierenfunktion aus. Es können sich eine oder mehrere Zysten bilden, sowohl in nur einer als auch in beiden Nieren.

Die Ursache einzelner und normalerweise mehrerer Zysten ist unbekannt. Bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung kommt es allerdings häufiger zum Auftreten mehrerer Zysten, besonders wenn die Patienten seit vielen Jahren eine Dialyse erhalten. Mehr als 50 Prozent der Patienten, die sich seit über 10 Jahren einer Dialyse unterziehen, entwickeln Zysten.

Erworbene Zysten verursachen normalerweise keine Symptome. Gelegentlich kommt es zu Blut im Urin (Hämaturie), Schmerzen in der Seite (Flanke) oder zu Infektionen (die typischerweise zu Fieber und Flankenschmerzen führen). Bei Patienten mit erworbenen Zysten, insbesondere Personen, die sich einer Nierentransplantation oder mehrjährigen Dialyse unterzogen haben, besteht das Risiko von Nierenkrebs. Daher überwachen manche Ärzte Personen mit erworbenen Zysten regelmäßig mittels Ultraschall oder Computertomografie (CT).

Die erworbenen Zysten werden jedoch meistens entdeckt, wenn eine CT oder ein Ultraschall aus einem anderen Grund durchgeführt wird.

Verursachen Zysten anhaltende Blutungen oder Infektionen, kann eine Drainage oder in seltenen Fällen ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung der ganzen Niere oder eines Teils davon notwendig sein (vollständige oder teilweise Nephrektomie). Bei Zysten, die zu Nierenkrebs fortschreiten, ist möglicherweise auch eine Nephrektomie erforderlich. Dies geschieht allerdings selten.

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