honeypot link

Msd Manual

Please confirm that you are not located inside the Russian Federation

Refluxnephropathie

(Vesicoureteral Reflux)

Von

Frank O'Brien

, MD, Washington University in St. Louis

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mrz 2020| Inhalt zuletzt geändert Mrz 2020
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen

Die Refluxnephropathie ist eine Vernarbung der Niere, die durch den Rückfluss des Urins von der Blase in den Harnleiter in Richtung Niere verursacht wird.

Normalerweise verläuft der Harnleiter, am Übergang zur Blase, leicht seitlich durch die Blasenwand. Die Muskeln der Blasenwand unterstützen dabei, das Ende des Harnleiters geschlossen zu halten, sodass der Urin nur in eine Richtung fließen kann - vom Harnleiter in die Blase. Einige Menschen weisen angeborene Fehlbildungen am Übergang zwischen Harnleiter und Blase auf, die es zulassen, dass der Urin beim Wasserlassen von der Blase in den Harnleiter zurückfließen kann. Diese Anomalie wird vesikoureteraler Reflux genannt (VUR). Sie kann in einem oder beiden Harnleitern auftreten. Dieser Rückfluss des Urins erhöht das Risiko von Harnwegsinfektionen (HWI); Nierenentzündungen und Vernarbung - eine Erkrankung, die Refluxnephropathie genannt wird.

Rund 30 - 45 Prozent der Kinder und ca. 1 Prozent der Neugeborenen, die an einer Harnwegsinfektion mit Fieber leiden, haben VUR. VUR scheint in einigen Familien vererbt zu werden und tritt bei der schwarzen Bevölkerung seltener auf. Im Alter von 5 Jahren ist diese Fehlbildung in der Regel herausgewachsen.

VUR verursacht keine Symptome, jedoch neigen die betroffenen Kinder zu wiederholten Harnwegsinfektionen. Die Refluxnephropathie verursacht keine Symptome. In einigen Fällen entwickeln Kinder mit Refluxnephropathie eine chronische Nierenerkrankung, manchmal im Jugendalter.

Diagnose

  • Bildgebende Verfahren

Ärzte vermuten bei folgenden Kindern möglicherweise einen vesikoureteralen Reflux (VUR):

  • Kinder, 3 Jahre alt oder darunter, die an einer Harnwegsinfektion leiden

  • Kinder, 5 Jahre alt oder darunter, die eine Harnwegsinfektion in Verbindung mit Fieber haben

  • Kinder mit wiederholten Harnwegsinfektionen

  • Jungen mit Harnwegsinfektionen, unabhängig ihres Alters

Auch bei Kindern, die nahe Angehörige mit dieser Erkrankung haben, und bei Kindern oder Erwachsenen mit wiederholten Harnwegsinfektionen (HWI) und mittels bildgebenden Verfahren nachgewiesenen Vernarbungen der Niere liegt die Vermutung nahe, dass ein VUR besteht.

Wenn eine pränatale Routine-Ultraschalluntersuchung eine geschwollene Niere (eine sogenannte Hydronephrose) zeigt, vermutet der Arzt möglicherweise einen VUR.

Wenn ein Vesikorenaler Reflux (VUR) vermutet wird, wird mittels bildgebender Verfahren nach Anomalien in der Niere und in den Harnleitern gesucht, die für den VUR verantwortlich sein könnten, und nach einer eventuellen daraus resultierenden Schädigung der Niere. Zu den Untersuchungen können Ultraschall, Miktionszystourethrogramm und Radionuklid-Zystographie zählen. Wenn der VUR nicht mehr besteht, jedoch zur Vernarbung geführt hat, kann diese per bildgebender Diagnostik möglicherweise erkannt werden.

Behandlung

  • Manchmal Antibiotika zur Vorbeugung von Infektionen

  • Manchmal operative Eingriffe

Kinder mit vesikoureteralem Reflux (VUR) und deren Eltern sollten sich der Symptome von Harnwegsinfektionen (HWI) bewusst sein, die je nach Alter variieren können. Diese können Fieber, Erbrechen, Brennen beim Wasserlassen und ein Kontrollverlust der Blasenfunktion sein. Bei mäßigem bis schwerem Reflux müssen die Kinder möglicherweise Antibiotika nehmen, um einer Harnwegsinfektion vorzubeugen. Es ist jedoch nicht klar, ob die Einnahme von Antibiotika einem Nierenschaden vorbeugt.

In einigen Fällen werden Kinder mit schwerem VUR einer Operation unterzogen, die darauf ausgerichtet ist, das Gewebe rund um die Öffnung des Harnleiters zur Blase zu stärken und somit dem Rückfluss des Urins vorzubeugen.

Weitere Informationen

HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für Patienten. ÄRZTE: Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Erfahren Sie

Auch von Interesse

SOZIALE MEDIEN

NACH OBEN