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Rezidivierende Stomatitis aphthosa

Von

Bernard J. Hennessy

, DDS, Texas A&M University, College of Dentistry

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Sep 2018| Inhalt zuletzt geändert Sep 2018
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Rezidivierende Stomatitis aphthosa (Mundgeschwüre) bedeutet das Vorliegen kleiner, schmerzhafter Wundstellen im Mund, die gewöhnlich in der Kindheit zuerst auftreten und regelmäßig wiederkehren.

  • Eine Verletzung im Mund, Stress sowie manche Lebensmittel können einen Schub auslösen.

  • Die Betroffenen verspüren brennende Schmerzen, und ungefähr einen Tag später bildet sich ein Mundgeschwür im Weichgewebe des Mundes.

  • Ärzte oder Zahnärzte erstellen die Diagnose auf der Basis des Schmerzes und der Erscheinung der Mundgeschwüre.

  • Eine Behandlung erfolgt durch Mundspülungen und in manchen Fällen mit Kortikosteroiden.

Die rezidivierende Stomatitis aphthosa (RSA) ist eine häufig auftretende Erkrankung. Die Ursache ist unbekannt, es scheint aber eine familiäre Veranlagung zu geben. Die RSA zeigt sich gewöhnlich erstmals im Kindesalter und 80 Prozent der Patienten mit RAS sind < 30 Jahre alt.

Bei RSA-Erkrankten bilden sich immer wieder Mundgeschwüre. Manche Menschen haben nur ein oder zwei Mundgeschwüre pro Jahr. Bei anderen sind die Entzündungen mehr oder weniger dauerhaft. Häufigkeit und Schwere der Schübe nehmen mit dem Alter gewöhnlich ab.

Viele Faktoren scheinen Attacken zu begünstigen oder auszulösen, aber allergische Reaktionen scheinen nicht involviert zu sein. Zu solchen Faktoren zählen Verletzungen am Mund, Stress (bspw. das Auftreten von Mundgeschwüren während einer Examensvorbereitung) und bestimmte Nahrungsmittel (insbesondere Schokolade, Kaffee, Erdnüsse, Eier, Getreidemischungen, Mandeln, Erdbeere, Käse und Tomaten). AIDS-Kranke haben oft große Mundgeschwüre, die wochenlang bestehen bleiben.

Aus unbekannten Gründen bilden sich Mundgeschwüre bei Schwangeren, oral verhütenden Frauen und bei Tabakkonsumenten mit geringerer Wahrscheinlichkeit.

Symptome

Die Symptome beginnen gewöhnlich mit Schmerzen oder Brennen, binnen 1 bis 2 Tagen gefolgt von einem Mundgeschwür. Bläschen treten nie auf. Die Schmerzen sind für eine wunde Stelle mit einer so geringen Größe außergewöhnlich stark und dauern vier bis sieben Tage an. Die Entzündung bildet sich fast immer auf weichen, lockeren Geweben, ins besondere auf den Innenseiten von Lippen und Wangen, auf der Zunge, dem weichen Gaumen und manchmal im Rachen. Wundstellen erscheinen als flache, runde oder ovale Flecken mit einem gelblich-grauen Zentrum und einer roten Konturlinie. Die meisten Wundstellen sind klein, mit einem Durchmesser von weniger als 1 cm, und erscheinen oft in Clustern von zwei oder drei. Im Allgemeinen verschwinden sie innerhalb von zehn Tagen von selbst wieder und hinterlassen keine Narben. Größere Geschwüre mit einem Durchmesser von mehr als 1 cm sind weniger häufig. Diese größeren Geschwüre haben eine unregelmäßige Form, brauchen oft viele Wochen zum Abheilen und hinterlassen oft Narben.

Bei einer schweren Ausprägung kann es zu Fieber, Schwellungen der Halslymphknoten und einem Gefühl allgemeiner Erschöpfung kommen.

Diagnose

  • Ärztliche Untersuchung

Ein Arzt oder Zahnarzt erkennt eine RSA anhand ihres Aussehens und der Schmerzen, die sie hervorruft.

Behandlung

  • Schmerzmittel

  • Mundspülungen

  • Oral eingenommene Kortikosteroide

Die Behandlung besteht aus der Linderung der Schmerzen mit denselben üblichen Maßnahmen, die für andere wunde Stellen im Mund ergriffen werden ( Wucherungen und Entzündungen im Mund : Behandlung). Außerdem empfiehlt der Arzt häufig Mundspülungen mit Chlorhexidin. Sind zahlreiche Mundgeschwüre vorhanden, empfehlen Ärzte manchmal ein Kortikosteroid wie Dexamethason in Form einer Spülung. Sind weniger Mundgeschwüre vorhanden, empfehlen Ärzte andere Kortikosteroide wie Fluocinonid oder Clobetasol als Salbe oder in eine schützende Carboxymethylzellulose-Paste gemischt. Betroffene, die unter wiederholt auftretenden Mundgeschwüren leiden, sollten die Mundspülungen sofort anwenden, sobald sie das Gefühl haben, dass sich eine wunde Stelle entwickeln könnte. Patienten, die diese Kortikosteroide verwenden, können eine Stomatitis entwickeln, die von einer Candida albicans ( Kandidose : Symptome) verursacht wird.

Sollten die direkt auf die entzündete Stelle aufgetragenen Kortikosteroide nicht wirken, können auch Prednisontabletten eingenommen werden. Vor dem Verschreiben von Kortikosteroiden muss jedoch durch einen Arzt sichergestellt sein, dass der Patient keine orale Herpes simplex-Infektion hat, denn diese kann durch eine Einnahme von Kortikosteroiden verstärkt werden. Kortikosteroidhaltige Mundspülungen und Tabletten werden vom Körper stärker aufgenommen als Kortikosteroide aus Salben, und daher müssen die Nebenwirkungen berücksichtigt werden ( Kortikosteroide: Einsatz und Nebenwirkungen).

Weitere Informationen

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