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Arzneimittelforschung und -entwicklung

Von

Shalini S. Lynch

, PharmD, University of California San Francisco School of Pharmacy

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jul 2019| Inhalt zuletzt geändert Jul 2019
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Quellen zum Thema

Die Wirkung vieler derzeit verwendeter Arzneimittel Arzneimittel im Überblick Gemäß dem US-amerikanischen Gesetz ist ein Arzneimittel jedwede Substanz, die (im Unterschied zu Nahrungsmitteln oder Geräten) zur Verwendung bei der Diagnose, Heilung, Linderung und Behandlung... Erfahren Sie mehr wurde bei Versuchen an Tieren und Menschen entdeckt. Moderne Arzneimittel werden hingegen vielfach mit Blick auf eine bestimmte Erkrankung entwickelt. Es werden die biochemischen und zellulären Veränderungen, die eine Krankheit hervorruft, identifiziert und anschließend wird nach Substanzen gesucht, die solchen Erkrankungen gezielt vorbeugen bzw. die solche Erkrankungen gezielt korrigieren können, indem sie mit speziellen Bereichen des Körpers in Wechselwirkung treten. Wenn ein neues Arzneimittel vielversprechend scheint, wird seine Struktur für gewöhnlich viele Male verändert, um

Im Idealfall ist ein Arzneimittel

Bei der Entwicklung eines neuen Medikaments werden die durchschnittliche sowie die Standarddosierung ermittelt. Menschen sprechen jedoch unterschiedlich auf Arzneimittel an. Viele Faktoren, darunter Alter (siehe Arzneimittel im Alter Arzneimittel im Alter Arzneimittel, die häufigste medizinische Intervention, sind ein wichtiger Teil der medizinischen Versorgung für ältere Menschen. Ohne Arzneimittel wären viele ältere Menschen weniger leistungsfähig... Erfahren Sie mehr Arzneimittel im Alter ), Gewicht, genetische Disposition und das Vorliegen anderer Erkrankungen, beeinflussen das Ansprechen auf ein Arzneimittel (siehe Überblick über das Ansprechen auf Arzneimittel Überblick über das Ansprechen auf Arzneimittel Jeder reagiert anders auf Arzneimittel. Viele Faktoren beeinflussen, wie jemand auf ein Arzneimittel reagiert. Zu diesen Faktoren gehören u. a.: Erbfaktoren Alter Körpergröße Anwendung anderer... Erfahren Sie mehr ). Diese Faktoren sind zu bedenken, wenn ein Arzt die Dosis für einen bestimmten Patienten festlegt.

Stadien der Entwicklung eines Arzneimittels

Frühe Entwicklung

Sobald eine Substanz, die zur Behandlung einer Erkrankung nützlich erscheint, identifiziert wird, wird sie in Tierversuchen getestet (frühe, präklinische Entwicklungsphase). In der frühen Entwicklungsphase werden Informationen über Wirkungsweise und Wirksamkeit des Arzneimittels gesammelt und darüber, welche toxischen Wirkungen es entfaltet. Hierzu gehören auch mögliche Wirkungen auf die Zeugungsfähigkeit und Gesundheit des Nachwuchses. Viele Arzneimittel werden in dieser Phase aussortiert, da sie sich als unwirksam oder als zu toxisch (giftig) erweisen.

Wenn ein Arzneimittel in der Frühphase vielversprechend scheint, muss ein Programm zur klinischen Weiterentwicklung von einer geeigneten Institutionellen Prüfungskommission (IRB) genehmigt werden. Zeitgleich wird bei der FDA ein Zulassungsantrag zur Erforschung eines neuen Arzneimittels eingereicht. Wenn die FDA diese Anwendung genehmigt, darf das Arzneimittel an Menschen getestet werden. Diese folgenden Phasen werden als klinische Studien bezeichnet.

Klinische Studien

Diese Studien erfolgen in mehreren Phasen und nur mit Freiwilligen, die ihre freiwillige Teilnahme daran erklärt haben.

  • Phase I bewertet die Sicherheit des Arzneimittels und seine Toxizität beim Menschen. Unterschiedliche Mengen des Arzneimittels werden einer geringen Anzahl gesunder, junger, üblicherweise männlicher Probanden verabreicht, um die Dosis zu ermitteln, bei der eine Toxizität zuerst auftritt.

  • In der Phase II geht es darum, die Wirkung des Arzneimittels auf die entsprechende Erkrankung sowie die benötigte Dosis zu bestimmen. Unterschiedliche Mengen des Arzneimittels werden bis zu ca. 100 Personen verabreicht, die an der entsprechenden Erkrankung leiden, um zu sehen, ob eine vorteilhafte Wirkung erkennbar ist. Die nachweisliche Wirksamkeit eines Arzneimittels bei Tieren bedeutet nicht, dass es auch bei Menschen wirksam ist.

  • In der Phase III geht es um die Erprobung des Arzneimittels in einer größeren Patientengruppe (meist mehrere Hundert bis tausende Patienten). Diese Patienten werden danach ausgewählt, wie ähnlich sie den potenziellen tatsächlichen Anwendern des Arzneimittels sind. Die Wirksamkeit des Arzneimittels wird weiter erforscht, und etwaige Nebenwirkungen werden dokumentiert. Tests der Phase III vergleichen üblicherweise ein neues mit einem etablierten Arzneimittel, einem Placebo oder mit beiden.

Zusätzlich zur Bestimmung der Wirksamkeit eines Arzneimittels konzentrieren sich Studien am Menschen auf die Art und Häufigkeit von Nebenwirkungen und auf Faktoren, die Menschen für diese Wirkungen empfänglich machen (wie etwa Alter, Geschlecht, andere Erkrankungen und die Verwendung anderer Arzneimittel).

Zulassung

Wenn diese Untersuchungen belegen, dass das Arzneimittel wirksam und gut verträglich ist, wird bei der FDA ein Antrag auf Zulassung gestellt, dem alle Informationen aus den Untersuchungen an Tieren und Menschen, zu Herstellungsverfahren, Verschreibungsinformationen und Produkt-Etikettierung beigefügt werden. Die FDA prüft all diese Informationen und entscheidet, ob das Arzneimittel wirksam und verträglich genug ist, um es auf den Markt zu bringen. Wenn die FDA zustimmt, wird das Arzneimittel zugelassen. Der gesamte Ablauf dauert ungefähr zehn Jahre. Im Durchschnitt werden nur fünf von 4.000 im Labor untersuchten Substanzen überhaupt am Menschen getestet, und nur eine von fünf am Menschen getesteten Substanzen wird zugelassen und verschrieben.

Jedes Land verfügt über sein eigenes Zulassungsverfahren, das sich vom Verfahren in den Vereinigten Staaten unterscheiden kann. Nur weil ein Arzneimittel für die Anwendung in einem Land zugelassen ist, bedeutet dies nicht, dass es in einem anderen Land zur Verfügung steht.

Phase IV (Postmarketing)

Nach der Zulassung eines neuen Arzneimittels muss der Hersteller den Einsatz des Mittels überwachen und alle weiteren, zuvor nicht festgestellten Arzneimittelwirkungen sofort an die Zulassungsbehörde melden. Ärzte und Apotheker werden dazu aufgerufen, an der weiteren Überwachung des Arzneimittels mitzuwirken. Diese Überwachung ist wichtig, denn vor der Markteinführung eines Arzneimittels können selbst umfangreiche Studien nur relativ häufige unerwünschte Arzneimittelwirkungen aufdecken (die durchschnittlich einmal auf 1.000 verabreichte Dosen auftreten). Wichtige Nebenwirkungen, die nur einmal auf 10.000 (oder mehr) verabreichte Dosen auftreten, werden erst erkannt, wenn das Medikament von vielen Menschen verwendet wird, also nach der Markteinführung. Die FDA kann die Genehmigung entziehen, wenn neue Hinweise bestehen, dass ein Arzneimittel schwere Nebenwirkungen verursachen kann. Das Diäthilfsmittel Fenfluramin z. B. wurde vom Markt genommen, da es bei einigen Personen nach der Einnahme Herzstörungen hervorrief.

Tabelle
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