Msd Manual

Please confirm that you are not located inside the Russian Federation

honeypot link
Kurzinformationen

Dünndarmfehlbesiedlung

Von

The Manual's Editorial Staff

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jul 2020| Inhalt zuletzt geändert Jul 2020
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Erfahren Sie alle Einzelheiten

Der Magen-Darm-Trakt ist die Verbindung, die vom Mund bis zum After führt. Der Magen-Darm-Trakt umfasst die Speiseröhre (Ösophagus), den Magen sowie den Dünn- und Dickdarm. Im Darm wird die Nahrung resorbiert (aufgenommen). Im Darm leben gute Bakterien. Man benötigt die richtige Menge dieser guten Bakterien.

Was ist eine Dünndarmfehlbesiedlung?

Zu einer Fehlbesiedlung kommt es, wenn die guten Bakterien im Dünndarm zu stark wachsen. Die zusätzlichen Bakterien verhindern, dass alle Nährstoffe aus der Nahrung aufgenommen werden. Wenn Nährstoffe nicht richtig aufgenommen werden, nennt man dies Malabsorption.

  • Die zusätzlichen Bakterien im Darm verhindern, dass die Nahrung richtig verdaut wird.

  • Die Bakterien verbrauchen auch die Nährstoffe aus der Nahrung, die man für eine gute Gesundheit benötigt.

  • Manche Menschen haben keine Symptome, andere haben Durchfall, nehmen ab oder leiden unter Flatulenz und Blähungen.

  • Der Arzt kann einen Atemtest durchführen, Flüssigkeitsproben aus dem Dünndarm entnehmen oder Röntgenaufnahmen des Magen-Darm-Trakts durchführen.

  • Behandelt wird eine Fehlbesiedlung des Dünndarms mit Antibiotika und durch Veränderungen bei der Ernährung.

Wodurch wird eine Dünndarmfehlbesiedlung verursacht?

Die Dünndarmfehlbesiedlung wird hauptsächlich durch Folgendes verursacht:

  • Erkrankungen, die den Magen-Darm-Trakt verlangsamen, wodurch der Darm überschüssige Bakterien nicht entsorgen kann

Die häufigste Ursache einer solchen Verlangsamung ist Folgendes:

Andere Erkrankungen, die eine Verlangsamung verursachen können, sind unter anderem eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), systemische Sklerodermie und Amyloidose.

Bestimmte Arten von Darmoperationen und Komplikationen bei einem chirurgischen Eingriff können ebenfalls zu einer bakteriellen Überwucherung führen.

Was sind die Symptome einer Dünndarmfehlbesiedlung?

Manche Personen haben nur wenige Symptome oder weisen nur einen Gewichtsverlust auf.

Häufige Symptome sind:

  • Fettiger und übelriechender Durchfall

  • Bauchschmerzen

  • Blähung

  • Mehr Flatulenz als üblich

  • Nach Monaten und Jahren Vitamin- und Mineralstoffmangel

Vitamin- und Mineralstoffmangel kann Folgendes verursachen:

  • Niedrige Blutzellzahl (Anämie)

  • Neigung zu Blutergüssen

  • Kribbeln in Händen und Füßen

Woran erkennt der Arzt eine Dünndarmfehlbesiedlung?

Die Diagnose einer Dünndarmfehlbesiedlung stützt sich auf die Symptome und auf etwaige Krankheiten, die eine Überwucherung von Bakterien im Darm begünstigen. Er kann aber auch Folgendes vornehmen:

  • Untersuchung von Magen und Darm mit einem biegsamen Beobachtungsschlauch (Endoskopie)

  • Messung bestimmter Chemikalien im Atem

  • Röntgenaufnahmen des Magens nach dem Schlucken eines flüssigen Kontrastmittels

Wie wird eine Dünndarmfehlbesiedlung behandelt?

Behandlungsmöglichkeiten umfassen Folgendes:

  • Antibiotika

  • Aufnahme von weniger Kohlenhydraten und Ballaststoffen

  • Vitamine oder Mineralstoffe zum Ausgleich spezieller Mängel

Den meisten Personen geht es nach der 10- bis 14-tägigen Anwendung von Antibiotika besser.

Der Arzt kann eine Ernährung nahelegen, die fettreiche und kohlenhydrat- sowie ballaststoffarme Nahrungsmittel enthält, um die Bakterienneubildung zu verlangsamen.

HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für Patienten. ÄRZTE: Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Erfahren Sie

Testen Sie Ihr Wissen

Postpartale Infektionen der Gebärmutter
Infektionen, die nach der Geburt eines Babys entstehen, gehen in der Regel von der Gebärmutter aus. Bei welcher der folgenden Geburtsformen ist die Wahrscheinlichkeit einer Gebärmutterinfektion erhöht?

Auch von Interesse

NACH OBEN