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Systemische Sklerodermie

(Sklerodermie)

Von

The Manual's Editorial Staff

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mrz 2021| Inhalt zuletzt geändert Mrz 2021
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Was ist systemische Sklerodermie?

Systemische Sklerodermie führt zu Narbenbildung in Haut, Gelenken, Organen und Blutgefäßen.

  • Eine systemische Sklerodermie ist selten.

  • Sie tritt häufiger bei Frauen als bei Männern auf, in der Regel bei Menschen zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr.

  • Systemische Sklerodermie kann zu einer Straffung und Verhärtung der Haut sowie einer Schädigung anderer Organe führen.

  • Probleme können nur in einem Teil des Körpers oder in mehreren Organen im ganzen Körper auftreten.

  • Die systemische Sklerodermie verschlechtert sich mit der Zeit, aber durch eine Behandlung können Ihre Symptome gelindert werden.

Was verursacht systemische Sklerodermie?

Eine systemische Sklerodermie entsteht, wenn Ihr Gewebe zu viel Kollagen und andere Proteine bildet. Kollagen ist ein Protein, das Haut, Nägeln, Haaren, Sehnen und anderem Gewebe ihre Struktur verleiht. Zu viel Kollagen kann zu Verhärtungen und Vernarbungen führen.

Die Ursache der systemischen Sklerodermie ist unbekannt.

Welche Symptome ruft die systemische Sklerodermie hervor?

Hierzu zählen folgende Symptome:

  • Schwellung, Verdickung und Straffung der Haut, in der Regel an den Fingern

  • Finger werden blass und fühlen sich kribblig und taub an, wenn sie kalt werden (Raynaud-Syndrom)

  • Sodbrennen

  • Schluckbeschwerden

  • Kurzatmigkeit

  • Schmerzen in den Gelenken

  • Manchmal Muskelschmerzen und -schwäche

Eine systemische Sklerodermie kann dazu führen, dass sich zu viele Narben in anderen Organen des Körpers bilden, wie z. B. in den Gelenken, der Lunge, dem Verdauungssystem, dem Herzen und der Niere, und deren Funktionsweise einschränken. Wenn die Blutgefäße beschädigt werden, kann der Blutdruck ansteigen.

Manche Menschen mit diesen Symptomen leiden zudem an einer Mischkollagenose.

Woran erkennt der Arzt eine systemische Sklerodermie?

Der Arzt fragt nach den Symptomen und führt eine körperliche Untersuchung durch. Dabei können die folgenden Untersuchungsmethoden angewendet werden:

  • Bluttests

  • Atemtests

  • CT-Scan des Brustkorbs

  • Echokardiogramm (eine Art Ultraschallaufnahme, bei der mithilfe von Schallwellen ein Video erstellt wird, das zeigt, wie gut die Pumpfähigkeit des Herzens ist und wie gut die Herzklappen arbeiten)

  • EKG (ein Test, mit dem die elektrischen Aktivitäten des Herzens gemessen und auf Papier aufgezeichnet werden)

Wie wird eine systemische Sklerodermie behandelt?

Medikamente können nicht verhindern, dass die systemische Sklerodermie mit der Zeit schlimmer wird, aber sie können bei einigen Symptomen helfen. Es gibt folgende Behandlungsmöglichkeiten:

  • NSAR (wie z. B. Aspirin oder Ibuprofen) zur Linderung der Gelenkschmerzen

  • Medikamente, um das Immunsystem daran zu hindern, das eigene Gewebe zu schädigen

  • Medikamente zur Reduzierung des Sodbrennens

  • Medikamente zur Erweiterung der Blutgefäße und Senkung des Blutdrucks

  • Bewegungsübungen und Physiotherapie

  • Manchmal eine Lungentransplantation

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