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Entbindung

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Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Okt 2018| Inhalt zuletzt geändert Okt 2018
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Die Wehen sind das erste Stadium einer Geburt. Während der Wehen ziehen sich die Muskeln des Uterus (Gebärmutter) immer wieder zusammen, sodass sich Ihr Gebärmutterhals öffnet und Ihr Baby herausgeschoben wird. Diese Pressbewegungen werden als Kontraktionen bezeichnet.

Die Entbindung umfasst das zweite und dritte Stadium der Geburt. Die eigentliche Geburt des Babys ist das zweite Stadium. Die Entbindung der Nachgeburt (Plazenta) ist das dritte Stadium. In dieser Stadien durchlaufen das Baby und dann die Nachgeburt den Geburtskanal und treten aus.

Bei einem Kaiserschnitt (Schnittentbindung) entbindet der Arzt Ihr Baby durch einen Einschnitt im Bauch.

In den meisten Fällen geht diese Entbindung gut, aber Sie werden dennoch auf mögliche Komplikationen überwacht.

Wo werde ich mein Baby zur Welt bringen?

Normalerweise befinden Sie sich in einem Krankenhaus oder Geburtshaus.

In manchen Krankenhäusern sind Sie in einem Zimmer für die Wehen und dann in einem anderen Zimmer für die Entbindung.

In anderen Einrichtungen bleiben Sie sowohl während der Wehen als auch bei der Entbindung im selben Zimmer.

Was geschieht, wenn ich gebäre?

Wenn Sie kurz vor dem Gebären sind, können Ärzte und Pflegekräfte Ihnen dabei helfen, eine halb sitzende Position einzunehmen, wobei Sie sich weder ganz hinlegen noch richtig aufrecht sitzen. Diese Position dient Folgendem:

  • Sie hilft dem Baby dabei, sich langsam in Richtung Scheide zu bewegen

  • Die Gefahr einer Verletzung von Rücken oder Becken ist für Sie geringer

Manche Frauen bevorzugen die Geburt in einer liegenden oder sonstigen Position.

Während der Entbindung unternimmt der Arzt oder die Hebamme Folgendes:

  • Beobachtung Ihrer Scheide, um den Kopf Ihres Babys zu finden

  • Anweisung an Sie, bei jeder Kontraktion zu pressen

  • Unterstützung des Kopfes Ihres Babys, wenn er aus Ihrer Scheide kommt, um ein Reißen zu vermeiden

  • Seitliches Wenden des Körpers Ihres Babys, damit die Schultern hintereinander herauskommen

  • Auffangen des Babys

Nachdem Ihr Baby geboren wurde, unternimmt der Arzt oder die Hebamme Folgendes:

  • Absaugen von Flüssigkeit und Schleim aus Nase und Mund Ihres Babys

  • Abklemmen und Abschneiden der Nabelschnur – dies ist weder für Sie noch für Ihr Baby mit Schmerzen verbunden

  • Abtrocknen Ihres Babys und in eine Decke wickeln

  • Baby in einen Korb oder in Ihre Arme legen

Was kann bei der Entbindung helfen?

Manchmal beschleunigt der Arzt eine Entbindung, weil das Baby oder die Mutter ärztliche Hilfe benötigt. Ein Baby kann wie folgt schneller entbunden werden:

  • Vakuumextraktion (eine Saugglocke, mit deren Hilfe der Arzt das Baby herauszieht)

  • Geburtszange (ein Greifgerät, mit dessen Hilfe der Arzt das Baby herauszieht)

  • Episiotomie (ein kleiner Schnitt in das Scheidengewebe, um den Geburtskanal zu erweitern, sodass Ihr Baby leichter herauskommt)

Wie wird die Plazenta ausgestoßen?

Die Plazenta ist die Nachgeburt. Es handelt sich um ein tellergroßes Stück Gewebe, das mit Ihrer Gebärmutter verbunden ist und Ihrem Baby Sauerstoff und Nährstoffe zur Verfügung stellt. Es ist mit Ihrem Baby über die Nabelschnur verbunden.

  • In der Regel tritt die Plazenta innerhalb von 30 Minuten nach der Geburt von selbst aus.

  • Der Arzt oder die Hebamme kann Ihren Bauch massieren und Ihnen das Medikament Oxytocin verabreichen, damit sich Ihre Gebärmutter zusammenzieht und die Plazenta ausstößt.

Wenn die Plazenta nicht oder nur teilweise herauskommt, muss der Arzt möglicherweise in die Gebärmutter greifen, um die Plazenta zu entfernen.

Was geschieht nach der Entbindung?

Nachdem die Plazenta herausgekommen ist, kann der Arzt oder die Hebamme Ihre Gebärmutter bei der Kontraktion wie folgt unterstützen:

  • Bauchmassagen

  • Verabreichung des Medikaments Oxytocin

Ihr Arzt wird auch etwaige Risse oder Schnitte in Gebärmutterhals und Scheide vernähen.

Dann werden Sie und Ihr Baby mehrere Stunden lang zum Bonding in einem Erholungszimmer verbringen. In manchen Krankenhäusern bleibt Ihr Baby während Ihres gesamten Aufenthalts in Ihrem Zimmer. In anderen Krankenhäusern wird Ihr Baby zum Teil auch auf die Säuglingsstation gebracht.

Die meisten Probleme treten innerhalb von 24 Stunden nach der Entbindung auf. Pflegekräfte und Ärzte werden Sie und Ihr Baby während dieser Zeit regelmäßig untersuchen.

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