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Medikamentöse Behandlung von Diabetes mellitus

Von

Erika F. Brutsaert

, MD, New York Medical College

Überprüft/überarbeitet Okt 2022
DIE AUSGABE FÜR MEDIZINISCHE FACHKREISE ANSEHEN
Kurzinformationen
Quellen zum Thema

Es gibt zwei Arten von Diabetes mellitus:

Zur allgemeinen Behandlung von Typ-1-Diabetes Behandlung Diabetes mellitus ist eine Erkrankung, bei welcher der Körper nicht genügend Insulin produziert oder nicht in der Lage ist, auf das gebildete Insulin richtig zu reagieren. In der Folge ist der... Erfahren Sie mehr zählt häufig eine Umstellung der Lebensgewohnheiten, unter anderem Gewichtsverlust, gesunde Ernährung und Sport. Menschen mit Typ-1-Diabetes müssen Insulin spritzen und regelmäßig ihre Blutzuckerwerte kontrollieren.

Zur allgemeinen Behandlung von Typ-2-Diabetes Behandlung Diabetes mellitus ist eine Erkrankung, bei welcher der Körper nicht genügend Insulin produziert oder nicht in der Lage ist, auf das gebildete Insulin richtig zu reagieren. In der Folge ist der... Erfahren Sie mehr zählt eine Umstellung der Lebensgewohnheiten, unter anderem Gewichtsverlust, gesunde Ernährung und Sport. Manche Menschen mit Typ-2-Diabetes können ihre Blutzuckerwerte allein über die Ernährung und körperliche Aktivität kontrollieren. Die meisten benötigen jedoch Medikamente zur Senkung des Blutzuckerspiegels und manchmal auch Insulin. Menschen, die für Medikamente für Typ-2-Diabetes einnehmen, müssen häufig täglich bis mehrmals am Tag ihren Blutzucker kontrollieren Überwachung der Diabetes-Behandlung Diabetes mellitus ist eine Erkrankung, bei welcher der Körper nicht genügend Insulin produziert oder nicht in der Lage ist, auf das gebildete Insulin richtig zu reagieren. In der Folge ist der... Erfahren Sie mehr .

Ärzte müssen bei der Behandlung von Diabetes mit Medikamenten vorsichtig sein, da Insulin und einige der oral verabreichten Medikamente den Blutzuckerspiegel zu stark senken können (Hypoglykämie Hypoglykämie (Unterzuckerung) Bei einer Unterzuckerung enthält das Blut ungewöhnlich wenig Zucker (Glukose). Unterzuckerung (Hypoglykämie) wird häufig durch die Medikamente ausgelöst, die den Diabetes kontrollieren sollen... Erfahren Sie mehr ).

Insulintherapie

Menschen mit Typ-1-Diabetes benötigen fast immer eine Therapie mit Insulin und werden ohne diese Behandlung sehr krank. Viele Menschen mit Typ-2-Diabetes benötigen ebenfalls Insulin. In der Regel wird Insulin unter die Haut gespritzt. Für bestimmte Menschen gibt es auch Insulin zum Inhalieren. Das wird aber nicht häufig eingesetzt. Insulin kann zurzeit noch nicht oral eingenommen werden, da Insulin im Magen zerstört wird. Neue Formen von Insulin, die beispielsweise oral eingenommen werden können, werden untersucht.

Insulin wird in das Unterhautfettgewebe gespritzt, in der Regel in den Arm, den Oberschenkel oder den Bauch. Kleine Spritzen mit sehr dünnen Nadeln machen die Injektionen nahezu schmerzlos.

Ein Insulin-Pen, der eine mit Insulin gefüllte Patrone enthält, ist für viele Menschen für das Tragen und Anwenden von Insulin angenehm, insbesondere für Menschen, die täglich mehrere Injektionen außerhalb von zuhause nehmen.

Ein anderes Produkt ist eine Insulinpumpe, die Insulin kontinuierlich aus einem Tank durch eine kleine in der Haut belassene Kanüle (ein hohles Kunststoffröhrchen) pumpt. Die Rate der Insulin-Verabreichung kann an die Tageszeit, ob die Person körperlich aktiv ist oder an andere Maßgaben angepasst werden. Menschen können nach Bedarf für Mahlzeiten oder, um hohe Blutzuckerspiegel auszugleichen, zusätzliche Dosen von Insulin freisetzen. Die Pumpe imitiert genauer, wie der Körper normalerweise Insulin produziert. Eine Therapie mit einer Pumpe kommt für einige Patienten infrage, die mehr als drei Injektionen täglich benötigen. Für manche Menschen bietet die Pumpe ein zusätzliches Maß an Kontrolle, während andere das Tragen der Pumpe als unangenehm empfinden oder an der Stelle der Nadel eine Wunde entwickeln.

Es gibt auch Systeme mit hybrider Closed-Loop-Insulin-Abgabe. Mit diesen Systemen (die manchmal auch künstliche Bauchspeicheldrüse genannt werden) errechnet ein Algorithmus automatisch die eingangs benötigten Insulin-Dosen mithilfe einer Insulin-Pumpe auf Basis der Daten aus einem kontinuierlich messenden Monitor und verabreicht dann die Dosen automatisch. Das Gerät befreit Diabetiker aber nicht von der Notwendigkeit, ihren Blutzuckerspiegel zu messen und sich vor den Mahlzeiten Insulin zu verabreichen.

Formen von Insulin

Insulin ist in vier Grundformen erhältlich, unterteilt nach Wirkbeginn und Wirkdauer:

  • Schnellwirksame Insuline sind unter anderem die Insuline Lispro, Aspart und Glulisin. Sie wirken am schnellsten, erreichen ihre maximale Wirksamkeit in ca. 1 Stunde und wirken dann 3 bis 5 Stunden. Schnellwirksame Insuline werden zu Beginn einer Mahlzeit gespritzt.

  • Kurzwirksames Insulin, wie etwa reguläres Insulin, wirkt etwas langsamer und dafür etwas länger als schnellwirksames Insulin. Normalinsulin erreicht seine maximale Aktivität nach 2 bis 4 Stunden und wirkt für 6 bis 8 Stunden. Es wird 30 Minuten vor einer Mahlzeit gespritzt.

  • Intermediär wirksames Insulin wie etwa das Insulin Isophan (manchmal als Neutral Protamin Hagedorn [NPH] oder NPH bezeichnet) oder das U-500-Insulin beginnt nach einer halben bis zwei Stunden später zu wirken, erreicht seine maximale Aktivität nach 4 bis 12 Stunden und hält 13 bis 26 Stunden an, je nachdem, welches intermediär wirksame Insulin verwendet wird. Diese Art Insulin wird morgens gespritzt, um den Bedarf am ersten Teil des Tages zu decken, oder am Abend, um den Bedarf während der Nacht abzudecken.

  • Lang wirksames Insulin, wie Insulin glargin oder detemir, U-300-Insulin glargin oder Insulin degludec, zeigt in den ersten Stunden kaum Wirkung, stellt danach aber, abhängig vom verwendeten Typ, die Versorgung für 20 bis 40 Stunden sicher.

Sowohl schnellwirksames Insulin als auch kurzwirksames Insulin werden häufig von Menschen verwendet, die sich mehrmals täglich Insulin spritzen und die zu den Mahlzeiten zusätzliches Insulin benötigen.

Einige Kombinationen von Insulin sind bereits fertig gemischt erhältlich. Außerdem sind konzentrierte Insuline für Menschen erhältlich, die hohe Dosen Insulin benötigen.

Inhalatives Insulin ist in einigen Situationen für Menschen vorgesehen, die nicht in der Lage oder bereit dazu sind, sich Insulin zu spritzen. Inhalatives Insulin ist als Inhalator (ähnlich wie ein Asthmaspray) verfügbar und das Insulin wird von den Menschen über die Lungen aufgenommen. Inhalatives Insulin wirkt ähnlich wie kurz wirksames Insulin und muss mehrmals am Tag inhaliert werden. Die Betroffenen müssen unter Umständen auch Injektionen mit lang wirksamem Insulin erhalten. So lange Patienten inhalatives Insulin verwenden, kontrollieren Ärzte ihre Lungenfunktion alle 6 bis 12 Monate.

Insulinzubereitungen halten sich bei Raumtemperatur bis zu einem Monat und lassen sich überallhin transportieren und können zur Arbeit oder auf eine Reise mitgenommen werden. Insulin sollte dennoch nicht extremen Temperaturen ausgesetzt werden und bei einer Lagerung über einem Monat im Gefrierschrank aufbewahrt werden.

Auswahl des Typs und der Dosis von Insulin

Die Auswahl des Insulins ist komplex. Folgende Faktoren werden berücksichtigt, wenn Ärzte entscheiden, welches Insulin das Beste ist und wie viel Insulin verwendet werden soll:

Manchmal empfehlen Ärzte ihren Patienten, zwei Insuline – ein schnellwirksames und ein mittellang wirksames Insulin – in einer Morgendosis zu kombinieren. Eine zweite Injektion eines Insulins oder von beiden kann beim Mittagessen oder vor dem Schlafengehen gespritzt werden.

Manche Personen nehmen jeden Tag die gleiche Menge Insulin. Andere Menschen, besonders Betroffene mit Typ-1-Diabetes Typ-1-Diabetes Diabetes mellitus ist eine Erkrankung, bei welcher der Körper nicht genügend Insulin produziert oder nicht in der Lage ist, auf das gebildete Insulin richtig zu reagieren. In der Folge ist der... Erfahren Sie mehr , müssen ihre Insulindosis anpassen, besonders die Dosen, die um die Mahlzeiten herum eingenommen werden, je nachdem, was sie essen, wie körperlich aktiv sie sind oder wie ihre Blutzuckerspiegel ausfallen. Außerdem kann sich der Insulinbedarf ändern, wenn Personen Gewicht zunehmen oder verlieren oder emotionalen Stress oder Krankheiten, insbesondere Infektionen, erleiden.

Um einen Dosisplan anpassen zu können, muss ein langwirksames Insulin morgens oder abends zusammen mit mehreren anderen Spritzen eines schnellwirksamen Insulin tagsüber während der Mahlzeiten gespritzt werden. Anpassungen werden vorgenommen, wenn sich der Insulinbedarf ändert. Messungen des Blutzuckerspiegels zu verschiedenen Zeitpunkten während des Tages helfen bei der Bestimmung der Anpassung. Bei diesem Dosisplan müssen sich die Betroffenen sehr gut mit Diabetes mellitus auskennen, und genau auf Details ihrer Behandlung achtgeben.

Hypoglykämie (Unterzuckerung)

Die häufigste Komplikation bei der Behandlung von hohem Blutzuckerspiegel mit Insulin sind niedrige Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie Hypoglykämie (Unterzuckerung) Bei einer Unterzuckerung enthält das Blut ungewöhnlich wenig Zucker (Glukose). Unterzuckerung (Hypoglykämie) wird häufig durch die Medikamente ausgelöst, die den Diabetes kontrollieren sollen... Erfahren Sie mehr ). Hypoglykämie tritt häufiger bei Betroffenen auf, die versuchen, ihren Blutzuckerspiegel streng zu kontrollieren.

Symptome einer leichten oder mittelschweren Hypoglykämie sind unter anderem Kopfschmerzen, Schwitzen, Herzrasen, Schwindel, verschwommenes Sehen, Erregtheit und Verwirrung. Symptome einer schwereren Hypoglykämie sind unter anderem Krampfanfälle und Bewusstseinsverlust. Bei älteren Menschen kann eine Hypoglykämie schlaganfallähnliche Symptome hervorrufen.

Menschen, die häufig unter Hypoglykämie leiden, bemerken Anfälle einer Unterzuckerung vielleicht gar nicht, weil sie die Symptome gar nicht mehr wahrnehmen (Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörungen).

Ärzte müssen die Betroffenen darin schulen, wies sie die Symptome einer Hypoglykämie erkennen und behandeln müssen. Für gewöhnlich kann der Betroffene etwas Süßes, wie ein Stück Schokolade, essen oder einen Fruchtsaft trinken, damit der Blutzuckerspiegel wieder rasch ansteigt. Die Betroffenen können auch Glukosetabletten für den Fall einer Unterzuckerung bei sich tragen. Weil unterzuckerte Menschen zu verwirrt sein können, um zu verstehen, dass sie an einer Hypoglykämie leiden, ist es wichtig, dass die Haushaltsmitglieder und andere Vertrauenspersonen der Betroffenen die Anzeichen einer Hypoglykämie ebenfalls erkennen können.

Insulin-Antikörper

In sehr seltenen Fällen produziert der Körper gegen das injizierte Insulin Antikörper, weil das gespritzteInsulin nicht genau dem vom Körper hergestellten Insulin entspricht. Diese Antikörper können die Wirkung von Insulin beeinträchtigen und sehr hohe Dosen erfordern.

Allergische Reaktionen auf Insulin

Insulininjektionen können die Haut und die darunter liegenden Gewebe beeinträchtigen. Allergische Reaktionen, die jedoch selten auftreten, verursachen für mehrere Stunden Schmerzen und Brennen, Rötung, Jucken und Schwellungen rund um die Einstichstelle. Sehr selten kann dann der Betroffene eine anaphylaktische Reaktion Anaphylaktische Reaktionen Anaphylaktische Reaktionen sind plötzlich auftretende, umfassende, potenziell schwere und lebensbedrohliche allergische Reaktionen. Sie beginnen oft mit einem Gefühl des Unbehagens, gefolgt... Erfahren Sie mehr nach der Verabreichung einer Injektion von Insulin haben.

Hautreaktionen auf Insulin

Die Injektionen mit Insulin können zu Fettansammlungen führen, die Knoten in der Haut bilden oder Fett zerstören und Dellen hervorrufen. Eine Hautreaktion ist zwar keine allergische Reaktion, aber sie kann die Aufnahme des gespritzten Insulins verschlechtern. Daher ist es wichtig, dass die Injektionsstellen ständig gewechselt werden. Beispielsweise kann an einem Tag der Oberschenkel, an einem anderen der Bauch und danach in den Arm gespritzt werden, um diese Probleme zu vermeiden.

Oral verabreichte Antidiabetika

  • Insulin-Sektretagoga, welche die Bauchspeicheldrüse zur Produktion von mehr Insulin anregen

  • Insulin-Sensitizer, die sich nicht auf die Ausschüttung von Insulin auswirken, sondern die Reaktion des Körpers auf die Ausschüttung verstärken

  • Einige Medikamente verzögern die Aufnahme (Resorption) von Glukose über den Darm.

  • Einige Medikamente erhöhen die Ausscheidung von Glukose über den Urin.

Insulin-Sekretagoga sind unter anderem Sulfonylharnstoffe (z. B. Glyburid, Glipizid und Glimepirid) und Meglitinide (z. B. Repaglinid und Nateglinid).

Insulin-Sensitizer sind unter anderem Biguanide (z. B. Metformin) und Thiazolidinedione (z. B. Pioglitazon).

Medikamente, die die Aufnahme (Resorption) von Glukose über den Darm verzögern, sind unter anderem Alpha-Glukosidase-Hemmer (z. B. Acarbose und Miglitol).

Medikamente, die die Glukoseausscheidung über den Urin erhöhen, sind unter anderem Hemmer der Natrium/Glukose-Cotransporter 2 (Sodium-Glucose Co-Transporter 2, SGLT2-Hemmer) (z. B. Canagliflizon, Dapagliflozin und Empagliflozin).

Dipeptidylpeptidase-4 (DPP 4)-Hemmer (z. B. Sitagliptin, Saxagliptin, Linagliptin und Alogliptin) regen die Bauchspeicheldrüse zur Bildung von mehr Insulin an und hemmen gleichzeitig die Aufnahme von Glukose im Darm. Diese Medikamente wirken, indem sie das Glucagon-ähnliche Peptid 1 (Glucagon-Like Peptide, GLP-1) erhöhen.

Typ-2-Diabetikern werden oft oral verabreichte Antidiabetika verschrieben, wenn der Blutzuckerspiegel mit Ernährungsumstellungen oder körperlicher Aktivität nicht ausreichend gesenkt werden kann. Die Medikamente werden manchmal nur einmal täglich am Morgen eingenommen, wobei manche Menschen zwei oder drei Dosen benötigen. Wenn ein Medikament allein nicht ausreicht, können mehr als eine Art von oral verabreichten Medikamenten und/oder ein oral einzunehmendes Medikament plus Insulin oder ein zu spritzendes Medikament mit Glukagon-ähnlichem Peptid 1 (GLP-1) oder ein dualer Inkretin-Agonist verwendet werden.

Tabelle

Injizierbare Antidiabetika

Es gibt zwei weitere Formen von injizierbaren Antidiabetika:

  • Glukagon-ähnliche Peptid 1 (GLP-1)-Medikamente

  • Amylin-ähnliche Medikamente

Injizierbare Antidiabetika werden zusammen mit anderen Antidiabetika verabreicht.

Glukagon-ähnliche Peptidagonisten (GLP-1-Medikamente) funktionieren weitgehend durch Erhöhung der Insulin-Ausscheidung der Bauchspeicheldrüse. Diese Medikamente verlangsamen auch die Beförderung des Nahrungsbreis aus dem Magen (was zu einer Verlangsamung des Blutzuckeranstiegs führt) und zügeln somit den Appetit und fördern die Gewichtsabnahme. GLP-1-Medikamente werden gespritzt (als Injektion verabreicht). Die am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen sind Übelkeit und Erbrechen. Diese Medikamente könnten das Risiko für eine Pankreatitis Übersicht über Pankreatitis Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) ist eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) ist ein blattförmiges Organ von etwa 13 Zentimetern Länge. Sie ist... Erfahren Sie mehr (eine schmerzhafte Entzündung der Bauchspeicheldrüse) erhöhen. Dafür liegen bisher jedoch noch keine stichhaltigen Beweise vor. Sie sollten nicht bei Menschen angewendet werden, die selbst oder in der Familie einen Fall von medullären Schilddrüsenkrebs medullärem Schilddrüsenkrebs Die Ursache für Schilddrüsenkrebs ist unbekannt, allerdings reagiert das Organ sehr empfindlich auf Strahlung, wodurch kanzeröse Veränderungen entstehen können. Ein Schilddrüsenkrebs ist häufiger... Erfahren Sie mehr hatten, da Tierstudien ein erhöhtes Risiko für einige Formen von Schilddrüsentumoren nachgewiesen haben. Bisher haben Daten aus großen klinischen Studien keine Zunahme dieser Formen von Krebs beim Menschen gezeigt.

Tirzepatid ist ein Medikament, das sowohl auf den GLP-1-Rezeptor wirkt (z. B. GLP-1-Medikamente) als auch auf einen anderen Rezeptor, der als GIP(glukoseabhängiges insulinotropes Peptid)-Rezeptor bezeichnet wird und ebenfalls die Ausschüttung (Sekretion) von Insulin und den Gewichtsverlust beeinflusst. Dieses Medikament kann auch bei fettleibigen (adipösen) Patienten mit Typ-2-Diabetes eingesetzt werden.

Amylin-ähnliche Medikamente simulieren den Mechanismus von Amylin, einem Bauchspeicheldrüsenhormon, das an der Regulierung des Blutzuckerspiegels nach dem Essen beteiligt ist. Pramlintid ist das derzeit einzige verfügbare Amylin-ähnliche Medikament. Es unterbindet die Ausscheidung des Hormons Glukagon. Da Glukagon den Blutzucker erhöht, hilft Pramlintid bei der Senkung des Blutzuckers. Es verlangsamt zudem den Verdauungsprozess im Magen und sorgt damit für ein längeres Völlegefühl. Es wird als Injektion verabreicht und in Kombination mit dem Mahlzeiten-Insulin bei Menschen mit Typ-1- oder Typ-2-Diabetes eingesetzt.

Tabelle

Andere Medikamente, die Diabetiker erhalten

Weitere Informationen

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für Patienten. ÄRZTE: DIE AUSGABE FÜR MEDIZINISCHE FACHKREISE ANSEHEN
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