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Onychomykose

(Tinea unguium)

Von

Chris G. Adigun

, MD, Dermatology & Laser Center of Chapel Hill

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Dez 2019| Inhalt zuletzt geändert Dez 2019
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Quellen zum Thema

Eine Onychomykose ist eine Pilzinfektion der Nägel.

Etwa 10 % der Menschen haben Onychomykose, die häufiger die Zehennägel als die Fingernägel betrifft. Am häufigsten betroffen sind ältere Personen, insbesondere Männer, und Patienten mit eingeschränkter Durchblutung der Füße (periphere Arterienerkrankung [ Fußpflege]), Diabetes ( Erkrankungen der Füße bei Diabetes), einem geschwächten Immunsystem (infolge einer Erkrankung oder eines Medikaments), Fußpilz oder Nageldystrophien.

Onychomykose tritt häufig wieder auf, selbst nach einer lang andauernden Behandlung.

Ursachen

Die meisten Fälle werden durch Dermatophyten verursacht. Dermatophyten sind Schimmelpilze. Der Pilz kann durch Kontakt mit einer infizierten Person oder durch Kontakt mit einer Oberfläche, auf der der Pilz vorhanden ist (wie dem Boden des Badezimmers), entstehen.

Symptome

Infizierte Nägel haben ein anomales Erscheinungsbild, jucken oder schmerzen aber nicht. Bei leicht verlaufenden Infektionen entstehen weiß oder gelb verfärbte Flecken auf den Nägeln. Eine kreideähnliche, weiße Schicht kann sich langsam unter der Nageloberfläche ausbreiten. Bei schwereren Infektionen verdicken sich die Nägel, deformieren und verfärben sich. Sie können sich auch vom Nagelbett ( Tumoren der Nägel) ablösen. Unter den freien Rändern sammelt sich für gewöhnlich das Abbaumaterial des infizierten Nagels.

Diagnose

  • Ärztliche Untersuchung

  • Untersuchung des Abbaumaterials des Nagels und abgeschnittener Nägel

Die Diagnose stützt sich normalerweise auf das charakteristische Aussehen der Nägel. Um die Diagnose einer Onychomykose zu bestätigen, kann eine Probe des Abbaumaterials des Nagels mikroskopisch untersucht und manchmal kann davon eine Kultur angelegt werden, um die Art des Pilzes zu bestimmen, der die Infektion verursacht, oder ein Teil des Nagels kann abgeschnitten und mit einer sogenannten Polymerase-Kettenreaktion (PCR) untersucht werden. Der Test mit der PCR-Methode ist dazu bestimmt, eine Vielzahl an Genkopien zwecks einer einfacheren Erkennung des Pilzes zu bilden.

Behandlung

  • Orale Antipilzmittel

  • Manchmal topische Antipilzmittel

  • Unter Umständen eine Lasertherapie

Diese Pilzinfektionen sind schwierig zu heilen, verursachen aber in der Regel keine Komplikationen, deshalb wird eine Behandlung nur dann empfohlen, wenn die Symptome besonders schwer oder belastend sind oder bei dem Betroffenen ein Komplikationsrisiko besteht. Patienten mit Diabetes oder peripherer Gefäßerkrankung und Onychomykose könnten beispielsweise eine potenziell schwerwiegende Infektion der Haut und des Weichgewebes in den Füßen und Beinen (Zellulitis) entwickeln.

Orale Antipilzmittel

Wenn eine Behandlung erwünscht ist, muss der Arzt in der Regel ein Medikament zum Einnehmen (orales Medikament), z. B. Terbinafin, Fluconazol oder Itraconazol, verschreiben. Diese Antipilzmittel werden über einen langen Zeitraum eingenommen, typischerweise mindestens mehrere Monate lang. Doch selbst dann sieht der Nagel erst dann normal aus, wenn ein neuer, gesunder Nagel vollständig nachgewachsen ist, was 12 bis 18 Monate dauern kann. Bei dem bereits deformierten oder verfärbten Nagel tritt keine Besserung ein, lediglich nachwachsende Nägel sollten normal aussehen.

Topische Behandlungen

Ciclopirox ist ein Antimykotikum (Antipilzmittel), das in Nagellack enthalten ist, welches zwar allein angewandt nicht besonders wirksam ist, aber die Heilungsrate steigern kann, wenn es zusätzlich zu oral eingenommenen Medikamenten verwendet wird. Efinaconazol und Tavaborol sind neue Antipilzmittel, die direkt auf den Nagel (topisch) aufgetragen werden können. Sie sind nicht so wirksam wie Medikamente zum Einnehmen, können aber die Chance der Heilung der Infektion erhöhen, wenn sie mit oralen Medikamenten kombiniert werden. Sie können auch von Menschen angewendet werden, die eines der oralen Medikamente nicht einnehmen können.

Nichtpharmakologische Behandlungen

Die Lasertherapie hat sich nicht als wirksame Behandlung der Onychomykose erwiesen.

Fußpflege

Um die Möglichkeit eines Wiederauftretens zu verringern, sollten die Nägel kurz geschnitten gehalten und die Füße (einschließlich des Bereichs zwischen den Zehen) nach dem Baden abgetrocknet und saugfähige Socken getragen werden. Es kann auch ein pilzhemmendes Puder oder eine pilzhemmende Creme verwendet werden. Alte Schuhe können eine hohe Dichte von Pilzsporen aufweisen und sollten daher möglichst nicht getragen werden.

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