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Alopecia areata

Von

Wendy S. Levinbook

, MD, Hartford Dermatology Associates

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Okt 2019| Inhalt zuletzt geändert Okt 2019
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Kurzinformationen
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Alopecia areata ist ein plötzlicher fleckiger Haarausfall, ohne dass eine offensichtliche Ursache wie eine Haut- oder allgemeine innere Erkrankung vorliegt.

Alopecia areata ist häufig. Alopecia areata kann bei beiden Geschlechtern und in jedem Alter auftreten, ist jedoch bei Kindern und jungen Erwachsenen am häufigsten.

Die Alopecia areata kann auf eine Autoimmunreaktion zurückzuführen sein, bei der die Abwehrkräfte des Körpers die eigenen Haarfollikel angreifen. Sie ist nicht die Folge einer anderen Erkrankung, obwohl einige Betroffene ggf. auch an einer zudem vorhandenen Schilddrüsenstörung oder Vitiligo (einer Hautpigmentstörung) leiden.

Symptome

Bei Alopecia areata entstehen plötzlich unregelmäßige kahle Stellen. An den Konturen der kahlen Flecken sind typischerweise kurze, abgebrochene Haare (ähnlich wie Ausrufezeichen) zu sehen. Der Haarausfall entsteht gewöhnlich auf dem Kopf oder in der Bartregion. Manchmal fällt das gesamte Kopfhaar aus (Alopecia totalis) oder der Haarausfall betrifft die Seiten und hinteren Ränder der Kopfhaut (Ophiasis) oder es kommt zu Haarausfall am Scheitel, aber nicht an den Seiten (Sisaipho). Nur selten kommt es zum Verlust der kompletten Körperbehaarung (Alopecia universalis).

Die Nägel können Grübchen bekommen und rau werden oder die Halbmonde unten am Nagel (Lunula) können rot sein.

Diagnose

  • Untersuchung durch den Arzt

Der Arzt untersucht die Kopfhaut, die Körperoberfläche und die Nägel.

Sonstige Erkrankungen werden durch Tests ausgeschlossen.

Behandlung

  • Kortikosteroide

  • Medikamente oder Chemikalien, die direkt auf die Haut aufgetragen werden

  • Manchmal Methotrexat

Alopecia areata kann mit Kortikosteroiden behandelt werden. Wenn es sich um kleine kahle Stellen handelt, werden an diesen Stellen gewöhnlich Kortikosteroide unter die Haut gespritzt; zudem kann Minoxidil örtlich angewandt werden. Größere Flecken können mit Kortikosteroiden behandelt werden, die entweder auf die Kopfhaut aufgetragen oder in seltenen Fällen oral eingenommen werden.

Andere Behandlungen gegen Haarausfall umfassen das Auftragen von Chemikalien wie Anthralin, Diphenylcyclopropenon oder Quadratsäuredibutylester auf die Kopfhaut. Dies führt zu einer leicht reizenden oder allergischen Reaktion, was manchmal das Haarwachstum fördert. Diese Behandlungen werden für gewöhnlich bei intensivem Haarausfall und dann verabreicht, wenn andere Behandlungen nicht anschlagen.

In schwereren Fällen kann orales Methotrexat eingenommen werden. Dieses Medikament kann mit oralen Kortikosteroiden kombiniert werden. Sogenannte Januskinase-(JAK-)Hemmer, Medikamente, die zur Behandlung anderer Autoimmun- und Bluterkrankungen angewendet werden, sind ggf. bei der Behandlung von Alopecia areata nützlich.

Der Arzt und der/die Betroffene können auch beschließen, die Alopecia areata nicht zu behandeln, da sie in leichteren Fällen gelegentlich von alleine wieder abklingt. Bei manchen Betroffenen kann es sein, dass das Haar innerhalb einiger Monate wieder nachwächst. Bei Menschen mit ausgedehntem Haarausfall ist ein Nachwachsen weniger wahrscheinlich.

Weitere Informationen

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