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Eitrige Labyrinthitis

Von

Lawrence R. Lustig

, MD, Columbia University Medical Center and New York Presbyterian Hospital

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Feb 2019| Inhalt zuletzt geändert Feb 2019
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Eitrige Labyrinthitis ist eine bakterielle Infektion des Innenohrs, die oft zu Gehörlosigkeit und zum Verlust des Gleichgewichtssinns führt.

Das Labyrinth ist der knöcherne Hohlraum, der das Innenohr enthält. Das Innenohr umfasst die für das Gehör (die Hörschnecke bzw. Cochlea) und für den Gleichgewichtssinn zuständigen Organe (siehe auch Das Innenohr im Überblick). Eitrige Labyrinthitis tritt in der Regel auf, wenn im Verlauf einer schweren Mittelohrentzündung (akute Otitis media) oder einiger Formen der Hirnhautentzündung (Meningitis) Bakterien in das Innenohr gelangen. Die Ursache können auch Komplikationen einer Fraktur des Schläfenbeins sein. Sie kann auch als Komplikation eines chronisch perforierten Trommelfells entstehen (wie es bei Patienten mit wiederholten Episoden von Otitis media vorkommt), insbesondere bei Personen mit Cholesteatom (hautartiges Material, das im perforierten Trommelfell wächst).

Symptome

Symptome der eitrigen Labyrinthitis umfassen:

  • Starken Schwindel (falsches Empfinden von Bewegung oder Drehung) und Nystagmus (die Augen bewegen sich ruckartig schnell in eine Richtung und kehren dann langsam zur Ausgangsposition zurück)

  • Übelkeit und Erbrechen

  • Tinnitus (Geräusche oder Klingeln im Ohr)

  • Verschiedene Grade von Hörverlust

Häufig haben die Betroffenen auch Schmerzen und Fieber.

Diagnose

  • Computertomographie (CT) und/oder Magnetresonanztomographie (MRT)

  • Manchmal Spinalpunktion

Ein Arzt vermutet eitrige Labyrinthitis, wenn während einer Episode akuter Mittelohrentzündung die Symptome Schwindel, Nystagmus, Hörverlust oder eine Kombination davon auftreten. Ein CT-Scan des Schädels liefert Aufschluss über mögliche Anomalien des Knochens (Schläfenbein), der das Innen- und Mittelohr umschließt, sowie der Knochen im Innenohr und des Knochens hinter dem Ohr. Es kann auch eine MRT durchgeführt werden, um zu sehen, ob die Infektion auf das Gehirn übergreift.

Bei Symptomen einer Meningitis wie Verwirrtheit, steifem Nacken oder hohem Fieber wird eine Lumbalpunktion durchgeführt. Dabei wird im Bereich der Lendenwirbelsäule Nervenflüssigkeit aus dem Wirbelkanal entnommen, die zum Anlegen einer Kultur an das Labor geschickt wird.

Behandlung

  • Intravenöse Antibiotika

  • Ableiten von Flüssigkeit aus dem Mittelohr

Eitrige Labyrinthitis wird mit intravenös verabreichten Antibiotika behandelt. Eine weitere Behandlungsmöglichkeit ist die Myringotomie. Dabei wird das Trommelfell durchstochen, damit Flüssigkeit aus dem Mittelohr abfließen kann (siehe Myringotomie: Behandlung wiederkehrender Ohrinfektionen). Bei einigen Patienten ist ein umfangreicherer chirurgischer Eingriff erforderlich, bei dem der Knochen hinter dem Ohr ganz oder teilweise entfernt wird (Mastoidektomie).

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