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Nase und Nasennebenhöhlen

Von

David M. Kaylie

, MS, MD, Duke University Medical Center

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mai 2019| Inhalt zuletzt geändert Mai 2019
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Quellen zum Thema

Die Nase ist das Geruchsorgan und der Hauptzugang für den Luftstrom in die Lunge und aus ihr heraus. Sie erwärmt, befeuchtet und reinigt die Luft, bevor diese in die Lungen eintritt. Die Knochen rund um die Nase haben Hohlräume, die als Nasennebenhöhlen bezeichnet werden. Es gibt vier Gruppen von Nasennebenhöhlen: Kieferhöhle, Siebbeinhöhle, Stirnhöhle und Keilbeinhöhle (siehe Abbildung zur Lage der Nebenhöhlen). Die Nebenhöhlen mindern das Gewicht der Gesichtsknochen und des Schädels und unterstützen ihre Form und Stärke. Außerdem verleihen diese luftgefüllten Bereiche der Stimme mehr Resonanz.

Lage der Nebenhöhlen

Lage der Nebenhöhlen

Der obere Teil der externen Nase besteht aus stützenden Knochen, der untere aus Knorpel. Die Nasenhöhle im Innern der Nase wird von der Nasenscheidewand in zwei Durchgänge geteilt. Sie ist aus Knochen und Knorpel geformt und reicht von den Nasenlöchern bis zur hinteren Nase. Die Knochen, die sogenannten Nasenmuscheln, ragen in die Nasenhöhle hinein und bilden eine Reihe von Falten. Diese Nasenmuscheln erhöhen stark die Oberfläche der Nasenhöhle, was einen effektiveren Austausch von Wärme und Feuchtigkeit ermöglicht. Polypen können sich häufig bei Personen, die an Asthma, Allergien oder zystischer Fibrose (Mukoviszidose) leiden oder die Aspirin über einen längeren Zeitraum einnehmen, zwischen den Nasenmuscheln entwickeln.

Die Nasenhöhle ist mit gut durchbluteter Schleimhaut ausgekleidet. Die große Oberfläche und die vielen Blutgefäße erwärmen und befeuchten die einströmende Luft rasch. In der Schleimhaut sitzen Zellen, die Schleim erzeugen und haarartige Auswüchse (Zilien) haben. Schmutzpartikel bleiben an diesem Schleim hängen und werden von den Zilien zu den Nasenlöchern oder in den Rachen befördert, um sie aus den Atemwegen zu entfernen. So wird die Luft gereinigt, ehe sie in die Lunge strömt. Bei Reizungen säubert Niesen die Nasengänge, so wie Husten die Lunge reinigt.

Die Nebenhöhlen sind wie die Nasenhöhle mit einer Schleimhaut ausgekleidet, die aus schleimproduzierenden Zellen besteht, die Zilien tragen. Schmutzpartikel werden durch die Schleimhaut abgefangen und über die Zilia durch kleine Öffnungen (Ostia) in die Nasenhöhle transportiert. Weil diese Öffnungen so eng sind, werden sie bei Erkältungen und Allergien leicht von der anschwellenden Schleimhaut blockiert. Eine Blockierung der Abflüsse führt zu Nebenhöhlenentzündungen und Infektionen (Sinusitis).

Geruchssinn

Eine der wichtigsten Funktionen der Nase ist der Geruchssinn. Die Geruchsrezeptoren liegen im oberen Bereich der Nasenhöhle. Sie sind besondere Nervenzellen mit Zilien. Die Zilien jeder Zelle reagieren jeweils auf verschiedene chemische Stoffe und rufen bei Stimulation einen Nervenimpuls hervor, der über die Nervenzellen des Riechkolbens wahrgenommen wird, der innerhalb des Schädels oberhalb der Nase liegt. Vom Riechkolben leiten die Riechnerven den Impuls ins Gehirn weiter, wo er als Geruch wahrgenommen wird.

Der Geruchssinn, der noch nicht vollständig erforscht ist, ist wesentlich höher entwickelt als der Geschmackssinn. Es lassen sich weitaus mehr Empfindungen des Geruchs unterscheiden als des Geschmacks. Der subjektive Geschmackseindruck beim Essen bezieht sowohl Geschmack und Geruch (siehe Abbildung zu Wie man Aromen wahrnimmt) als auch Struktur und Temperatur des Nahrungsmittels mit ein. Deshalb erscheint das Essen bei eingeschränktem Riechvermögen geschmacklos, wie es bei erkälteten Personen der Fall sein kann. Da die Geruchsrezeptoren im oberen Bereich der Nase angesiedelt sind, werden sie beim normalen Atmen wenig angeregt. Wenn jemand jedoch schnuppert, strömt mehr Luft über die Riechzellen, sodass diese viel mehr Duftstoffe wahrnehmen.

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