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Empfängnisverhütung und Schwangerschaft im Jugendalter

Von

Sharon Levy

, MD, MPH, Harvard Medical School

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Feb 2019| Inhalt zuletzt geändert Feb 2019
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Viele Jugendliche sind sexuell aktiv, sind allerdings in Sachen Verhütung, Schwangerschaft und sexuell übertragbare Krankheiten, einschließlich Infektion mit dem humanen Immunschwächevirus (HIV), nur unzureichend informiert. Durch impulsives Verhalten, fehlende Planung und den gleichzeitigen Gebrauch von Alkohol und Drogen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auf Verhütungsmittel und Barrieremethoden (wie Kondome) verzichtet wird.

Empfängnisverhütung bei Jugendlichen

Jede Verhütungsmethode, die von Erwachsenen verwendet wird, kann auch von Jugendlichen verwendet werden, doch häufig wird dies von Jugendlichen nicht konsequent getan. Beispielsweise vergessen viele heranwachsende Mädchen, orale Kontrazeptiva täglich einzunehmen, oder beenden die Einnahme vollständig, oft, ohne auf eine andere Art der Verhütung umzusteigen. Kondome sind das am häufigsten verwendete Verhütungsmittel, doch häufig finden sich immer noch Auffassungen, die dazu führen, dass sie nicht konsequent verwendet werden (etwa die Meinung, dass sich Kondome negativ auf Lust und „romantische Liebe“ auswirken). Manche Mädchen sind zu schüchtern, ihren Partner darum zu bitten, ein Kondom zu verwenden. Langfristige Verhütungsformen, etwa Spritzen, die alle 3 Monate verabreicht werden, sind in letzter Zeit bei heranwachsenden Mädchen beliebter geworden.

Schwangerschaft im Jugendalter

Eine Schwangerschaft kann für Jugendliche eine erhebliche emotionale Belastung sein.

Schwangere Minderjährige und ihre Partner brechen oft die Schule oder die Ausbildung ab, was ihre finanziellen Probleme verschlimmert und sich negativ auf ihr Selbstbewusstsein und ihre sozialen Beziehungen auswirkt. Schwangere Minderjährige (die in den USA 13 Prozent aller Schwangeren ausmachen) verzichten im Vergleich zu Erwachsenen häufig auf Schwangerenvorsorge, was sich negativ auf die Schwangerschaftsausgänge auswirkt und etwa zu einer höheren Frühgeburtenrate führt. Schwangere Minderjährige, insbesondere sehr junge Mädchen und solche, die keine Schwangerenvorsorge in Anspruch nehmen, haben ein größeres Risiko für medizinische Probleme wie Anämie (wenn der Körper nicht ausreichend gesunde rote Blutkörperchen hat) und Präeklampsie (hoher Bluthochdruck und Eiweiß im Urin, was den Fötus belasten kann) als Frauen zwischen 20 und 30 Jahren.

Kinder von jungen Müttern (besonders von Müttern unter 15 Jahren) kommen mit größerer Wahrscheinlichkeit zu früh und mit einem geringen Geburtsgewicht zur Welt. Ältere Jugendliche haben bei einer angemessenen Schwangerenvorsorge jedoch kein erhöhtes Risiko im Vergleich zu Erwachsenen aus ähnlichen Verhältnissen.

Die Jugendlichen können sich dafür entscheiden, die Schwangerschaft zu beenden. Ein Schwangerschaftsabbruch beseitigt nicht automatisch die psychischen Probleme, die sich für die junge Frau oder ihren Partner mit einer ungewollten Schwangerschaft verbinden. Es kann zu einer emotionalen Krise kommen,

  • Wenn die Schwangerschaft festgestellt wird

  • Wenn die Entscheidung zu einem Schwangerschaftsabbruch gefällt wird

  • Unmittelbar nach dem Schwangerschaftsabbruch

  • Am Tag, an dem das Kind geboren worden wäre

  • Am jeweiligen Jahrestag

Eine schwangere Jugendliche kann sich dazu entschließen, das Kind freiwillig abzugeben (Adoption) oder es allein oder zusammen mit dem Vater des Kindes großzuziehen, häufig mit der Unterstützung von Familienmitgliedern.

Alle diese Möglichkeiten führen zu einer emotionalen Belastung. Eine Familienberatung und Information über Verhütungsmethoden, sowohl für das Mädchen als auch für ihren Partner, können sehr hilfreich sein.

Die Reaktionen der Eltern auf die Nachricht, dass ihre Tochter schwanger ist oder ihr Sohn jemanden geschwängert hat, können sehr unterschiedlich ausfallen. Die ganze Bandbreite an Gefühlen ist möglich, angefangen bei Aufgeregtsein über Gleichgültigkeit und Enttäuschung bis hin zu Wut. Es ist wichtig, dass die Eltern dem Heranwachsenden ihre Unterstützung und Bereitschaft zu helfen zusagen, damit er die richtige Wahl treffen kann. Eltern und Jugendliche müssen gemeinsam offen über alle zur Wahl stehenden Möglichkeiten sprechen: Schwangerschaftsabbruch, Adoption oder Austragen und Annehmen der Elternschaft.

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