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Übersicht zu Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen

Von

Josephine Elia

, MD, Sidney Kimmel Medical College of Thomas Jefferson University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mrz 2019| Inhalt zuletzt geändert Mrz 2019
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Kurzinformationen
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Angststörungen zeichnen sich durch Angst, Sorge oder Furcht aus, die die Lebensführung erheblich beeinträchtigen und nicht im Verhältnis zu den Umständen stehen.

  • Es gibt viele verschiedene Arten von Angststörungen, die nach dem Hauptschwerpunkt der Angst oder Phobie unterschieden werden.

  • Unter dem Vorwand körperlicher Symptome, wie Bauchschmerzen, weigern sich viele Kinder, zur Schule zu gehen.

  • Ärzte gründen ihre Diagnose gewöhnlich auf den Symptomen, können bei Bedarf jedoch auch Untersuchungen durchführen, um auszuschließen, dass die körperlichen Symptome durch andere Störungen verursacht werden.

  • Meist reicht eine Verhaltenstherapie aus, wenn die Angst jedoch zu groß wird, kann eine medikamentöse Behandlung indiziert sein.

(Siehe auch Überblick über Angststörungen bei Erwachsenen.)

Alle Kinder haben manchmal Angst. So fürchten sich 3- bis 4-Jährige oftmals vor der Dunkelheit oder vor Monstern. Ältere Kinder und Jugendliche haben Angst, wenn sie ein Referat vor ihren Klassenkameraden halten müssen. Solche Ängste sind keine Anzeichen einer Störung. Wenn die Angst des Kindes jedoch so groß wird, dass die Lebensführung eingeschränkt ist oder es eindeutig darunter leidet, kann eine Angststörung vorliegen. Zwischen 10 Prozent bis 15 Prozent der Kinder leiden im Laufe ihrer Kindheit an einer Angststörung.

Die Veranlagung zu Angststörungen kann vererbt werden. Ängstliche Eltern haben in der Regel ängstliche Kinder.

Zu den Angststörungen zählen:

Symptome

Viele Kinder mit Angststörungen weigern sich, zur Schule zu gehen. Sie leiden möglicherweise unter Trennungsangst, einer sozialen Angststörung oder Panikstörung oder einer Kombination dieser Störungen.

Manche Kinder sprechen ihre Angst direkt an. Sie sagen beispielsweise Dinge wie „Ich habe Angst, dich niemals wieder zu sehen“ (Trennungsangst) oder „Ich habe Angst, dass mich die anderen Kinder auslachen“ (soziale Angststörung). Die Mehrheit der Kinder klagt jedoch über körperliche Symptome wie Bauchschmerzen. Dabei sagen die Kinder oftmals sogar die Wahrheit, da Angst bei Kindern Magenbeschwerden, Übelkeit und Kopfschmerzen hervorrufen kann.

Bei vielen Kindern setzt sich die Angststörung bis ins Erwachsenenalter fort. Mit frühzeitiger Behandlung können viele Kinder jedoch lernen, ihre Angst zu kontrollieren.

Diagnose

  • Symptome

Ärzte diagnostizieren eine Angststörung normalerweise, wenn das Kind und die Eltern typische Symptome beschreiben. Die körperlichen Symptome können den Arzt allerdings auf die falsche Fährte bringen und ihn dazu veranlassen, Untersuchungen aufgrund der körperlichen Symptome durchzuführen, anstatt eine Angststörung in Erwägung zu ziehen.

Behandlung

  • Verhaltenstherapie

  • Manchmal Arzneimittel

Bei leichten Angststörungen reicht eine Verhaltenstherapie in der Regel aus. Der Therapeut kann das Kind der Situation aussetzen, die die Angst auslöst, und ihm helfen, mit der Situation umzugehen. Dadurch wird das Kind immer unempfindlicher und verspürt weniger Angst. Gegebenenfalls kann auch eine Behandlung der Angststörung bei den Eltern hilfreich sein.

Bei schweren Angststörungen können Medikamente erforderlich werden. Der erste Behandlungsansatz sind in der Regel Antidepressiva namens selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), wie beispielsweise Fluoxetin oder Sertralin, wenn die medikamentöse Behandlung für eine lange Zeit fortgesetzt werden muss. Die meisten Kinder nehmen SSRI ohne Probleme. Manche Kinder klagen jedoch über Bauchschmerzen, Durchfall, Schlaflosigkeit oder Gewichtszunahme. Einige werden ruhelos oder sind impulsiver. Es wurde darüber diskutiert, ob Antidepressiva das Risiko von Selbstmordgedanken bei Kindern und Jugendlichen leicht erhöhen ( Antidepressiva und Selbstmord).

Wenn eine nur kurzzeitige medikamentöse Behandlung benötigt wird (zum Beispiel weil ein Kind vor einem medizinischen Verfahren sehr ängstlich ist), wird normalerweise Benzodiazepin, ein Art von Sedativum, eingesetzt.

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