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Makrozephalie

Von

Stephen J. Falchek

, MD, Nemours/Alfred I. duPont Hospital for Children

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Apr 2019| Inhalt zuletzt geändert Apr 2019
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Makrozephalie ist der Fachbegriff für einen großen Kopf.

  • Ein großer Kopf (Makrozephalie) kann normal sein oder durch genetische Störungen oder andere Erkrankungen hervorgerufen werden.

  • Die Diagnose erfolgt vor der Geburt per Ultraschall oder nach der Geburt durch Messen des Kopfumfangs.

  • Der Arzt untersucht anhand von bildgebenden Verfahren auf Hirnanomalien und erforscht die Ursachen manchmal mithilfe von Bluttests.

  • Ob eine Makrozephalie behandelt werden muss, hängt von der Ursache ab und manchmal, wenn keine Probleme gefunden werden, ist gar keine Behandlung erforderlich.

Säuglinge mit einer Makrozephalie haben einen deutlich größeren Kopfumfang als andere in ihrem Alter.

Eine Makrozephalie kann wie folgt eingestuft werden

  • Disproportional: Der Kopf ist größer als für die Größe des Kindes insgesamt angemessen.

  • Proportional: Der Kopf scheint zu der Körpergröße zu passen (mit anderen Worten: das Kind hat einen großen Körper und einen großen Kopf).

Viele Menschen mit großen Köpfen oder Schädeln sind gesund.

Eine abnorme Makrozephalie entsteht gegebenenfalls aufgrund eines vergrößerten Gehirns (Megalenzephalie), Wasser im Gehirn (Hydrozephalus), übermäßigem Wachstums der Schädelknochen (kraniale Hyperostose) oder anderer Erkrankungen. Diese Erkrankungen sind möglicherweise das Ergebnis genetischer Störungen oder von Störungen, die das Kind vor oder nach der Geburt entwickelt.

Diagnose der Makrozephalie

  • Vor der Geburt: Ultraschalluntersuchung

  • Nach der Geburt: ärztliche Untersuchung, mit Messen des Kopfumfangs, und gelegentlich bildgebende Untersuchungen und Bluttests

Vor der Geburt wird eine Makrozephalie manchmal anhand einer pränatalen Ultraschalluntersuchung zum Ende des zweiten Trimesters oder zu Anfang des dritten Trimesters entdeckt.

Nach der Geburt wird der Kopfumfang eines Kindes (Messung des Kopfes an der breitesten Stelle) bei Vorsorgeuntersuchungen gemessen. Eine Makrozephalie wird diagnostiziert, wenn der Kopfumfang deutlich größer als der Normalbereich für Kinder gleichen Geschlechts, Alters und der gleichen ethnischen Gruppe in der Region ist, in der das Baby lebt. Bei der Diagnose beziehen die Ärzte auch den Kopfumfang der Eltern und Großeltern des Säuglings mit ein, weil leicht größere Kopfumfänge vererbbar sind.

Liegt eine Makrozephalie vor, wird gewöhnlich eine Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) des Kopfes durchgeführt, um nach Hirnanomalien zu suchen. Die Ärzte untersuchen das Neugeborene sowie die Eltern auch auf mögliche Ursachen der Makrozephalie und testen sie anschließend auf alle vermuteten Ursachen. Manchmal können Blutuntersuchungen vorgenommen werden, um die Ursache besser bestimmen zu können.

Behandlung der Makrozephalie

  • Richtet sich nach der Ursache

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache für die Makrozephalie. Manchmal ist gar keine Behandlung nötig. Ist die Ursache eine Anomalie, etwa wie beim Wasserkopf (Hydrozephalus), kann eine Behandlung, einschließlich einer Operation, erforderlich sein.

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