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Vaginale Pilzinfektion (Kandidose)

Von

Oluwatosin Goje

, MD, MSCR, Cleveland Clinic, Lerner College of Medicine of Case Western Reserve University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Apr 2021| Inhalt zuletzt geändert Apr 2021
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Kurzinformationen
Quellen zum Thema
  • Bei Frauen, die schwanger sind oder an Diabetes oder einem geschwächten Immunsystem leiden, steigt das Risiko einer Pilzinfektion.

  • Scheide und Vulva jucken möglicherweise, und Frauen haben oft einen dicken, weißen Ausfluss, der aussieht wie Hüttenkäse.

  • Wenn die Symptome auf eine Scheideninfektion hindeuten, untersuchen Ärzte eine Probe des Ausflusses aus der Scheide oder der Flüssigkeit aus dem Gebärmutterhals auf Mikroorganismen, die Infektionen verursachen können.

  • Antimykotika – Cremes, Scheidenzäpfchen, Tabletten oder Kapseln – sind wirksam.

Ursachen von vaginalen Pilzinfektionen

Bei Frauen im gebärfähigen Alter treten Pilzinfektionen aufgrund von Candida albicans relativ häufig auf. Dieser Pilz liegt normalerweise auf der Haut oder im Darm. Von diesen Bereichen kann er sich auf die Scheide ausbreiten. Pilzinfektionen werden nicht sexuell übertragen.

Pilzinfektionen der Scheide treten häufiger bei folgenden Frauen auf:

Durch oral eingenommene Antibiotika werden die Bakterien abgetötet, die normalerweise in der Scheide vorhanden sind und das Wachstum des Pilzes verhindern. Folglich steigt das Risiko einer Pilzinfektion durch die Einnahme von Antibiotika.

Pilzinfektionen treten häufiger vor Menstruationsperioden auf.

Männliche Geschlechtspartner von Frauen mit einer vaginalen Pilzinfektion infizieren sich nur selten.

Symptome von vaginalen Pilzinfektionen

Scheide und Vulva können jucken oder brennen, besonders beim Geschlechtsverkehr. Der Genitalbereich kann gerötet oder angeschwollen sein. Frauen haben möglicherweise einen weißen, oft dicken Ausfluss, der aussieht wie Hüttenkäse.

Die Symptome einer Pilzinfektion können sich eine Woche vor Beginn einer Menstruationsperiode verschlimmern.

Wussten Sie ...

  • Pilzinfektionen werden nicht sexuell übertragen.

  • Die Einnahme von Antibiotika erhöht das Risiko für Pilzinfektionen.

Diagnose von vaginalen Pilzinfektionen

  • Untersuchung durch den Arzt

  • Untersuchung einer Probe des Ausflusses und/oder der Flüssigkeit aus dem Gebärmutterhals

Wenn es zu einem Scheidenausfluss kommt, der ungewöhnlich ist oder mehr als ein paar Tage anhält oder wenn andere vaginale Symptome auftreten, sollten Frauen einen Arzt aufsuchen.

Der Verdacht auf eine Pilzinfektion besteht aufgrund der Symptome wie einem dicken, weißen Ausfluss, der häufig an Hüttenkäse erinnert. Es werden Fragen zum Ausfluss, zu anderen Symptomen, den möglichen Ursachen (wie Diabetes, andere Erkrankungen und die Anwendung von Antibiotika oder Hormonen) sowie zur Hygiene gestellt.

Zur Bestätigung der Diagnose erfolgt eine Untersuchung des Beckens Gynäkologische Untersuchung Für Frauen kann es hilfreich sein, Themen wie Sex, Verhütung, Schwangerschaft und Probleme in den Wechseljahren mit einer Person ihres Vertrauens besprechen zu können. Das kann ein Allgemeinarzt... Erfahren Sie mehr . Während der Untersuchung der Scheide entnimmt der Arzt mit einem Wattestäbchen eine Probe des Ausflusses. Die Probe wird zum Erregernachweis unter dem Mikroskop untersucht, oder manchmal wird eine Kultur angelegt (d. h., sie wird in eine Substanz gegeben, die das Wachstum von Mikroorganismen begünstigt). Mithilfe der Informationen aus diesen Untersuchungen können die Mikroorganismen, welche die Symptome verursachen, üblicherweise bestimmt werden.

Normalerweise entnimmt der Arzt auch eine Probe der Flüssigkeit aus dem Gebärmutterhals (dem unteren Teil der Gebärmutter, der in die Scheide mündet). Diese Probe wird auf sexuell übertragbare Krankheiten untersucht.

Vorbeugung von vaginalen Pilzinfektionen

Frauen mit einem hohen Risiko für Pilzinfektionen müssen möglicherweise ein orales Antimykotikum einnehmen, um Pilzinfektionen vorzubeugen. Zu diesen Frauen gehören u. a.:

  • Diabetikerinnen

  • Frauen, die Antibiotika über längere Zeit einnehmen müssen

  • Frauen mit wiederholten Pilzinfektionen, insbesondere bei einem geschwächten Immunsystem

Gute Hygiene im Schambereich und das Tragen lockerer, saugfähiger Kleidung aus Baumwolle, die eine gute Belüftung ermöglicht, können gegen Feuchtigkeit helfen, was dem Wachstum des Hefepilzes vorbeugt.

Behandlung von vaginalen Pilzinfektionen

  • Antimykotika

Pilzinfektionen werden mit Antimykotika behandelt. Sie können folgendermaßen angewendet werden:

  • Als Creme direkt auf die betroffene Stelle

  • Als Zäpfchen in die Scheide

  • Über den Mund (oral)

Butoconazol, Clotrimazol, Miconazol und Tioconazol sind nicht verschreibungspflichtig. Die in diesen Cremes und Salben enthaltenen Öle können Latexkondome (aber nicht Diaphragmen) schädigen, sodass Frauen sich auf dieses Verhütungsmittel nicht verlassen können.

Orale Antimykotika (wie z. B. Fluconazol und Itraconazol) sind verschreibungspflichtig. Eine einzige Dosis Fluconazol ist so wirksam wie die Cremes und Salben. Wenn die Infektionen allerdings häufiger auftreten, müssen Frauen möglicherweise mehrere Dosen einnehmen.

Tabelle
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