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Knoten in der Brust

Von

Mary Ann Kosir

, MD, Wayne State University School of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Okt 2019| Inhalt zuletzt geändert Okt 2019
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Kurzinformationen
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Quellen zum Thema

Ein Brustknoten (Masse) ist eine Verdickung oder ein Klumpen, der sich anders als das ihn umgebende Brustgewebe anfühlt. Ein Knoten in der Brust kann zufällig während einer Selbstuntersuchung der Brust oder während einer körperlichen Routineuntersuchung von einem Arzt entdeckt werden.

Knoten in der Brust treten häufig auf und sind meist gutartig.

Wussten Sie ...

  • Die meisten Brustknoten sind kein Krebs. Tests sind jedoch erforderlich, da es schwierig ist, gutartige Knoten von bösartigen Knoten zu unterscheiden.

Knoten können schmerzlos oder schmerzhaft sein. Sie werden manchmal von einer Brustwarzenabsonderung oder Veränderungen in der Haut, wie Unregelmäßigkeiten, Rötung, einer unregelmäßigen Hautoberfläche (auch als Orangenhaut bzw. Peau d`Orange bekannt) oder gespannter Haut begleitet.

Es kann sich um flüssigkeitsgefüllte Hohlräume (Zysten) oder um feste Zellmassen handeln, meist Fibroadenome. Fibroadenome und gewöhnlich auch Zysten sind nicht kanzerös.

Ursachen

Häufige Ursachen für Brustknoten

Die häufigsten Ursachen umfassen

  • Fibroadenome

  • Fibrozystische Veränderungen

Fibroadenome sind typischerweise glatte, runde, bewegliche, nicht schmerzhafte Knoten. Sie entwickeln sich in der Regel bei Frauen im gebärfähigen Alter und können mit der Zeit kleiner werden. Fibroadenome können mit Brustkrebs verwechselt werden, sind aber kein Krebs. Manche Arten von Fibroadenomen scheinen das Brustkrebsrisiko nicht zu erhöhen. andere möglicherweise ein wenig.

Fibrozystische Veränderungen schließen Schmerz, Zysten und allgemein ein Knotengefühl in der Brust ein. Frauen können eines oder mehrere dieser Symptome haben. Brüste fühlen sich klumpig und dicht an und sind häufig empfindlich, wenn sie berührt werden.

Bei den meisten Frauen hängen fibrozystische Veränderungen mit den monatlichen Schwankungen ihrer weiblichen Hormonspiegel von Östrogen und Progesteron zusammen. Diese Hormone regen Brustgewebe an.

Fibrozystische Veränderungen erhöhen nicht das Risiko von Brustkrebs.

Weitere Ursachen für Brustknoten

Der Knoten kann manchmal verursacht werden durch

  • Brustinfektionen, einschließlich Eiteransammlungen (Abszesse), die, außer in den ersten Wochen nach einer Geburt, sehr selten auftreten

  • Eine verstopfte Milchdrüse (Galaktozele), die normalerweise maximal 6 bis 10 Monate nach dem Einstellen des Stillens autritt

  • Verletzungen, die zur Bildung von Narbengewebe führen können

Infektion, Galaktozelen und die Bildung von Narbengewebe erhöhen nicht das Risiko von Brustkrebs.

Beurteilung

Warnsignale

Bestimmte Symptome und Eigenschaften geben Grund zur Besorgnis:

  • Ein Knoten, der an der Haut- oder Brustwand anhaftet

  • Ein Knoten, der hart und in der Beschaffenheit unregelmäßig ist

  • Hautdellen nahe am Knoten

  • Lymphknoten unter den Achseln, die zusammenkleben oder an der Haut oder Brustwand kleben

  • Ein blutiger Ausfluss aus der Brustwarze

  • Verdickte, rote Haut über den Brüsten

Wann ein Arzt zu konsultieren ist:

Da Brustknoten kanzerös sein können (obgleich sie selten sind), sollten sie von einem Arzt innerhalb ungefähr 3 bis 7 Tagen untersucht werden.

Eine Verzögerung von ungefähr einer Woche ist harmlos, es sei denn, es sind Anzeichen einer Infektion wie Rötung, Schwellung und/oder eitriger Ausfluss vorhanden. Frauen mit solchen Symptomen sollten einen Arzt innerhalb von 1 bis 2 Tagen aufsuchen.

Was der Arzt unternimmt:

Der Arzt stellt Fragen zum Knoten, zum Beispiel, wie lange er vorhanden ist, ob er kommt und geht und ob er schmerzhaft ist. Ärzte fragen zudem nach weiteren Symptomen, einschließlich Ausfluss aus der Brustwarze, und allgemeinen Symptomen wie Gewichtsverlust, Erschöpfung und Knochenschmerzen (die Anzeichen für eine fortgeschrittene Krebserkrankung sein können). Sie bitten die Frau um ihre medizinische Vorgeschichte und Familiengeschichte, einschließlich früherer Brustkrebsdiagnosen und Risikofaktoren für Brustkrebs.

Sie nehmen dann eine körperliche Untersuchung vor und konzentrieren sich dabei auf die Brüste und umliegende Bereiche (siehe Screening). Die Brust wird auf Auffälligkeiten, Veränderungen der Haut und Brustwarzenabsonderung untersucht. Sie tasten zudem den Knoten ab, um Folgendes festzustellen:

  • Wie groß er ist

  • Ob er hart oder weich ist

  • Ob er glatt oder unregelmäßig ist

  • Ob er schmerzhaft ist

  • Ob er sich frei bewegt oder an der Haut oder der Brustwand festsitzt

Schmerzhafte, gummiartige Knoten bei jüngeren Frauen sind normalerweise fibrozystische Veränderungen, besonders wenn die Frau bereits früher ähnliche Knoten hatte.

Ärzte stellen fest, ob die Brüste in der Form und in der Größe ähnlich sind und untersuchen jede Brust auf Abweichungen, besonders auf Warnsignale. Krebs ist wahrscheinlicher, wenn Warnsignale vorhanden sind.

Zudem werden die Lymphknoten in den Achselhöhlen und über dem Schlüsselbein auf Vergrößerungen und Schmerzhaftigkeit abgetastet.

Tests

Normalerweise sind Tests erforderlich, da es schwierig ist, während einer körperlichen Untersuchung festzustellen, ob Knoten bösartig sind oder nicht und ein Ausbleiben dieser Diagnose ernsthafte Folgen haben könnte.

Ultraschall wird gewöhnlich zuerst angewendet, damit Festknoten von Zysten unterschieden werden können, die selten bösartig sind.

Scheint der Knoten eine Zyste zu sein und Symptome zu verursachen (wie Schmerzen oder Brustwarzenabsonderung), wird häufig eine Nadel mit einer Spritze in die Zyste eingeführt und die Flüssigkeit abgesaugt (die sogenannte Aspiration) und untersucht. Die Flüssigkeit wird nur dann auf Krebszellen untersucht, wenn Folgendes eintritt:

  • Sie ist blutig oder trüb.

  • Es ist wenig Flüssigkeit enthalten.

  • Auch nach der Entleerung liegt noch ein Knoten vor

Andernfalls wird die Frau 4 bis 8 Wochen später wieder untersucht. Wenn die Zyste nicht ertastet werden kann, gilt diese als gutartig. Wenn sie wiederkehrt, wird die Aspiration wiederholt, und die Flüssigkeit für eine Analyse an ein Labor versandt, unabhängig von ihrem Erscheinungsbild. Wenn die Zyste ein drittes Mal wieder auftritt oder wenn ein Knoten noch nach der Aspiration vorhanden ist, wird eine Gewebeprobe des Knotens oder der komplette Knoten entfernt und unter dem Mikroskop untersucht (Biopsie).

Wenn der Knoten fest zu sein scheint, wird gewöhnlich eine Mammographie und darauf eine Biopsie vorgenommen. Es kann eine von verschiedenen Arten der Biopsie durchgeführt werden:

  • Feinnadelbiopsie: Einige Zellen werden aus dem Knoten durch eine dünne Nadel entfernt, die an einer Spritze angebracht ist.

  • Kern-Nadelbiopsie: Hierbei wird eine größere Nadel mit einer speziellen Spitze verwendet, um eine größere Probe des Brustgewebes zu entfernen.

  • Offene Biopsie: Hierbei wird ein kleiner Einschnitt in die Haut gemacht und Brustgewebe und ein Teil des Knotens oder der gesamte Knoten entfernt. Diese Art der Biopsie wird durchgeführt, wenn eine Nadelbiopsie nicht möglich ist (zum Beispiel, wenn kein Knoten tastbar ist). Wenn bei einer Nadelbiopsie kein Krebs festgestellt wurde, kann auch eine offene Biopsie durchgeführt werden, um sicherzugehen, dass nichts übersehen wurde.

Um das Einführen der Biopsienadel zu lenken, wird oft eine Ultraschalluntersuchung oder Mammographie verwendet. Die meisten Frauen müssen für diese Verfahren nicht in ein Krankenhaus aufgenommen werden. Normalerweise ist nur ein lokales Betäubungsmittel erforderlich.

Behandlung

Die Behandlung von fibrozystischen Veränderungen hängt von der Ursache und den vorliegenden Symptomen ab.

Bei fibrozystischen Veränderungen können das Tragen eines weichen, unterstützenden Büstenhalters, wie eines Sport-BHs, und das Einnehmen von Schmerzmitteln wie Paracetamol oder nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) helfen, die Symptome zu mildern.

Manchmal werden Zysten entleert.

Fibroadenome werden normalerweise entfernt, wenn sie wachsen oder Schmerzen verursachen, oder wenn die Frau dies wünscht. Wenn die Fibroadenome klein sind, können sie mit Kälte (Kryoablation) zerstört werden. Normalerweise ist nur ein lokales Betäubungsmittel erforderlich. Wenn ein Fibroadenom entfernt wurde, können weitere in anderen Bereichen der Brust entstehen. Wenn einige Knoten entfernt und als gutartig befunden wurden, können sich die Betroffene und ihr Arzt gegen die Entfernung von neuen Knoten entscheiden. Unabhängig davon, ob Fibroadenome entfernt werden oder nicht, sollte die Frau dennoch regelmäßig auf Veränderungen untersucht werden.

Wird Brustkrebs diagnostiziert, besteht die Krebsbehandlung normalerweise aus einer operativen Entfernung des Tumors plus Strahlentherapie, Chemotherapie und/oder Hormontherapeutika.

Wichtigste Punkte

  • Die meisten Brustknoten sind kein Krebs.

  • Weil gutartige und bösartige Knoten bei einer körperlichen Untersuchung schlecht voneinander zu unterscheiden sind, werden gewöhnlich Tests durchgeführt.

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