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Cathinone

Von

Gerald F. O’Malley

, DO, Grand Strand Regional Medical Center;


Rika O’Malley

, MD, Albert Einstein Medical Center

Inhalt zuletzt geändert Mrz 2018
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Cathinone sind Verbindungen zum Stimulans Alkaloid aus der Pflanze Catha edulis (Khat).

Die Khat-Pflanze stammt ursprünglich aus dem Horn von Afrika und der arabischen Halbinsel. Seine Blätter enthalten Cathinon, ein Amphetamin-ähnliches Alkaloid. Seit Jahrhunderten haben die Bewohner der Gebiete in der nativen Umgebung der Pflanze deren Blätter für einen milde euphorisierende und stimulierende Wirkung gekaut. In diesen Regionen ist das Khat-Kauen oft eine gesellschaftliche Aktivität, ähnlich wie Kaffee trinken in anderen Gesellschaften. Neuerdings hat sich der Gebrauch von Khat auf andere Länder ausgebreitet und in jüngster Zeit wurde eine Reihe von Derivaten zum Drogengebrauch auf der Basis von Alkaloid synthetisiert.

Derivate sind die Mittel bekannt als Badesalz, das oft das substituierte Cathinone wie Mephedron oder Methylendioxypyrovaleron enthält. Allerdings ändern sich die tatsächlichen Strukturen häufig. Die Produkte wurden als "Badesalz" bezeichnet und mit "nicht für den menschlichen Verzehr"deklariert, um eine Anfechtungsklage zu vermeiden. Die gemeldete Verwendung von substituierten Cathinonen stieg zwischen 2010 und 2011 um das Tausendfache an, und die weltweite Beschlagnahme verwandter Wirkstoffe durch Drogenkontrollbehörden hat Anfang 2017 im vergleichbaren Zeitraum 2016 deutlich zugenommen.

Die physiologischen Wirkungen der substituierten Cathinone sind ähnlich denen von Amphetaminen und begünstigen Herzinfarkt, Rhabdomyolyse, Nierenversagen sowie Leberversagen. Allerdings ist der genaue Mechanismus, der für Organschäden verantwortlich ist, unbekannt.

Die Patienten können Kopfschmerzen, Tachykardie und Palpitationen, Halluzinationen, Unruhe, eine erhöhte Ausdauer und Schmerztoleranz sowie Neigung zu gewalttätigem Verhalten aufweisen.

Die Diagnose erfolgt durch klinische Untersuchung; substituierte Cathinone werden nicht mit Routine-Urin oder Blut-Tests nachgewiesen. Bei Patienten mit schwerer akuter Vergiftung sollten in der Regel Blutuntersuchungen (komplettes Blutbild, Elektrolyte, Blut-Harnstoff-Stickstoff, Kreatinin, CK), Urin-Tests für Myoglobinurie und EKG durchgeführt werden.

Sedation mit i.v. Benzodiazepinen, Infusionen und unterstützende Pflege sind in der Regel ausreichend. Patienten mit Hyperthermie, persistierender Tachykardie oder Unruhe und erhöhtem Serum-Kreatinin sollten weiter auf Rhabdomyolyse und Herz- und Nierenschädigung überwacht werden.

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
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