Dermatophytide Reaktion

VonDenise M. Aaron, MD, Dartmouth Geisel School of Medicine
Reviewed ByJoseph F. Merola, MD, MMSc, UT Southwestern Medical Center
Überprüft/überarbeitet Geändert Okt. 2025
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Die dermatophytide Reaktion ist eine entzündliche Reaktion auf eine Dermatophytose an einer kutanen Stelle, die nicht an der Primärinfektion liegt. Die Diagnose wird mittels Kaliumhydroxid-Nativpräparat gestellt. Die Behandlung ist auf die primäre Dermatophytose gerichtet.

Die dermatophytide Reaktion (Identitäts- oder ID-Reaktion) ist vielseitig und nicht an das lokale Wachstum eines Pilzes gebunden, da es sich um eine generalisierte entzündliche Reaktion auf eine Dermatophytose an einer vom Primärherd entfernten Körperstelle handelt (1).

Die Läsionen sind typischerweise juckend und können sich äußern als:

Die Verteilung der Reaktionen kann ausgedehnt sein.

Erythema anulare centrifugum
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Dieses Foto zeigt ringförmige und bogenförmige Läsionen des Erythema annulare centrifugum.

Image courtesy of Karen McKoy, MD.
Dermatophytide Reaktion
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Diese dermatophytische (Identität oder id) Reaktion äußert sich in Form zahlreicher Bläschen an den Fingern.

Image courtesy of CDC/Dr. Lucille K. Georg via the Public Health Image Library of the Centers for Disease Control and Prevention.

Allgemeiner Hinweis

  1. 1. Ilkit M, Durdu M, Karakaş M. Cutaneous id reactions: a comprehensive review of clinical manifestations, epidemiology, etiology, and management. Crit Rev Microbiol. 2012;38(3):191-202. doi:10.3109/1040841X.2011.645520

Diagnose von Dermatophytide Reaktion

  • Kaliumhydroxid (KOH)-Nativpräparat

Die Diagnose einer dermatophytiden Reaktion basiert auf Kaliumhydroxid-Nativpräparaten; diese sind am Ort der ID-Reaktion negativ und an der entfernten Stelle der Dermatophyteninfektion positiv.

Behandlung der Dermatophytidenreaktion

  • Behandlung der primären Dermatophytose

Die Behandlung der Primärinfektion führt zur Abheilung der Dermatophytid-Reaktion; bis dahin können zur Symptomlinderung topische Glukokortikoide und/oder Antihistaminika (z. B. Hydroxyzin 25 mg abends vor dem Schlafengehen) eingesetzt werden (siehe Tabelle ).

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