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Darstellung der Nebennierenfunktion

Von

Ashley B. Grossman

, MD, University of Oxford; Fellow, Green-Templeton College

Inhalt zuletzt geändert Jul 2019
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Quellen zum Thema

Die Nebennieren, die am proximalen Nierenpol jeder Niere gelegen sind, bestehen aus (siehe Abbildung Nebennierendrüsen) besteht aus einem

  • Kortex

  • Medulla

Die Nebennierenrinde und das Nebennierenmark haben beide unterschiedliche endokrine Funktionen.

Nebennieren

Nebennieren

Nebennierenrinde

Die Nebennierenrinde produziert

  • Glucocorticoids (primär Cortisol)

  • Mineralokortikoide (primär Aldosteron)

  • Androgene (primär Dehydroepiandrosteronsulfat und Androstendion)

Glukokortikoide induzieren und inhibieren die Gentranskription in vielen Zellen und Organsystemen. Weitere herausragende Effekte sind antiinflammatorische Wirkungen und eine Erhöhung der hepatischen Gluconeogenese.

Mineralokortikoide regulieren den Elektrolyttransport über epitheliale Membranen. Besonders erwähnenswert ist hier die renale Natriumkonservierung im Austausch gegen Kalium.

Die physiologische Hauptwirkung der adrenalen Androgene erfolgt erst nach ihrer Konversion zu Testosteron und Dihydrotestosteron.

Die Physiologie des Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-System wird weiter an anderer Stelle besprochen.

Nebennierenmark

Das Nebennierenmark besteht aus chromaffinen Zellen, die Catecholamine synthetisieren und sezernieren (hauptsächlich Adrenalin und in geringerem Umfang auch Noradrenalin). Chromaffine Zellen stellen auch bioaktive Amine und Peptide (z. B. Histamin, Serotonin, Chromogranin, Neuropeptidhormon) her. Adrenalin und Noradrenalin, die wichtigsten Amine im sympathischen Nervensystem, sind verantwortlich für die sog. Fight-or-flight-Reaktion (z. B. chronotrope und inotrope Effekte am Herzen, Bronchodilatation, Vasokonstriktion peripher und im Splanchnikusgebiet mit gleichzeitiger Vasodilatation in den Skelettmuskeln und metabolische Effekte wie Glykogenolyse, Lipolyse und Reninausschüttung).

Klinische Syndrome

Die meisten adrenalen Mangelsyndrome betreffen alle adrenokortikalen Hormone. Die Unterfunktion kann primär (eine Fehlfunktion der Nebenniere selbst wie beim Morbus Addison) oder sekundär (infolge fehlender Stimulation der Nebenniere durch die Hypophyse oder den Hypothalamus) sein. Eine hypothalamische Störung wird gelegentlich auch tertiär genannt.

Eine adrenale Überfunktion verursacht unterschiedliche klinische Symptome, abhängig von den Hormonen, die beteiligt sind:

Diese Syndrome überlappen sich gelegentlich hinsichtlich der Symptome, die sie hervorrufen.

Eine Überfunktion kann kompensatorisch (wie bei der kongenitalen Nebennierenhyperplasie) oder infolge einer erworbenen Hyperplasie, bei Adenomen oder Adenokarzinomen auftreten.

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