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Traditionelle chinesische Medizin (TCM)

Von

Denise Millstine

, MD, Mayo Clinic

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Feb 2019| Inhalt zuletzt geändert Feb 2019
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Im Mittelpunkt der mehrere tausend Jahre alten traditionellen Chinesischen Medizin steht die Vorstellung von einer im Körper fließenden Lebenskraft oder Lebensenergie (Qi, sprich Tschi), die aus dem Lot ist. Indem die beiden gegensätzlichen Kräfte Yin (dunkel, weiblich, negative Kräfte) und Yang (hell, männlich, positive Kräfte) mit den Ausprägungen Kälte und Hitze, Inneres und Äußeres, Mangel und Fülle wieder ins Gleichgewicht gebracht werden, wird das Qi wieder normalisiert. Um das Qi – und somit die Gesundheit – zu erhalten und wiederherzustellen, kommen verschiedene Methoden zum Einsatz.

Am häufigsten verwendet werden

Andere Praktiken umfassen die Ernährung und die Massage.

In der traditionellen chinesischen Medizin werden Formulierungen mit pflanzlichen Mischungen verwendet, um Krankheiten zu behandeln. Es ist schwierig, die Sicherheit und Wirksamkeit dieser Mischungen festzustellen. Ein Problem ist, dass es praktisch keine Standards und Qualitätskontrollen gibt. Daher kann Folgendes passieren:

  • Die Anteile von Pflanzen in der gleichen Mischung können variieren.

  • Die Menge des Wirkstoffs kann von einer Pflanze zur anderen variieren.

  • Die Mischungen können verschiedene andere Substanzen (wie Medikamente, die von Pharmaunternehmen hergestellt werden) enthalten oder mit giftigen Schwermetallen verunreinigt sein.

Da sich Mischungen stark unterscheiden können und es eine große Vielfalt an zu untersuchenden Mischungen gibt, wird in der herkömmlichen Forschung in der Regel nur eine Heilpflanze und keine Mischung untersucht. Eine Heilpflanze, die allein statt in einer Mischung verwendet wird, wird möglicherweise von traditionellen Therapeuten nicht als wirksam angesehen.

Medizinische Anwendungsgebiete

Chinesische Pflanzenmischungen kommen zur Behandlung des Reizdarmsyndroms, der rheumatoiden Arthritis und bei vielen anderen Krankheiten zum Einsatz. Meistens gibt es keinen Nachweis für eine Wirksamkeit. Es gibt aber Belege, die darauf hindeuten, dass manche Heilpflanzen und Mischungen bei bestimmten Krankheiten von Nutzen sein könnten. Es liegen zum Beispiel Nachweise vor, die nahelegen, dass Astragalus bei Patienten, die aufgrund von Lungenkrebs eine Chemotherapie erhalten, die Lebensqualität verbessert. Das Leben wird dadurch allerdings nicht verlängert und das Fortschreiten der Erkrankung nicht verlangsamt. In solchen Fällen ist weitere Forschung notwendig, um die Wirksamkeit zu bestimmen.

Mögliche Nebenwirkungen

Jede Heilpflanze und Mischung kann ihre eigenen Nebenwirkungen haben. Eine Heilpflanze namens Ma-Huang (Ephedra) beispielsweise, die in vielen Mitteln enthalten ist, kann zu einer Steigerung der Herzfrequenz und des Blutdrucks führen, was das Risiko für Schlaganfälle oder Herzinfarkte erhöht.

Bei Kräutermischungen können unerwünschte Wirkungen auch durch Wechselwirkungen zwischen den Wirkstoffen selbst hervorgerufen werden.

Weitere Informationen

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