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Überblick über das Ansprechen auf Arzneimittel

Von

Shalini S. Lynch

, PharmD, University of California San Francisco School of Pharmacy

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Aug 2019| Inhalt zuletzt geändert Aug 2019
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Quellen zum Thema

Jeder reagiert anders auf Arzneimittel. Viele Faktoren beeinflussen, wie jemand auf ein Arzneimittel reagiert. Zu diesen Faktoren gehören u. a.:

  • Alter

  • Körpergröße

  • Anwendung anderer Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel (wie Heilkräuter)

  • Konsum von Nahrungsmitteln (einschließlich Getränke)

  • Vorhandensein von Erkrankungen (wie Nieren- oder Lebererkrankungen)

  • Lagerung des Arzneimittels (ob es zu lange oder in der falschen Umgebung gelagert wurde)

  • Entwicklung von Toleranzen und Resistenzen

Zum Beispiel benötigt ein großer Mensch für die gleiche Wirkung eine höhere Arzneimitteldosis als ein kleinerer Mensch. Auch ob das Arzneimittel vorschriftsmäßig eingenommen wurde (Therapietreue), spielt beim Ansprechen auf die Behandlung eine Rolle. Diese Faktoren können sich darauf auswirken, wie der Körper das Arzneimittel aufnimmt, wie er es abbaut (verstoffwechselt) und ausscheidet oder welche Wirkung das Arzneimittel auf den Körper hat.

Weil das Ansprechen auf Arzneimittel von so vielen Faktoren abhängig ist, müssen die Ärzte das für den jeweiligen Patienten passende Arzneimittel auswählen und die Dosis sorgfältig einstellen. Dieser Vorgang ist komplexer, wenn der Patient noch andere Arzneimittel anwendet und andere Erkrankungen hat, weil Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Arzneimitteln bzw. zwischen Arzneimittel und Erkrankung möglich sind.

Für jedes neue Arzneimittel wird eine Standard- oder Durchschnittsdosis ermittelt. Das Konzept der Durchschnittsdosis entspricht dem der Einheitsgröße bei Bekleidung: Sie passt einer Reihe von Leuten ganz gut, sitzt aber bei fast niemandem perfekt. Bei manchen Arzneimitteln braucht die Dosis nicht eingestellt zu werden, weil die gleiche Dosis praktisch bei jedem Menschen gut wirkt.

Einfluss des Alters auf das Ansprechen auf Arzneimittel

Insbesondere Kleinkinder und ältere Menschen haben Probleme mit dem Ansprechen auf Arzneimittel. Die Leber- und Nierenfunktion ist bei diesen Patienten herabgesetzt, so dass sich Arzneimittel, die von der Leber abgebaut oder von den Nieren ausgeschieden werden, im Körper ansammeln und eventuell Probleme verursachen können.

Ältere Menschen leiden in der Regel unter mehr Erkrankungen als Kinder und jüngere Erwachsene und nehmen daher mehr Arzneimittel ein (siehe Arzneimittel im Alter). Je mehr Arzneimittel jemand einnimmt, desto wahrscheinlicher kommt es zu Problemen durch Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln oder zwischen Arzneimittel und Erkrankung. Mit fortschreitendem Alter haben Patienten möglicherweise auch größere Schwierigkeiten, komplizierte Anweisungen für die Einnahme von Arzneimitteln, zum Beispiel die Einnahme zu bestimmten Uhrzeiten oder das Weglassen bestimmter Nahrungsmittel, zu befolgen.

Viele Faktoren beeinflussen das Ansprechen auf ein Arzneimittel

Viele Faktoren beeinflussen das Ansprechen auf ein Arzneimittel
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