Belastungstests

VonRebecca Dezube, MD, MHS, Johns Hopkins University
Überprüft vonRichard K. Albert, MD, Department of Medicine, University of Colorado Denver - Anschutz Medical
Überprüft/überarbeitet Geändert Nov. 2025
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DIE AUSGABE FÜR MEDIZINISCHE FACHKREISE ANSEHEN

Bei Verdacht auf eine Lungenerkrankung können Belastungstests durchgeführt werden, die sich von den Belastungstests zur Diagnose von Herzerkrankungen unterscheiden. Die 2 häufigsten Formen von Belastungstests sind:

  • Sechs-Minuten-Gehtest

  • Vollständiger Herz-Lungen-Belastungstest

(Siehe auch Krankengeschichte und körperliche Untersuchung auf Lungenerkrankungen.)

Sechs-Minuten-Gehtest

Bei diesem Test wird gemessen, wie weit eine Person auf einer ebenen Oberfläche in der eigenen Geschwindigkeit in 6 Minuten gehen kann. Zusätzlich zur zurückgelegten Strecke werden der Sauerstoffgehalt im Blut und die Herzfrequenz während des gesamten Tests mittels Pulsoximetrie überwacht und aufgezeichnet. Mit diesem Test wird der Allgemeinzustand bewertet. Wenn allerdings die Trainingskapazität reduziert ist, kann nicht festgestellt werden, welche einzelnen Organe und Systeme (d. h. Herz, Lunge, Muskeln und Knochen oder andere Organe und Systeme) zu dieser Einschränkung führen. Die Testergebnisse können davon abhängen, wie sehr sich der Patient bemüht.

Dieser Test kommt zum Einsatz, um das Ansprechen auf die Behandlungen und die Rehabilitation bei Lungenerkrankungen zu überwachen, vor einer Lungentransplantation sowie einer Operation zur Reduktion des Lungenvolumens und um das Risiko einer Funktionseinschränkung oder das Sterberisiko von Patienten mit Herz- und Lungenerkrankungen vorherzusagen.

Herz-Lungen-Belastungstest

Mit diesem computergestützten Test werden die Lungen- und Herzfunktion untersucht und Informationen gesammelt, zum Beispiel, wie viel Luft durch die Lunge fließt, wie viel Kohlendioxid gebildet wird und wie gut die Lunge Sauerstoff ins Blut und Kohlendioxid aus dem Blut heraus transportiert. Der Test beginnt, während der Patient in Ruhe ist, und wird fortgesetzt, wenn er auf einem Laufband oder einem Standrad (Fahrradergometer) trainiert. Der Patient trägt mehrere verschiedene Arten von Messgeräten, einschließlich einer Maske zur Messung der Atmung, des Sauerstoff- und Kohlendioxidwerts, eines Blutdruckmonitors, eines Pulsoximeters und eines Elektrokardiographie-Monitors. Die Belastungsintensität wird schrittweise gesteigert, bis die Symptome eine weitere körperliche Aktivität verhindern. Abhängig von der körperlichen Leistungsfähigkeit der Person und dem Grund für die Durchführung des Tests kann die Person die maximale körperliche Aktivität erreichen, muss dies aber nicht.

Durch den Herz-Lungen-Belastungstest wird hauptsächlich festgestellt, ob die Belastungskapazität normal ist. Wenn sie reduziert ist, wird bestimmt, ob dies auf Herz- und/oder Lungenerkrankungen oder Dekonditionierung zurückzuführen ist. Mit diesem Test können Probleme bereits in einem früheren Stadium festgestellt werden als bei nicht so umfangreichen Tests oder bei denen, die nur in Ruhe durchgeführt werden.

Mit dem Herz-Lungen-Belastungstest kann auch das Ansprechen auf eine Behandlung überwacht und das Training im Rahmen einer Rehabilitation bei Lungenerkrankungen angeleitet werden.

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