Msd Manual

Please confirm that you are not located inside the Russian Federation

honeypot link

Steuerung der Atmung

Von

Rebecca Dezube

, MD, MHS, Johns Hopkins University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mrz 2021| Inhalt zuletzt geändert Mrz 2021
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Quellen zum Thema

Die Atmung erfolgt in der Regel automatisch und wird unbewusst vom Atemzentrum im Hirnstamm kontrolliert. Auch im Schlaf und selbst im bewusstlosen Zustand findet die Atmung weiterhin statt. Menschen können ihre Atmung aber auch willentlich steuern, zum Beispiel bei einer Ansprache, beim Singen oder dem freiwilligen Anhalten des Atems. Sensorische Organe im Gehirn, in der Aorta und in den Halsschlagadern überwachen das Blut und messen die Sauerstoff- und Kohlendioxidkonzentrationen. In der Regel ist eine erhöhte Kohlendioxidkonzentration der stärkste Anreiz, tiefer und häufiger zu atmen. Im umgekehrten Fall verringert das Gehirn die Häufigkeit und Tiefe der Atemzüge, wenn die Kohlendioxidkonzentration im Blut niedrig ist. Im Ruhezustand atmet ein Erwachsener durchschnittlich etwa 15-mal pro Minute ein und aus.

Atemmuskulatur

Die Lunge hat keine eigenen Skelettmuskeln. Die Atmung selbst wird vom Zwerchfell (Diaphragma), den Muskeln zwischen den Rippen (Interkostalmuskeln), den Halsmuskeln sowie den Bauchmuskeln ausgeführt.

Das Zwerchfell (Diaphragma), eine kuppelförmige Muskel-Sehnen Platte, welche die Brusthöhle vom Bauchraum trennt, ist der wichtigste Muskel für das Einatmen (Inhalation oder Inspiration). Das Zwerchfell ist unten am Brustbein (Sternum), am unteren Bereich des Brustkorbs und an der Wirbelsäule befestigt. Wenn sich das Zwerchfell (Diaphragma) zusammenzieht, weitet es die Brusthöhle in Länge und Durchmesser aus, sodass sich die Lunge ausdehnt. Die Interkostalmuskeln unterstützen die Bewegung des Brustkorbs und damit die Atmung.

Das Ausatmen (Exhalation oder Exspiration) läuft gewöhnlich passiv ab, wenn sich der Betreffende nicht körperlich anstrengt. Die Elastizität der Lunge und der Brustwand, die während der Einatmung aktiv gedehnt werden, führt dazu, dass sie in ihre Ruheform zurückkehren, und bei der Entspannung der Muskulatur Luft aus der Lunge ausgestoßen wird. Aus diesem Grund ist es für eine ruhende Person möglich, ohne Anstrengung auszuatmen. Während starker körperlicher Anstrengung hingegen beteiligt sich eine Reihe verschiedener Muskeln an der Ausatmung. Hierbei ist die Bauchmuskulatur von besonderer Bedeutung. Wenn sich die Bauchmuskeln zusammenziehen, erhöht sich der Druck im Bauchraum und drückt das entspannte Zwerchfell gegen die Lunge, wodurch die Luft ausgestoßen wird.

Die Rolle des Zwerchfells bei der Atmung

Wenn sich das Zwerchfell (Diaphragma) zusammenzieht und absenkt, vergrößert sich die Brusthöhle und verringert so den Druck innerhalb der Lunge. Zum Ausgleich des Druckgefälles tritt Luft in die Lunge ein. Wenn sich das Zwerchfell entspannt und wieder hebt, wird die Luft durch die Elastizität der Lunge und der Brustwand aus der Lunge herausgedrückt.

Die Rolle des Zwerchfells bei der Atmung
HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für Patienten. ÄRZTE: Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Erfahren Sie

Testen Sie Ihr Wissen

Alpha-1-Antitrypsin-Mangel
Alpha-1-Antitrypsin-Mangel ist eine erbliche Erkrankung, bei der Lunge und Leber durch Abwesenheit oder niedrige Werte des Enzyms Alpha-1-Antitrypsin geschädigt werden. Bei ca. 10 bis 20 % der Menschen mit dieser Erkrankung treten die ersten Symptome im Säuglingsalter auf. Welches der folgenden Symptome manifestiert sich bei Säuglingen oft zuerst?

Auch von Interesse

NACH OBEN