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Phimose und Paraphimose

Von

Patrick J. Shenot

, MD, Sidney Kimmel Medical College at Thomas Jefferson University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Aug 2019| Inhalt zuletzt geändert Aug 2019
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Kurzinformationen
Quellen zum Thema

Eine Phimose und Paraphimose kann nur bei nicht beschnittenen Männern auftreten.

Phimose

Bei einer Vorhautverengung (Phimose) lässt sich die Vorhaut nicht über die Eichel (das kegelförmige Ende des Penis) zurückschieben. Bei neugeborenen oder jungen Knaben ist dies normal; es reguliert sich gewöhnlich ohne Behandlung bis zum 5. Lebensjahr. Bei älteren Männern kann die Vorhautverengung die Folge einer anhaltenden Reizung oder wiederkehrenden Entzündung der Eichel und der Vorhaut (Balanoposthitis) sein. Die Vorhautverengung kann zu Schwierigkeiten beim Wasserlassen und Geschlechtsverkehr führen und das Risiko von Harnwegsinfektionen erhöhen.

Die übliche Behandlung besteht in einer Beschneidung (Zirkumzision). Bei Kindern kann die Anwendung einer Kortikosteroid-Creme 2 bis 3-mal täglich sowie regelmäßiges, vorsichtiges Dehnen der Vorhaut Abhilfe schaffen und dem Kind eine Beschneidung ersparen. Die Creme kann bis zu 3 Monate lang angewendet werden.

Paraphimose

Bei einer Paraphimose lässt sich die zurückgezogene Vorhaut nicht wieder über die Eichel zurückstreifen. Am häufigsten kommt es zu einer solchen Störung, wenn die Vorhaut nach einem medizinischen Eingriff (z. B. dem Legen eines Katheters) oder nach der Säuberung des Penis des Kindes nicht wieder nach vorn gestreift wird. Die Eichel schwillt an, übt vermehrt Druck auf die zurückgezogene Vorhaut aus, die dann hinter dem Eichelkranz eingeklemmt wird. Der wachsende Druck behindert schließlich die Durchblutung des Penis, was zu einer Schädigung des Penisgewebes führen kann, wenn die Vorhaut nicht wieder nach vorn gezogen wird.

Die Paraphimose ist ein medizinischer Notfall und muss sofort behandelt werden. Die Sofortbehandlung besteht darin, die Eichel zusammenzudrücken, um die Vorhaut nach vorne ziehen zu können. Sollte dies nicht möglich sein, wird der Penis betäubt und die Vorhaut durchtrennt, um den Druck durch die Einschnürung zu lindern. Danach wird eine Beschneidung vorgenommen.

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