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Nebenhodenentzündung und Nebenhoden-Hoden-Entzündung

Von

Patrick J. Shenot

, MD, Sidney Kimmel Medical College at Thomas Jefferson University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Aug 2019| Inhalt zuletzt geändert Aug 2019
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Kurzinformationen
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Eine Nebenhodenentzündung (Epididymitis) ist eine Entzündung der Nebenhoden (den geschwungenen Gängen oben an den Hoden, in denen das Sperma heranreift). Eine Nebenhoden-Hoden-Entzündung (Epididymoorchitis) ist eine Entzündung der Nebenhoden und Hoden.

  • Es kann zu Schwellungen und Druckempfindlichkeit oder Schmerzen kommen.

  • Die Diagnose einer Nebenhodenentzündung bzw. einer Nebenhoden-Hoden-Entzündung wird anhand einer körperlichen Untersuchung, Urinanalyse und in manchen Fällen mittels Doppler-Sonographie gestellt.

  • Die Behandlung beinhaltet orale Antibiotika, Bettruhe, Schmerzmittel und Eispackungen für den Hodensack.

Eine Entzündung des Nebenhodens oder von Nebenhoden und Hoden wird gewöhnlich durch eine bakterielle Infektion hervorgerufen. Infektionen können die Folge einer Operation, des Legens eines Blasenkatheters oder der Ausbreitung von Infektionen aus anderen Teilen des Harntrakts sein. Die Ursache ist manchmal eine sexuell übertragbare Krankheit. Seltene Ursachen sind u. a. bestimmte Virus- oder Pilzinfektionen.

Manchmal ist auch keine Infektion als Ursache festzustellen. Hier vermuten Ärzte, dass sich die Nebenhoden aufgrund eines Urinrückflusses in die Nebenhoden entzünden, möglicherweise hervorgerufen durch Anstrengung (z. B. beim Heben von sehr schweren Gegenständen).

Symptome

Symptome einer Nebenhodenentzündung und Nebenhoden-Hoden-Entzündung sind unter anderem:

  • Schwellung und Druckempfindlichkeit an der betroffenen Stelle

  • Flüssigkeit um die Hoden (Hydrozele)

  • Fieber (manchmal)

Die Schmerzen können dauerhaft bestehen und stärker werden. Bei einer sexuell übertragbaren Krankheit als Ursache kann auch Ausfluss vorhanden sein. Selten bildet sich ein Abszess (Eiteransammlung), der sich wie ein weicher Knoten im Hodensack anfühlt.

Diagnose

  • Untersuchung durch den Arzt

  • Urinuntersuchung

Die Diagnose einer Nebenhodenentzündung bzw. einer Nebenhoden-Hoden-Entzündung wird anhand einer körperlichen Untersuchung und Urinanalyse gestellt. In manchen Fällen kommt eine Doppler-Sonographie zum Einsatz, um die Durchblutung der Hoden zu untersuchen.

Behandlung

  • Antibiotika

  • Bettruhe

  • Maßnahmen zur Schmerzlinderung

Behandelt werden die Nebenhodenentzündung und die Nebenhoden-Hoden-Entzündung mit oralen Antibiotika, Bettruhe, Schmerzmitteln und Eispackungen für den Hodensack. Ruhigstellen des Hodensacks mit einem Suspensorium kann die Schmerzen ebenfalls lindern.

Bei Abszessen ist in der Regel eine operative Drainage erforderlich.

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