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Genitalverstümmelung bei Frauen

Von

Alicia R. Pekarsky

, MD, State University of New York Upstate Medical University, Upstate Golisano Children's Hospital

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Feb 2018| Inhalt zuletzt geändert Feb 2018
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Die Genitalverstümmelung bei Frauen ist ein Ritual, bei dem die äußeren Geschlechtsorgane teilweise oder vollständig entfernt werden.

Zu den äußeren weiblichen Geschlechtsorganen gehören die Klitoris (eine kleine Erhebung auf den Geschlechtsorganen der Frau, die auf sexuelle Stimulation anspricht), die Schamlippen (das Gewebe, das die Geschlechtsorgane umfasst und schützt) und das Jungfernhäutchen (Hymen eine dünne Membran um die Öffnung der Vagina herum).

Diese Genitalbeschneidung gehört in Teilen Afrikas (vor allem Nord- und Zentralafrika) zur Praxis und ist oft tief in der Kultur verwurzelt. Auch im manchen Gebieten des Nahen Ostens werden Genitalverstümmelungen durchgeführt. Begründung für diese Praxis ist, dass Frauen, die sexuelle Befriedigung empfinden, als unkontrollierbar gelten, gemieden werden und nicht geheiratet werden können.

Die Mädchen sind durchschnittlich 7 Jahre alt, wenn sie ohne jegliche Betäubung verstümmelt werden. Die Weltgesundheitsorganisation definiert vier Hauptarten der weiblichen Genitalverstümmelung:

  • Klitoridektomie: Teilweise oder vollständige Entfernung der Klitoris und, in sehr seltenen Fällen, der Haut, die die Klitoris umgibt (als Vorhaut oder Klitorisvorhaut bezeichnet)

  • Exzision: Teilweise oder vollständige Entfernung der Klitoris sowie der kleinen Schamlippen, mit oder ohne Entfernung der großen Schamlippen

  • Infibulation: Entfernung der Klitoris und Schamlippen, gewöhnlich gefolgt von der Verschließung des restlichen Gewebes bis auf eine kleine Öffnung für das Monatsblut und den Urin

  • Sonstiges: Alle weiteren schädigenden Eingriffe an den weiblichen Geschlechtsorganen ohne medizinische Gründe (wie Stechen, Piercen, Schneiden und Ausbrennen des Genitalbereichs)

Die Folgen der Genitalverstümmelung umfassen Blutungen und Infektionen (darunter Tetanus). Bei Frauen mit Infibulationen kann es zu wiederkehrenden Infektionen der Harnwege oder Geschlechtsorgane sowie zu Narbenbildungen kommen. Bei Frauen die nach einer Verstümmelung schwanger werden, können bei der Geburt schwere Blutungen auftreten. Die psychischen Probleme können schwerwiegend sein.

Aufgrund des Einflusses von Religionsführern, die sich gegen diese Praxis aussprachen, sowie aufgrund des wachsenden Widerstands in gewissen Gemeinschaften scheint die Genitalverstümmelung bei Frauen leicht zurückzugehen.

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