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Eileiterkrebs

Von

Pedro T. Ramirez

, MD, The University of Texas MD Anderson Cancer Center;


Gloria Salvo

, MD, MD Anderson Cancer Center

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Feb 2019| Inhalt zuletzt geändert Feb 2019
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Quellen zum Thema

Eileiterkrebs entwickelt sich in den Gängen, die von den Eierstöcken zur Gebärmutter führen.

  • Die meisten Karzinome, die sich auf die Eileiter auswirken, sind Metastasen aus anderen Körperteilen.

  • Zuerst kann es sein, dass die Frauen vage Symptome wie Unterleibsbeschwerden oder Blähungen oder auch gar keine Symptome haben.

  • Es wird eine Computertomographie zur Untersuchung von Auffälligkeiten durchgeführt.

  • Normalerweise werden Gebärmutter, Eierstöcke, Eileiter und angrenzende Lymphknoten sowie Gewebe entfernt, darauf folgt eine Chemotherapie.

In den Vereinigten Staaten handelt es sich bei weniger als 1 Prozent der gynäkologischen Karzinome um Eileiterkrebs. Krebserkrankungen, die in den Eileitern beginnen, sind selten. Die meisten Karzinome, die sich auf die Eileiter auswirken, haben ihren Ursprung irgendwo anders im Körper.

Lage der inneren weiblichen Fortpflanzungsorgane

Lage der inneren weiblichen Fortpflanzungsorgane

Frauen haben in der Regel die Wechseljahre hinter sich, wenn ein Eileiterkrebs diagnostiziert wird.

Risikofaktoren für Eileiterkrebs sind u. a.:

  • Fortgeschrittenes Alter

  • Langwierige bzw. chronische Entzündung der Eileiter (chronische Salpingitis)

  • Unfruchtbarkeit

Mehr als 95 Prozent der Eileiterkarzinome sind Adenokarzinome, die sich aus Drüsenzellen entwickeln. Daneben kommen auch Sarkome vor, die aus Bindegewebe stammen.

Eileiterkrebs breitet sich weitgehend auf demselben Weg aus wie Eierstockkrebs:

  • Im Normalfall direkt auf umliegende Bereiche

  • Durch die Abstoßung von Krebszellen in die Bauchhöhle

  • Durch das lymphatische System auf andere Bereiche des Beckens und des Abdomens sowie mit der Zeit in weiter entfernte Teile des Körpers

Symptome

Zu den Symptomen von Eileiterkrebs zählen unklare Unterleibsbeschwerden, Blähungen und Schmerzen im Beckenbereich und Unterbauch. Manche Frauen haben wässrigen Ausfluss aus der Scheide. Wenn der Krebs fortgeschritten ist, kann sich die Bauchhöhle mit Flüssigkeit füllen (ein Zustand, der Aszites genannt wird) und betroffene Frauen spüren eventuell einen großen Klumpen im Becken.

Diagnose

  • Computertomographie

Eileiterkrebs wird selten frühzeitig diagnostiziert. Hin und wieder kommt es zu einer frühen Diagnose, wenn eine Masse oder eine andere Auffälligkeit bei einer Routineuntersuchung des Beckens festgestellt oder aus einem anderen Grund ein bildgebendes Verfahren durchgeführt wird. Normalerweise wird der Krebs erst diagnostiziert, wenn er bereits fortgeschritten ist und offenkundig wird, weil eine große Masse oder ein schwerer Aszites vorliegt.

Wenn ein Verdacht auf Eileiterkrebs besteht, wird normalerweise eine Computertomographie (CT) vorgenommen. Wenn die Ergebnisse auf Krebs hindeuten, wird ein chirurgischer Eingriff durchgeführt, um die Diagnose zu bestätigen, das Ausmaß der Ausbreitung zu bestimmen (Staging bzw. Stadieneinteilung) und so viel wie möglich von dem Karzinom zu entfernen.

Stadieneinteilung

Die Stadieneinteilung gründet darauf, wie weit sich der Krebs ausgebreitet hat:

  • Stadium I: Der Krebs tritt nur in einem oder in beiden Eileitern auf.

  • Stadium II: Der Krebs hat sich auf nahe Gewebe ausgebreitet, ist aber noch innerhalb des Beckens (das die inneren Fortpflanzungsorgane, Blase und Mastdarm beinhaltet).

  • Stadium III: Der Krebs hat sich außerhalb des Beckens auf Lymphknoten und/oder Bauchorgane (wie die Leberoberfläche) ausgebreitet.

  • Stadium IV: Der Krebs hat sich auf entfernte Organe ausgebreitet.

Die Stadieneinteilung des Eileiterkrebses erfordert einen chirurgischen Eingriff, um die auffälligen Bereiche zu biopsieren und die benachbarten Lymphknoten zu entfernen und zu kontrollieren.

Prognose

Die Prognose für Frauen mit Eileiterkrebs ähnelt der für Frauen mit Eierstockkrebs. Die Prognose hängt vom Stadium des Krebses und vom Alter der betroffenen Frau ab.

5 Jahre nach der Diagnose und Behandlung sind die folgenden Prozentanteile der betroffenen Frauen noch am Leben (5-Jahres-Überlebensrate):

  • Stadium I: Etwa 81 %

  • Stadium II: Etwa 67 %

  • Stadium III: Etwa 41 %

  • Stadium IV: Etwa 33 %

Behandlung

  • Normalerweise Entfernung von Gebärmutter, Eierstöcken, Eileitern, angrenzenden Lymphknoten und umliegendem Gewebe

  • Manchmal Entfernung des betroffenen Gewebes (zytoreduktive Operation)

  • Chemotherapie

Fast immer müssen zur Behandlung von Eileiterkrebs die Gebärmutter (Hysterektomie), die Eierstöcke und Eileiter (Salpingoophorektomie), die angrenzenden Lymphknoten und das umliegende Gewebe entfernt werden. Diese Eingriffe werden in der Regel vorgenommen, wenn die Operation zur Stadieneinteilung des Krebses durchgeführt wird. Gelegentlich kann der Eingriff zur Stadienbestimmung und Behandlung von Eileiterkrebs mit einem Laparoskop vorgenommen werden.

Bei fortgeschrittenen Tumoren, die sich auf andere Körperteile ausgebreitet haben, wird in der Regel so viel wie möglich vom Tumor entfernt, um das Überleben zu verlängern. Diese Art von chirurgischem Eingriff wird zytoreduktive Chirurgie genannt. Abhängig davon, wo sich der Tumor ausgebreitet hat, können betroffene Frauen anstelle oder vor der Operation chemotherapeutisch behandelt werden.

Gewöhnlich folgt auf die Operation (wie bei Eierstockkrebs) eine Chemotherapie. Mittels Chemotherapie können kleine Bereiche mit Krebszellen, die noch verblieben sind, zerstört werden. Die am häufigsten für eine Chemotherapie verwendeten Arzneimittel sind Carboplatin zusammen mit Paclitaxel. Eine Therapie mit Bestrahlung ist selten sinnvoll.

Bei Karzinomen, die Metastasen in anderen Teilen des Körpers gebildet haben, verbessert es die Prognose, so viel des Krebses wie möglich zu entfernen.

Weitere Informationen

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