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Kaiserschnitt

(Schnittentbindung)

Von

Julie S. Moldenhauer

, MD, Children's Hospital of Philadelphia

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jan 2020| Inhalt zuletzt geändert Jan 2020
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Kurzinformationen
Quellen zum Thema

Bei einem Kaiserschnitt wird das Kind operativ entbunden, nachdem Bauchdecke und Gebärmutter der Frau mit einem Schnitt eröffnet wurden.

In den Vereinigten Staaten werden bis zu 30 Prozent aller Kinder mithilfe eines Kaiserschnitts geboren.

Ein Kaiserschnitt wird durchgeführt, wenn die Ärzte glauben, dass die Operation für die Frau, das Kind oder für beide sicherer als eine vaginale Entbindung ist. Dies ist unter folgenden Umständen der Fall:

Früher waren die Ärzte der Ansicht, dass bei Frauen, bei denen ein Kaiserschnitt durchgeführt wurde, auch bei allen späteren Entbindungen ein Kaiserschnitt vorgenommen werden sollte. Die Ärzte befürchteten, dass sich die Narbe des Einschnitts in der Gebärmutter während der Wehen öffnet (Uterusruptur Uterusruptur Die Uterusruptur ist ein spontanes Zerreißen der Gebärmutter, welches dazu führen kann, dass sich der Fötus frei im Bauchraum bewegt. Eine Uterusruptur tritt nur äußerst selten auf. Sie stellt... Erfahren Sie mehr ). Jedoch haben die Ärzte jetzt festgestellt, dass das Risiko einer Ruptur nach einem Kaiserschnitt gering ist, wenn der Schnitt im unteren Bereich der Gebärmutter horizontal vorgenommen wurde. Wurde bei einer Frau nur ein Kaiserschnitt durchgeführt und wurde der Schnitt im unteren Bereich der Gebärmutter horizontal vorgenommen, kann sie sich für eine vaginale Entbindung entscheiden. Dies wird als eine Vaginalgeburt nach Kaiserschnitt (vaginal birth after cesarean, VBAC) bezeichnet. Wurden bei einer Frau jedoch mehrere Schnittentbindungen vorgenommen, wird von den meisten Ärzten die Durchführung eines Kaiserschnitts bei allen späteren Schwangerschaften empfohlen. Die Frauen sollten die Risiken mit ihrem Arzt besprechen, bevor sie sich für eine Vaginalgeburt nach Kaiserschnitt entscheiden. Viele Einrichtungen verwenden Prüflisten, um sicherzustellen, dass die Frauen und ihre Kinder gute Kandidaten für eine sichere und erfolgreiche VBAC sind.

Entscheidet sich eine Frau für eine vaginale Entbindung, nachdem bei ihr bereits ein Kaiserschnitt durchgeführt wurde, sollte sie die Geburt in einer Einrichtung planen, die im Notfall schnell einen Kaiserschnitt vornehmen kann. Dies ist aus folgenden Gründen zu empfehlen:

  • Vaginale Entbindungen sind bei nur ungefähr 60 bis 80 Prozent der Frauen mit einem vorangegangenen Kaiserschnitt erfolgreich

  • Es besteht ein sehr geringes Risiko einer Uterusruptur.

Wussten Sie ...

  • Wurde bei einer Frau zuvor nur ein Kaiserschnitt mit einem horizontalen Einschnitt im unteren Bereich der Gebärmutter vorgenommen, kann sie sich bei ihrem Arzt bei ihrer nächsten Schwangerschaft über die Möglichkeit einer vaginalen Entbindung erkundigen.

Bei diesem operativen Verfahren sind ein Geburtshelfer, ein Anästhesist, Pflegekräfte und unter Umständen ein Kinderarzt beteiligt. Die Verwendung von Anästhetika, intravenös verabreichten Medikamenten, Antibiotika und Bluttransfusionen unterstützt die sichere Ausführung eines Kaiserschnitts.

Bei einem Kaiserschnitt kann der Schnitt im oberen oder unteren Bereich der Gebärmutter vorgenommen werden.

Um das Risiko eines Blutgerinnsels in den Beinen oder im Becken, das zur Lunge transportiert wird und dort Arterien blockiert (Lungenembolie Lungenembolie (LE) Bei einer Lungenembolie wird eine Lungenarterie (Pulmonalarterie) durch eine mit dem Blutfluss eingeschwemmte Ansammlung von Feststoffen (Embolus) verschlossen – in der Regel handelt es sich... Erfahren Sie mehr ), zu reduzieren, werden Frauen angewiesen, kurz nach dem Kaiserschnitt aufzustehen und herumzulaufen.

Die Schmerzen sind bei einem Kaiserschnitt nachher im Allgemeinen größer als bei einer vaginalen Entbindung. Auch ist ein längerer Krankenhausaufenthalt erforderlich und es wird mehr Zeit zu Erholung benötigt.

Weitere Informationen zum Kaiserschnitt

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