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COVID-19 während der Schwangerschaft

Von

Lara A. Friel

, MD, PhD, University of Texas Health Medical School at Houston, McGovern Medical School

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Apr 2020| Inhalt zuletzt geändert Apr 2020
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COVID-19 (Coronavirus-Krankheit 2019) ist eine Atemwegserkrankung, die schwerwiegend sein kann. Diese Erkrankung wird von einem neu identifizierten Virus verursacht, das als SARS-CoV-2 („schweres akutes Atemwegssyndrom – Coronavirus 2“) bezeichnet wird.

  • Basierend auf den verfügbaren Informationen scheint das Risiko, sich mit COVID-19 anzustecken und/oder dass das Virus schwere Symptome auslöst, für Schwangere genauso groß zu sein wie für andere Erwachsene.

  • Das Risiko von Komplikationen während der Schwangerschaft (wie vorzeitige Wehen, Frühgeburt und Präeklampsie) ist ggf. bei mittelschweren oder schweren Symptomen erhöht.

  • Ärzte vermuten COVID-19 auf Grundlage von Symptomen und der Wahrscheinlichkeit eines Kontakts mit dem Virus; zur Bestätigung der Diagnose sind allerdings Tests notwendig.

Das Risiko, dass eine Schwangere COVID-19 auf den Fötus überträgt, scheint sehr gering zu sein. Nach der Geburt des Kindes ist eine Übertragung von Mensch zu Mensch jedoch möglich.

Symptome

Die meisten an COVID-19 erkrankten Menschen haben leichte oder keine Symptome, manche werden jedoch schwer krank und sterben. Zu den Symptomen können Fieber, Husten und Kurzatmigkeit gehören. Gelegentlich kann der Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns das erste Symptom sein.

Es ist nicht bekannt, ob eine Schwangerschaft das Risiko einer Ansteckung mit COVID-19 und/oder schwerer Symptome erhöht. Allerdings deuten die verfügbaren Informationen darauf hin, dass das Risiko dem anderer Erwachsenen entspricht.

Das Risiko von Komplikationen während der Schwangerschaft (wie vorzeitige Wehen, Frühgeburt und Präeklampsie) ist ggf. bei mittelschweren oder schweren Symptomen erhöht. Weitere Informationen sind notwendig, um zu bestätigen, dass das Risiko erhöht ist.

Diagnose

  • Untersuchung durch den Arzt

  • Tests zur Identifizierung des Virus

Die Diagnose von COVID-19 bei Schwangeren ähnelt der Diagnose bei nicht schwangeren Personen. Der Verdacht auf COVID-19 besteht, wenn der Patient an Fieber, Husten, plötzlichem Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns und/oder Atembeschwerden leidet und mit dem Virus in Kontakt gekommen sein könnte.

Um die Diagnose zu bestätigen, können Ärzte Proben der Flüssigkeiten in den Atemwegen entnehmen und diese untersuchen. Eine Polymerase-Kettenreaktion (PCR) kann bei der Feststellung des Virus helfen. Mit diesem Test können viele Kopien des genetischen Materials des Virus hergestellt werden, was dadurch die Feststellung des Virus erleichtert. Wenn ein Test nicht leicht verfügbar ist oder die Symptome leicht sind, kann die Diagnose basierend auf den Symptomen und der Wahrscheinlichkeit eines Kontakts (sofern dies bestimmt werden kann) gestellt werden.

Bei Bedarf wird eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs erstellt und/oder eine Computertomografie (CT) durchgeführt.

Vorbeugung

Der beste Weg, COVID-19 vorzubeugen, besteht darin, Kontakt mit dem Virus zu vermeiden, was aber schwierig sein kann, da infizierte Menschen nicht immer wissen, dass sie das Virus haben. Die US-amerikanische Behörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) hat Empfehlungen zur Verhinderung der Ausbreitung von COVID-19 herausgegeben. Diese Empfehlungen gelten für jeden (siehe auch Vorbeugung von COVID-19).

Darüber hinaus sollten Schwangere ihre medizinische Fachkraft anrufen, um festzustellen, ob sie weniger Vorsorgeuntersuchungen und Termine für Untersuchungen (z. B. Blut- oder Urinuntersuchungen oder Ultraschalluntersuchung) wahrnehmen können. Die Anzahl der Termine zu verringern, kann das Risiko verringern, mit COVID-19 in Kontakt zu kommen. Zum Beispiel können Schwangere statt eines normalen Termins in der Arztpraxis mit ihrer medizinischen Fachkraft telefonieren oder einen Videoanruf online (Telemedizin) haben.

Wenn eine Überwachung des Fötus erforderlich ist, können Ärzte dies manchmal auf eine Weise umsetzten, für die weniger Kontakt zwischen der medizinischen Fachkraft und der Schwangeren erforderlich ist. Sie können zum Beispiel den Fötus außerhalb des Untersuchungszimmers elektronisch oder per Bluetooth beobachten. Für diese Methode müssen sie jedoch das Zimmer zum Anbringen des Monitors betreten.

Ist eine Schwangere ggf. infiziert, kann es notwendig sein, sie nach der Geburt von ihrem Kind zu trennen, bis die Ärzte festgestellt haben, ob das Kind infiziert ist.

Stillen

Das Risiko, dass die Mutter das Virus über die Muttermilch überträgt, ist gering oder nicht vorhanden. Es werden jedoch weitere Informationen benötigt, um festzustellen, ob eine infizierte Mutter das Virus über die Muttermilch an das Kind übertragen kann. Wenn eine Mutter ihr Kind stillen möchte, sollte sie Folgendes tun (es sei denn, die medizinische Fachkraft hat eine Infektion ausgeschlossen):

  • Die Mutter sollte sich die Hände waschen, bevor sie sich auf das Stillen vorbereitet und bevor sie die Bestandteile der Milchpumpe oder des Fläschchens anfasst.

  • Die Mutter sollte die Milch ausstreichen, damit ein Betreuer, der nicht infiziert ist, die Milch nehmen und den Säugling damit füttern kann.

  • Alle Bestandteile der Milchpumpe und des Fläschchens sollten nach der Verwendung gereinigt werden.

  • Sollte sich die Mutter dazu entscheiden, das Kind direkt zu stillen, muss sie eine Gesichtsmaske tragen und ihre Hände vor jedem Stillen waschen.

Behandlung

  • Paracetamol zur Senkung des Fiebers und Linderung der Muskelschmerzen

Die Behandlung von COVID-19 bei Schwangeren und Personen, die nicht schwanger sind, ist ähnlich.

Paracetamol kann ggf. zur Senkung des Fiebers und zur Linderung von Schmerzen (z. B. Muskelschmerzen) angewendet werden.

Schwangere, die an COVID-19 leiden, sollten vor der Geburt das Krankenhaus darüber informieren, dass sie sich angesteckt haben. Das Krankenhauspersonal kann darauf die notwendigen Vorkehrungen treffen, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Weitere Informationen

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