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Gynäkologische Untersuchung

Von

David H. Barad

, MD, MS, Center for Human Reproduction

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mai 2019| Inhalt zuletzt geändert Mai 2019
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Quellen zum Thema

Für Frauen kann es hilfreich sein, Themen wie Sex, Verhütung, Schwangerschaft und Probleme in den Wechseljahren mit einer Person ihres Vertrauens besprechen zu können. Das kann ein Allgemeinarzt, eine Hebamme, eine Krankenschwester oder Assistenzarzt sein.

Eine frauenärztliche Untersuchung umfasst die gynäkologische Vorgeschichte und eine gynäkologische Untersuchung.

Die gynäkologische Untersuchung konzentriert sich speziell auf die Untersuchung des Fortpflanzungssystems der Frau. Aber der Frauenarzt (oder ein anderer Facharzt) kann die Patientin während des Besuchs auch auf den allgemeinen Gesundheitszustand hin untersuchen.

Fragen und Befürchtungen bezüglich der gynäkologischen Untersuchung sollte die Frau mit dem Arzt vorher besprechen. Treten währenddessen Schmerzen auf, sollte die Frau den Arzt darauf aufmerksam machen. Die Frau sollte gebeten werden, zu Analysezwecken vor der Untersuchung ihre Blase zu entleeren und eine Urinprobe abzugeben.

Der Arzt kann den Hals und Schilddrüse nach Knoten und Auffälligkeiten abtasten. Eine vergrößerte, überaktive Schilddrüse (Hyperthyreoidismus) kann Unregelmäßigkeiten bei der Menstruation verursachen. Der Arzt untersucht die Haut auf Anzeichen von Akne, eine eher für Männer typische, starke Körperbehaarung (Hirsutismus), Flecken und Wucherungen.

Eine Brustuntersuchung wird gewöhnlich vor der Untersuchung des Beckens durchgeführt. Während die Frau sitzt, untersucht der Arzt die Brüste auf Unregelmäßigkeiten wie Dellen, gespannte Haut, Knoten und Ausfluss. Dann tastet der Arzt mit der flachen Hand jede Brust auf vergrößerte Lymphknoten, Knoten und Unregelmäßigkeiten, wobei die Frau entweder sitzt oder liegt und ihre Arme über ihren Kopf hält. Während der Untersuchung kann der Arzt die Frau in das Vorgehen bei der Selbstuntersuchung der Brust einweisen.

Der Arzt überprüft die Aktivität der Verdauungsorgane mit dem Stethoskop, das auch ungewöhnliche Strömungsgeräusche des Blutes aufgrund verengter Blutgefäße wahrnimmt. Der Arzt kann Bereiche des Bauches mit den Fingern abtasten. Der Bauchraum wird vorsichtig abgetastet, um ungewöhnliches Wachstum oder vergrößerte Organe, besonders Leber und Milz, festzustellen. Es kann unangenehm sein, wenn der Arzt tiefer in den Bauch drückt, sollte jedoch keine Schmerzen bereiten.

Der Arzt kann die Leiste auch zur Messung des Pulses (der normalerweise gut zu fühlen ist), vor allem aber auf vergrößerte Lymphknoten und Hernien untersuchen.

Untersuchung des Beckens

Eine Untersuchung des Beckens wird gewöhnlich nicht vor Vollendung des 21. Lebensjahres durchgeführt, sofern keine Probleme, wie z. B. unregelmäßige Perioden, Unterleibsschmerzen oder ein Scheidenausfluss vorliegen. Untersuchungen des Beckens werden generell allen Frauen ab 21 Jahren empfohlen. Eine Frau kann mit ihrem Arzt besprechen, ob diese Untersuchungen in diesem Alter erstmals durchgeführt werden müssen und wie häufig sie durchgeführt werden müssen. Ab einem Alter von 21 Jahren sollten die meisten Frauen Tests auf Gebärmutterhalskrebs, wie den sogenannten Papanicolaou-Test (Pap-Test), durchführen lassen.

Eine Untersuchung des Beckens umfasst Folgendes:

Äußere weibliche Geschlechtsorgane

Äußere weibliche Geschlechtsorgane

Innere weibliche Geschlechtsorgane

Innere weibliche Geschlechtsorgane

Bei der Untersuchung des Beckens liegt die Frau mit angewinkelten Hüften und Knien auf dem Rücken, die Unterschenkel ruhen auf einer Halterung und das Gesäß befindet sich am Rand des Untersuchungsstuhls. Spezielle Untersuchungsstühle sind mit Haltebügeln ausgestattet, die Frauen helfen, in dieser Position zu verharren. In der Regel gibt es einen Vorhang zum Umziehen und eine Hilfskraft wird gebeten, bei der Untersuchung anwesend zu sein und zu helfen. Wenn eine Frau die Untersuchung des Beckens mitverfolgen möchte, sollte sie dies dem Arzt sagen, der einen Spiegel zur Verfügung stellen kann. Der Arzt kann die Untersuchung erklären oder die Ergebnisse vor, während oder nach der Untersuchung überprüfen.

Vor der Beckenuntersuchung bittet der Arzt die Frau, ihre Beine und Hüften zu entspannen und tief einzuatmen.

Während der Untersuchung untersucht der Arzt zunächst den äußeren Genitalbereich und registriert die Behaarung sowie Auffälligkeiten wie Verfärbung, Ausfluss und Entzündungen. Während dieser Untersuchung werden möglicherweise keine Unregelmäßigkeiten oder es werden Hinweise auf hormonelle Probleme, Krebs, Verletzung oder sexuellen Missbrauch festgestellt.

Anschließend spreizt der Arzt das Gewebe um die Scheidenöffnung (Labia) und untersucht die Öffnung. Mithilfe eines Spekulums (ein Instrument aus Metall oder Kunststoff, das die Wände der Scheide auseinanderschiebt) untersucht der Arzt die tieferen Bereiche der Scheide und den Gebärmutterhals (den unteren Bereich der Gebärmutter, die Zervix). Der Gebärmutterhals wird auf Anzeichen für eine Reizung oder Gebärmutterhalskrebs untersucht. Der Arzt kann mithilfe eines kleinen Plastikspatels einen Abstrich für einen Test, normalerweise für einen Papanicolaou-Test (Pap-Test) oder ähnliches, entnehmen (Gebärmutterhalskrebs-Früherkennungstest). Der Arzt bittet die Frau darum, wie beim Stuhlgang zu pressen, um etwaige Aussackungen von Blase, Rektum oder Darm in die Scheide (sogenannter Beckenorganprolaps) einfacher ausmachen zu können.

Muttermundabstrich

Dabei verwenden sie ein Spekulum (ein Instrument aus Metall oder Plastik), zum Spreizen der Scheidenwände. Dann führen sie den kleinen Plastikspatel zur Entnahme eines Abstrichs aus dem Gebärmutterhals (dem unteren Teil der Gebärmutter) für einen Test ein.

Muttermundabstrich

Nachdem das Spekulum wieder aus der Scheide herausgenommen wurde, geht der Arzt mit dem Zeige- und Mittelfinger einer behandschuhten Hand in die Scheide und tastet die Scheideninnenwände auf ihre Festigkeit und ihren Halt ab. Der Arzt tastet den Innenbereich der Scheide auch nach Wucherungen oder empfindlichen Bereichen ab.

Mit den Fingern der einen Hand in der Scheide platziert dann der Arzt die Finger der anderen Hand auf den Unterbauch über dem Schambein (sogenannte bimanuelle Tastuntersuchung). Zwischen den beiden Händen ist die Gebärmutter gewöhnlich als birnenförmige, glatte, feste Struktur spürbar, und ihre Größe, Position, Konsistenz und der Grad der Anspannung (falls vorhanden) kann bestimmt werden.

Danach versucht der Arzt, die Eierstöcke zu ertasten, indem er die Hand auf dem Bauch etwas zur Seite schiebt und ein wenig mehr Druck ausübt. Dies ist erforderlich, weil die kleinen Eierstöcke viel schwieriger zu tasten sind als die Gebärmutter. Dieser Teil der Untersuchung kann etwas unangenehm sein, sollte aber keine Schmerzen bereiten. Der Arzt überprüft Größe und Schmerzempfindlichkeit der Eierstöcke.

Rektale Untersuchung

Es kann eine rektale Untersuchung durchgeführt werden. Der Arzt schiebt den Zeigefinger in die Scheide und den Mittelfinger in das Rektum, um die Rückwand der Scheide auf ungewöhnliche Wucherungen oder Dickstellen zu untersuchen.

Zusätzlich kann das Rektum auf Hämorrhoiden, Fissuren, Polypen und Knoten untersucht werden. Mit dem behandschuhten Finger kann eine Stuhlprobe entnommen werden, die auf Blutbeimischungen untersucht wird. Vielleicht erhält die Frau auch einen Test, mit dem sie zu Hause Stuhlproben entnimmt (Hämoccult-Test).

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