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Zinkmangel

Von

Larry E. Johnson

, MD, PhD, University of Arkansas for Medical Sciences

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jun 2020| Inhalt zuletzt geändert Jun 2020
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Quellen zum Thema

Einem Zinkmangel liegen zahlreiche Ursachen zugrunde, darunter verschiedene Krankheiten, Alkoholismus und die Anwendung von Diuretika.

  • Die Betroffenen verlieren Appetit, leiden unter Haarausfall, fühlen sich lustlos und verlieren ihren Geschmackssinn.

  • Es wird die Konzentration von Zink im Blut und Urin gemessen. Diese Tests können aber unter Umständen den Zinkgehalt nicht genau ermitteln.

  • Oral eingenommene Zinkpräparate beheben den Mangel.

Zink wird im Körper weiträumig verteilt: in Knochen, Zähnen, Haar, Haut, Leber, Muskeln, weißen Blutkörperchen und den Hoden. Es ist Bestandteil von über 100 Enzymen, auch den an der Bildung von RNS (Ribonukleinsäure) und DNS (Desoxyribonukleinsäure) beteiligten. (Siehe auch Mineralstoffe im Überblick.)

Der Zinkspiegel des Körpers ist abhängig von der über die Nahrung aufgenommenen Zinkmenge. Zink ist für eine gesunde Haut, Wundheilung und Wachstum erforderlich.

Ein Gutteil des Zinks in der Nahrung wird vom Körper nicht aufgenommen. Eine ballaststoff- und phytatreiche Ernährung mit Vollkornbrot, Kleie, Bohnen, Sojabohnen, weiteren Hülsenfrüchten und Nüssen reduziert die Zinkresorption.

Zahlreiche Umstände können das Risiko der Entwicklung eines Zinkmangels erhöhen. Ein Mangel aufgrund einer zinkarmen Ernährung kommt in den Industrieländern kaum vor. Er tritt häufiger bei älteren Menschen auf, die in Pflegeeinrichtungen leben oder an das Haus gebunden sind.

Tabelle
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What Can Cause Zinc Deficiency?

Ursache

Beispiele

Ernährung (selten die Ursache in Industrieländern)

Unzureichender Verzehr von Fleisch und anderen Proteinen

Verzehr von Nahrungsmitteln mit Phytaten, die die Resorption von Zink beeinträchtigen, wie Vollkornprodukte, Getreideflocken, Mais, Reis, Bohnen, Sojabohnen, andere Hülsenfrüchte und Nüsse

Erkrankungen

Alkoholismus

Blutvergiftung (Sepsis)

Chronische Nierenerkrankung

Diabetes mellitus

Krankheiten, die die Aufnahme in den Körper stören (Malabsorption)

Lebererkrankungen

Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse

Sichelzellanämie

Behandlungen

Diuretika

Intravenöse Ernährung über einen langen Zeitraum

Bei der Acrodermatitis enteropathica, einer seltenen Erbkrankheit, kann Zink nicht resorbiert werden.

Symptome

Zu den frühen Symptomen eines Zinkmangels gehören Appetitlosigkeit und verlangsamtes Wachstum und Entwicklung bei Kindern. Betroffene verlieren ihr Haar büschelweise. Sie fühlen sich lustlos und gereizt. Geschmacks- und Geruchsempfinden sind gestört. Hautausschläge können sich entwickeln. Bei Männern kann die Spermienproduktion verringert sein. Das Immunsystem ist geschwächt, Wunden heilen langsam und nicht vollständig.

Besteht bei schwangeren Frauen ein Zinkmangel, kann das Baby einen Geburtsfehler entwickeln und bei der Geburt weniger als erwartet wiegen.

Bei der Acrodermatitis enteropathica treten Symptome gewöhnlich dann auf, wenn das Baby abgestillt wird. Die Krankheit führt zu Durchfall und Haarausfall. Um Augen, Nase, Mund und am Gesäß bilden sich Ausschläge. Das Immunsystem ist geschwächt, was zu zahlreichen Infektionen führt. Säuglinge wachsen nicht wie erwartet.

Diagnose

  • Untersuchung durch den Arzt

  • Reaktion auf Zink-Ergänzungspräparate

  • Blut- und Urintests

Der Verdacht auf einen Zinkmangel stützt sich auf die Lebensumstände des Patienten, seine Symptome und sein Ansprechen auf Zinkpräparate. Es werden Blut- und Urintests zur Messung der Zinkspiegel vorgenommen. Diese Tests können aber unter Umständen den Zinkgehalt nicht genau messen.

Behandlung

  • Zink-Ergänzungspräparate

Zinkpräparate werden oral eingenommen, bis die Symptome verschwinden. Zinkpräparate sind wirksam bei Acrodermatitis enteropathica.

HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für Patienten. ÄRZTE: Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
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