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Sonstige opportunistische Pilzinfektionen

Von

Sanjay G. Revankar

, MD, Wayne State University School of Medicine

Inhalt zuletzt geändert Jul 2019
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Viele Hefen und Schimmelpilze können opportunistische, sogar lebensbedrohliche Infektionen bei immunkompromittierten Patienten hervorrufen. Diese Infektionen kommen jedoch nur selten bei immunkompetenten Personen vor. Hefen neigen dazu, Fungämien sowie fokale Beteiligungen der Haut und anderer Körperstellen hervorzurufen.

Blastoschizomyces capitatus und Trichosporon Spezies (einschließlich T. ovoides, T. inkin, T. asahii, T. mucoides, T. asteroides, und T. cutaneum) sind Hefen, die vor allem bei neutropenischen Patienten häufig tödliche Infektionen verursachen. Unter den Trichosporon ist T. asahii die häufigste Ursache der disseminierten Erkrankung. Der Name T. beigelii, der inzwischen veraltet ist, wurde früher für alle oder einige dieser Trichosporon-Spezies verwendet.

Eine Malassezia furfur-Fungämie betrifft typischerweise Säuglingen und geschwächte Erwachsene, die eine lipidhaltige parenterale Ernährung erhalten.

Talaromyces marneffei (früher Penicillium marneffei genannt) ist ein opportunistischer Eindringling bei südostasiatischen Patienten mit AIDS, und Fälle wurden bei Reisenden erkannt, die nach ihrem Besuch in die USA zurückkehren. T. marneffei bedingte Hautläsionen können an eine Molluscum-contagiosum -Infektion (Dellwarzen) erinnern.

Besonders bei neutropenischen Patienten können verschiedene Umweltpilze, einschließlich der Arten von Fusarium und Scedosporium apiospermum - beide werden immer häufiger - fokale angioinvasive vaskulitische Läsionen verursachen, die eine invasive Aspergillose vortäuschen. Fusarium Spezies verursacht oberflächliche Infektionen (z. B. Keratitis, Onychomykose) bei immunkompetenten Patienten und disseminierte Infektionen bei schwer immunsupprimierten Patienten mit verlängerter, schwerer Neutropenie und/oder schwerer T-Zell-Immundefizienz. Fusarium-Spezies (im Gegensatz zu Aspergilli) können in routinemäßigen Blutkulturen von Patienten mit disseminierter Infektion wachsen. Voriconazol gilt als das Mittel der Wahl für sowohl Fusarium als auch S. apiospermum.

Eine spezifische Diagnose erfordert eine Kultur und Erregeridentifikation und ist entscheidend, da nicht alle dieser Erreger auf jede einzelne antimykotische Substanz ansprechen. Scedosporium Spezies sind z. B. in der Regel resistent gegen Amphotericin B. Ein optimales therapeutisches Regimen für jedes Mitglied dieser Gruppe von opportunistischen Pilzen muss definiert werden.

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.
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