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Kingella -Infektionen

Von

Larry M. Bush

, MD, FACP, Charles E. Schmidt College of Medicine, Florida Atlantic University;


Maria T. Perez

, MD, Wellington Regional Medical Center, West Palm Beach

Inhalt zuletzt geändert Jul 2018
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Kingella sind gram-negative Organismen, die den menschlichen Atemtrakt kolonialisieren. Sie rufen Infektionen des Bewegungsapparates, Endokarditis und Bakteriämie, selten auch Pneumonie, Epiglottitis, Meningitis, Abszesse und okuläre Infektionen hervor.

Kingella, die zur Familie Neisseriaceae gehören, sind kurze, unbewegliche, gramnegative kokkoide Stäbchen, die in Paaren oder kurzen Ketten gelagert sind. Die Erreger wachsen langsam und sind anspruchsvoll. Kingella wird aus dem menschlichen Atemtrakt nachgewiesen und ist nur selten Ursache menschlicher Erkrankungen.

Unter der Kingella Spezies, ist K. kingae der häufigste menschliche Erreger; diese Erreger besiedeln häufig die Schleimhäute der Atemwege. Die höchste Rate an Kolonisationen und invasiven Erkrankungen durch diesen Atemwegserreger K. kingae weisen Kinder zwischen 6 Monaten und 4 Jahren auf. Er wird von Kind zu Kind durch engen persönlichen Kontakt (z. B. an Kindertagesstätten) übertragen. Die Infektionen treten saisonal gehäuft insbesondere im Herbst und Winter auf.

Von Kingella hervorgerufene Krankheiten

Die häufigsten Erscheinungsformen von K. kingae- Krankheiten sind

Zu den seltenen Manifestationen gehören Pneumonie, Epiglottitis, Meningitis, Abszesse und okuläre Infektionen.

Die häufigste Infektion des Bewegungsapparates ist die septische Arthritis, die meist die großen, gewichtsmäßig belasteten Gelenke betrifft, insbesondere Knie- und Sprunggelenke.

Eine Osteomyelitis involviert am häufigsten die Knochen der unteren Extremität. Der Beginn ist heimtückisch und die Diagnose wird meist erst mit Verzögerung gestellt. Es kann zu einer hämatogenen Invasion der Bandscheiben (Spondylodiscitis) kommen, am häufigsten in den lumbalen intervertebralen Räumen.

Endokarditiden durch Kingella wurden in allen Altersgruppen beobachtet. Eine Endokarditis kann native oder künstliche Herzklappen befallen. Kingella ist einer der Erreger der so genannten HACEK-Gruppe (Haemophilus aphrophilus und H. parainfluenzae, Aggregatibacter, Cardiobacterium, Eikenella, Kingella), die anspruchsvolle Bakterien umfasst, die in der Lage sind, eine Endokarditis hervorzurufen.

Die Diagnose von Kingella-Infektionen erfordert eine Laborisolation aus Flüssigkeiten oder Geweben, von denen angenommen wird, dass sie infiziert sind.

Therapie

  • Ein Penicillin oder Cephalosporin

Kingella-Erreger sind im Allgemeinen empfindlich auf verschiedene Penicilline und Cephalosporine. Trotzdem ist eine Prüfung der Antibiotikaempfindlichkeit für die Auswahl geeigneter Substanzen erforderlich. Aminoglykoside, Trimethoprim/Sulfamethoxazol, Tetrazykline, Erythromycin und Fluorchinolone sind weitere hilfreiche Medikamente.

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HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für medizinische Fachkreise. LAIEN: Hier klicken, um zur Ausgabe für Patienten zu gelangen.

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