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Untersuchung des Knies

Von

Alexandra Villa-Forte

, MD, MPH, Cleveland Clinic

Inhalt zuletzt geändert Dez 2017
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Quellen zum Thema

Phsikalische Untersuchung des Knies

Im Knie

Im Knie

Größere Veränderungen wie Schwellung (z. B. Gelenkerguss, Baker-Zyste), Atrophie des M. quadriceps femoris oder Gelenkinstabilität sind am Knie unschwer festzustellen, wenn der Patient steht und geht. In aufrechter Position sollte der Patient vom Untersucher an Patella, Femurkondylen, Tuberositas tibiae, Tibiaplateau, Fibulaköpfchen, medialem und lateralem Gelenkspalt, Fossa poplitea sowie Quadriceps- und Patellarsehne palpiert werden. Die beiden Gelenkspalten korrespondieren mit der Lage der beiden Menisken; hier sollte während langsamer Beugung und Streckung des Gelenks palpiert werden. Es müssen schmerzhafte extraartikuläre Bursen (z. B. Bursa anserina unterhalb des medialen Gelenkspaltes) von tatsächlichen Störungen im Gelenk abgegrenzt werden.

Die Detektion kleiner Kniegelenkergüsse ist oft schwierig und gelingt am besten anhand des Ausbuchtungszeichens. Das Knie ist voll gestreckt und das Bein leicht nach außen rotiert, während sich der Patient mit entspannter Muskulatur in Rückenlage befindet. Der mediale Rand des Knies wird gepresst, um Flüssigkeit von dort zu verschieben. Wenn ein Erguss vorhanden ist, kann die Platzierung einer Hand auf der suprapatellaren Aussackung und ein gleichzeitiger leichter Schlag oder Druck auf den lateralen Gelenkspalt eine sichtbare Flüssigkeitswelle oder Vorwölbung erzeugen. Größere Ergüsse können visuell oder durch balloting der Patella identifiziert werden. Der Vergleich mit der nicht betroffenen Seite ist nützlich. Viele Gelenkkrankheiten, inkl. RA, , Arthrose, Gicht oder auch ein Trauma, können einen Kniegelenkerguss hervorrufen.

Beugekontrakturen können beim Versuch einer vollen 180°-Streckung des Gelenks festgestellt werden. Die Patella ist auf eine freie, schmerzlose Beweglichkeit zu untersuchen.

Arthrozentese des Knies

Bei Anwendung des anteromedialen Zugangs tritt die Nadel 1 bis 2 cm medial zur oberen Hälfte oder zum Drittel der Patella ein. Ein ähnlicher Ansatz kann von der lateralen Seite des Knies verwendet werden. Eine 25-Gauge-Nadel wird verwendet, um ein Lokalanästhetikum über die Eintrittsstelle der Nadel zu legen. Dann wird mehr Anästhetikum in die tieferen Gewebe entlang der erwarteten Bewegungsbahn der Arthrozentese-Nadel injiziert, jedoch sollte der Gelenkspalt nicht betreten werden. Eine 2-Zoll-, 18- oder 20-Gauge-Nadel wird verwendet, um das Gelenk zu aspirieren. Die Nadel wird senkrecht in die Haut eingeführt, und mit dem Rückdruck auf den Spritzenkolben während des Vorschubs posterior hinter der Patella in Richtung der interkondylären Kerbe gerichtet. Um eine Berührung des Gelenkknorpels mit der Nadel zu vermeiden, wird eine horizontale Nadeltrajektorie aufrechterhalten und die Patella kann ergriffen und sanft nach oben gezogen werden. Es tritt Synovialflüssigkeit in die Spritze ein, wenn das Gelenk betreten wird. Die gesamte Flüssigkeit wird aus dem Gelenk abgelassen. Sanfter Druck wird auf den suprapatellaren Bereich ausgeübt, um das Abfließen von überschüssiger Flüssigkeit zu unterstützen. Die Nadel wird in einem anderen Winkel umgelenkt, wenn sie auf den Knochen trifft.

Arthrozentese des Knies.

Das Knie und die verbindende suprapatellare Aussackung wird punktiert, während der Patient auf dem Rücken liegt und das Knie gestreckt ist. Die Nadel, eine 18- oder 20-G-Kanüle, kann anteromedial unter die Kniescheibenhälfte oder ein Drittel der Kniescheibe eingeführt werden. Alternativ kann die Nadel auch seitlich, knapp unter der Kniescheibenkante der Patella, eingeführt werden (siehe Zeichnung).

Arthrozentese des Knies.
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