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Fingerluxationen

Von

Danielle Campagne

, MD, University of California, San Francisco

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jan 2021| Inhalt zuletzt geändert Jan 2021
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Fingerverrenkungen bzw. Fingerluxationen treten auf, wenn sich die Fingerknochen verschieben.

  • Die meisten Fingerverrenkungen treten am Mittelfinger auf, in der Regel, wenn der Finger nach hinten gebogen wird.

  • Meist ist der Finger sichtbar krumm.

  • Die Diagnose einer Fingerluxation stützt sich auf Röntgenbilder, die aus verschiedenen Winkeln aufgenommen werden.

  • Nach Einspritzen eines Betäubungsmittels (Anästhetikum) an der Basis des betroffenen Fingers können Ärzte die Knochen in der Regel manuell und ohne chirurgischen Eingriff einrenken.

  • Üblicherweise müssen die Betroffenen 3 Wochen lang eine Schiene tragen.

Die meisten Fingerluxationen treten am mittleren Gelenk auf. Es können jedoch auch andere Fingergelenke betroffen sein. Meist kommt es dazu, wenn der Finger nach hinten gebogen wird, z. B. wenn ein Basketball oder ein Baseball im Flug auf die Spitze eines gestreckten Fingers auftrifft. Solche Verletzungen sind aber auch möglich, wenn der Finger zur Seite oder nach unten gebogen wird.

Die Bänder, mit denen die Fingerknochen zusammengehalten werden, können reißen. Wenn ein Fingerknochen von den Sehnen, die an ihm befestigt sind, weggezogen wird, kann ein Knochenstück abreißen und an einer Sehne haften bleiben (Abrissfraktur).

Symptome einer Fingerluxation

Ein ausgerenkter Finger sieht in der Regel krumm aus. Er schmerzt und ist druckempfindlich.

Diagnose einer Fingerluxation

  • Röntgenaufnahmen

Wenn eine Fingerluxation vermutet wird, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Es werden aus verschiedenen Winkeln Röntgenaufnahmen aufgenommen.

Behandlung einer Fingerluxation

  • Manueller oder chirurgischer Eingriff zur Reposition der Knochen

  • Schiene

Bei der Behandlung der meisten Fingerluxationen spritzt der Arzt ein Betäubungsmittel in das Grundgelenk des betroffenen Fingers und renkt die Fingerknochen wieder ein (Reposition).

Mitunter wird der Knochen auch ohne Operation eingerenkt (geschlossene Reposition). Oftmals ist jedoch eine Operation erforderlich, z. B. wenn:

  • der Arzt den Finger nicht manuell strecken kann.

  • das Gelenk nach dem manuellen Strecken instabil bleibt.

  • zudem eine große Fraktur vorliegt.

Nach dem Einrenken des Gelenks bewegt der Arzt den Finger vorsichtig in verschiedene Richtungen, um festzustellen, wie stark die Bänder geschädigt sind. In der Regel wird anschließend eine Schiene angelegt, die ungefähr 3 Wochen lang getragen werden muss.

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