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Durch einen Krankenhausaufenthalt verursachte Unfähigkeit zu urinieren

Von

Oren Traub

, MD, PhD, Pacific Medical Centers

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mrz 2018| Inhalt zuletzt geändert Mrz 2018
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Patienten im Krankenhaus können die Fähigkeit verlieren, ihre Blase vollständig zu entleeren oder überhaupt zu urinieren. Dieses Problem wird als Harnretention bezeichnet und kann auftreten, weil

  • Patienten nach einer Operation Schmerzen haben

  • Patienten Medikamente einnehmen, die eine Harnretention verursachen

  • Patienten lange Zeit im Bett liegen müssen (Bettruhe)

Harnretention tritt häufiger bei Männern im Alter von über 50 Jahren auf. Ab diesem Alter kommt es mit zunehmender Häufigkeit zu einer vergrößerten Prostata (benigne Prostatahyperplasie), die die Fähigkeit zu urinieren beeinträchtigt.

Harnretention kann das Risiko einer Harnwegsinfektion erhöhen und zu Nierenproblemen führen.

Vorbeugung der Harnretention im Krankenhaus

Das Krankenhauspersonal versucht, Patienten mit einem Risiko für Harnretention zu identifizieren, damit Schritte zur Vorbeugung unternommen werden können. Im Allgemeinen ist das Risiko bei älteren Patienten sowie bei Patienten mit bestimmten Erkrankungen erhöht, zum Beispiel bei einer vergrößerten Prostata, Harninkontinenz, starker Verstopfung oder Erkrankungen, die die Nerven beeinträchtigen, die beim Urinieren beteiligt sind (wie beispielsweise Schlaganfall, Rückenmarkverletzung oder Tumor).

Falls ein Risiko für Harnretention besteht, unternimmt das Personal Folgendes:

  • Erstellung eines Plans zum Urinieren, wobei ein Mitarbeiter den Patienten alle paar Stunden daran erinnert, Wasser zu lassen

  • Dem Patienten wird nach Bedarf Hilfe dabei angeboten, die Toilette aufzusuchen und/oder es wird ein Toilettenstuhl oder eine Bettpfanne bereitgestellt

  • Durchführen von Untersuchungen (beispielsweise Ultraschall der Blase), um zu überprüfen, ob der Patient Harn zurückhält

  • Überprüfung der eingenommenen Medikamente darauf, ob sie die Harnretention verursachen oder dazu beitragen

  • Die Patienten ermuntern, wann immer möglich aufzustehen und umherzulaufen

Um einer Harnretention vorzubeugen, sollten die Patienten zur Toilette gehen, wann immer sie Harndrang verspüren. Beim Wasserlassen sollten sie sich Zeit nehmen, um die Blase vollständig zu entleeren.

Falls die Patienten gar nicht urinieren können oder große Urinmengen zurückhalten, kann ein Mitarbeiter des Krankenhauses einen biegsamen Schlauch (Katheter) durch die Harnröhre in die Blase einführen, um Urin abfließen zu lassen. Da der Katheter das Risiko einer Harnwegsinfektion erhöhen kann, wird er sobald wie möglich wieder entfernt. Falls das Problem fortbesteht, wird der Katheter bei der Entlassung aus dem Krankenhaus in der Blase belassen, und es wird zur Überprüfung und Behandlung ein Termin mit einem Urologen vereinbart.

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