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Wahnhafte Störung

Von

Carol Tamminga

, MD, UT Southwestern Medical Dallas

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mai 2020| Inhalt zuletzt geändert Mai 2020
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Wahnhafte Störungen sind dadurch gekennzeichnet, dass der Betroffene mindestens einen Monat lang fest an einer oder mehreren falschen Überzeugungen festhält.

Die wahnhafte Störung zeigt sich gewöhnlich erstmals im mittleren oder hohen Lebensalter. Sie ist seltener als Schizophrenie Schizophrenie Schizophrenie ist eine psychische Störung, die durch einen Verlust des Realitätsbezugs (Psychose), durch Halluzinationen (gewöhnlich Hören von Stimmen), Wahnvorstellungen, Denkstörungen und... Erfahren Sie mehr . Wahnhafte Störungen unterscheidet man von der Schizophrenie dadurch, dass Wahnvorstellungen ohne die anderen Symptome einer Psychose (z. B. Halluzinationen, desorganisiertes Sprechen oder desorganisiertes Verhalten) vorliegen.

Die Wahnvorstellungen können sich auf Situationen beziehen, die durchaus im wirklichen Leben auftreten können, etwa verfolgt, vergiftet oder angesteckt zu werden, oder heimlich geliebt zu werden. Oder sie beinhalten Situationen, die extrem unwahrscheinlich sind, wie etwa das Entfernen der inneren Organe, ohne eine Narbe zu hinterlassen. Der Unterschied zwischen einer Wahnvorstellung und einer falschen Annahme oder einem Irrglauben besteht darin, dass die Betroffenen an der Wahnvorstellung festhalten, egal wie viele Tatsachen dagegensprechen.

Formen von wahnhafter Störung

Es gibt mehrere Unterformen von wahnhafter Störung:

  • Liebeswahn: Die Betroffenen glauben, dass sich jemand in sie verliebt hat. Sie versuchen häufig, das Objekt ihrer Wahnvorstellung durch Telefonanrufe, Briefe oder digitale Nachrichten zu kontaktieren. Manche versuchen, das Objekt zu überwachen und häufig gehen Sie zum Stalking über. Das Verhalten bei Wahnvorstellungen kann gesetzwidrig sein.

  • Größenwahn: Die Betroffenen sind überzeugt, ein besonderes Talent zu haben oder eine bedeutende Entdeckung gemacht zu haben.

  • Eifersuchtswahn: Hier glauben die Betroffenen, ihr Partner sei untreu. Diese Überzeugung basiert auf falschen Schlüssen, die durch fragwürdige Beweise untermauert werden. Unter solchen Umständen können körperliche Angriffe eine echte Gefahr darstellen.

  • Verfolgungswahn: Die Betroffenen glauben, sie würden hintergangen, ausspioniert, verleumdet und schikaniert. Sie können deshalb wiederholt Klage bei Polizei oder anderen Behörden einreichen oder es den Behörden melden. In seltenen Fällen greifen sie zu Gewalt, um sich für eine vermeintliche Verfolgung zu rächen.

  • Somatischer Wahn: Der körperbezogene Wahn bezieht sich auf Körperfunktionen und Aussehen, beispielsweise eine angebliche Fehlbildung oder Körpergeruch. Diese Wahnvorstellung kann sich auch auf eine eingebildete medizinische Erkrankung, zum Beispiel auf einen Parasitenbefall, beziehen.

Symptome einer wahnhaften Störung

Eine wahnhafte Störung kann sich aus einer bereits bestehenden paranoiden Persönlichkeitsstörung Paranoide Persönlichkeitsstörung Die paranoide Persönlichkeitsstörung ist gekennzeichnet durch ein tiefgreifendes Muster von ungerechtfertigtem Misstrauen und Verdacht gegenüber anderen, wobei deren Motive als feindlich oder... Erfahren Sie mehr entwickeln. Ab dem frühen Erwachsenenalter sind Menschen mit paranoider Persönlichkeitsstörung gegenüber anderen und ihren Motiven von Misstrauen und Argwohn erfüllt.

Frühe Symptome einer wahnhaften Störung können Folgendes umfassen

  • Das Gefühl, ausgebeutet zu werden

  • Sorge um die Loyalität und Vertrauenswürdigkeit von Freunden

  • Heraushören von Bedrohungen aus freundlich gemeinten Bemerkungen oder Ereignissen

  • Über lange Zeit nachtragend sein

  • Schnelles Ansprechen auf wahrgenommene Kränkungen

Das Verhalten ist nicht offensichtlich bizarr oder sonderbar. Personen mit Wahnstörungen führen in der Regel ein relativ normales Leben, solange ihre wahnhafte Störung keine Probleme verursacht. So kann es zu Eheproblemen kommen, wenn sie fälschlicherweise davon überzeugt sind, dass ihr Ehepartner untreu ist.

Diagnose einer wahnhaften Störung

  • Untersuchung durch den Arzt

Wenn andere Erkrankungen, die ebenfalls Wahnvorstellungen verursachen können (etwa eine Substanzgebrauchsstörung Substanzgebrauchsstörungen Substanzgebrauchsstörungen gehen im Allgemeinen mit Verhaltensmustern einher, bei denen die Personen eine Substanz weiterhin anwenden, obwohl sie sich dadurch Probleme machen. Diese Substanzen... Erfahren Sie mehr ), ausgeschlossen wurden, begründet der Arzt die Diagnose weitgehend auf der Vorgeschichte und den Symptomen des Betroffenen. Der Arzt muss auch einschätzen, wie gefährlich die Person sein könnte, insbesondere, wie wahrscheinlich es ist, dass die Person gemäß den Wahnvorstellungen handeln könnte.

Prognose bei wahnhafter Störung

Wahnhafte Störungen führen gewöhnlich nicht zu schweren Beeinträchtigungen. Die Betroffenen können sich jedoch in zunehmendem Maße in ihre Wahnvorstellungen verstricken.

Die meisten Menschen können weiterhin berufstätig bleiben, solange sie in ihrer Arbeit nicht Menschen oder Ereignisse mit ihren Wahnvorstellungen verknüpfen.

Behandlung einer wahnhaften Störung

  • Aufbau eines guten Arzt-Patienten-Verhältnisses

  • Manchmal Antipsychotika

Die Behandlung kann schwierig sein, da einige Personen fest an ihre Wahnvorstellungen glauben und sich weigern, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ein gutes Arzt-Patient-Verhältnis ist bei der Behandlung hilfreich. Sobald ein gutes Arzt-Patienten-Verhältnis besteht, kann der Arzt den behandlungsresistenten Betroffenen ermutigen, Behandlung in Anspruch zu nehmen.

Ein Klinikaufenthalt kann erforderlich sein, wenn der Arzt annimmt, dass der Betroffene sich oder andere gefährdet.

Langfristig zielt die Behandlung darauf ab, dass sich der Betroffene weniger auf seine Wahnvorstellungen konzentriert und sich einem lohnenderen und befriedigenderen Bereich zuwendet; dieses Ziel ist jedoch häufig schwer zu erreichen.

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