Msd Manual

Please confirm that you are not located inside the Russian Federation

honeypot link

Peniskrebs

Von

J. Ryan Mark

, MD, Sidney Kimmel Cancer Center at Thomas Jefferson University

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Aug 2019| Inhalt zuletzt geändert Aug 2019
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Kurzinformationen
Quellen zum Thema

Peniskrebs ist in der Regel eine Form von Hautkrebs. Hautkrebs kann an jeder beliebigen Stelle des Penis auftreten, entsteht jedoch vorwiegend an der Glans penis (Eichel) und der Vorhaut. Diese ohnehin seltene Krebsart tritt sogar noch seltener bei beschnittenen Männern auf.

Ursachen

Als Ursache kommt eine anhaltende Reizung, gewöhnlich unter der Vorhaut, infrage. Auch eine Infektion mit dem humanen Papillomavirus und ein unbeschnittener Penis erhöhen das Risiko der Erkrankung. In den meisten Fällen handelt es sich um ein Plattenepithelkarzinom. Zu den Frühformen von Krebs, die noch seltener auftreten, gehören Morbus Bowen, extramammärer Morbus Paget und Erythroplasie Queyrat.

Symptome

Der Krebs tritt zunächst als nicht schmerzende gerötete Stelle auf, die häufig wund ist; er kann aber auch in Form einer Verhärtung bemerkt werden oder einer Warze ähneln. Krebsgeschwüre heilen im Gegensatz zu anderen Wucherungen wochenlang nicht. Erythroplasie Queyrat verursacht eine einzelne rötliche, samtartige oder verkrustete Stelle auf dem Penis, gewöhnlich auf der Eichel oder der inneren Vorhaut. Morbus Bowen macht sich ähnlich bemerkbar, jedoch am Schaft. Die bowenoide Papulose tritt gewöhnlich in Form von etwas kleineren Papeln am Penisschaft auf. Die Lymphknoten in der Leiste können sich vergrößern, wenn entweder der Krebs die Lymphknoten befallen hat oder diese sich entzündet haben.

Diagnose

  • Biopsie

  • Manchmal eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT)

Um einen Peniskrebs zu diagnostizieren, wird eine Gewebeprobe entnommen (Biopsie) und unter dem Mikroskop untersucht. In manchen Fällen erfolgt eine Computertomographie oder Magnetresonanztomographie, um festzustellen, ob der Krebs außerhalb des Penisgewebes gestreut hat. Es kann gegebenenfalls auch eine Gewebeprobe von eventuell vergrößerten und entzündeten Lymphknoten untersucht werden.

Vorbeugung

Strategien zur Vorbeugung von Peniskrebs umfassen eine Beschneidung in den frühen Lebensjahren und Impfungen gegen die häufigsten krebserregenden Stämme des humanen Papillomavirus bei Jugendlichen.

Behandlung

  • Bisweilen topisch angewendete Fluorouracil- oder Imiquimodcreme

  • Operation

Zur Behandlung von kleinen Tumoren und Frühformen verschreibt der Arzt eine Fluorouracil- oder Imiquimod-haltige Salbe oder entfernt den Krebs, einschließlich eines kleinen Teils des angrenzenden Gewebes, mittels Laser- oder herkömmlicher Chirurgie. Andere Krebsarten werden chirurgisch entfernt, wobei versucht wird, den Penis weitgehend zu erhalten. Bei den meisten Männern, die einem derartigen chirurgischen Eingriff unterzogen wurden, bleibt auch nach dem Eingriff die sexuelle Funktion des Penis und die Fähigkeit der Harnausscheidung erhalten. Wenn größere Flächen vom Krebs befallen sind, ist ein größerer chirurgischer Eingriff erforderlich.

Manchmal streut der Peniskrebs in die Lymphknoten der Leistengegend. Diese Lymphknoten müssen dann möglicherweise entfernt werden. Männer mit multiplen, bilateralen oder voluminösen inguinalen Lymphknoten, die in Bezug auf Krebs besorgniserregend sind, sollten vor der operativen Entfernung mit neoadjuvanter Chemotherapie behandelt werden. Wenn nach der Resektion eine weitere Resektion nicht möglich ist oder die Erkrankung lokal fortgeschritten ist, könnte eine Bestrahlung in Betracht kommen.

Bei den meisten Männern sind die Tumoren klein und haben nicht gestreut. Diese Männer leben in der Regel noch viele Jahre nach der Behandlung. Die meisten Betroffenen, die bereits Metastasen in entfernteren Organen aufweisen, sterben innerhalb von 5 Jahren.

HINWEIS: Dies ist die Ausgabe für Patienten. ÄRZTE: Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Hier klicken, um zur Ausgabe für medizinische Fachkreise zu gelangen
Erfahren Sie

Auch von Interesse

SOZIALE MEDIEN

NACH OBEN