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Allergien auf Medikamente

Von

Daphne E. Smith Marsh

, PharmD, BC-ADM, CDE , College of Pharmacy, University of Illinois at Chicago

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Sep 2018| Inhalt zuletzt geändert Sep 2018
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Oft werden unerwünschte Arzneimittelwirkungen für Allergien gehalten. Menschen, die nach der Einnahme von Aspirin Magenverstimmungen verspüren, halten sich oft für „allergisch" gegenüber Aspirin. Dabei handelt es sich jedoch um keine allergische Reaktion. Echte allergische Reaktionen sind immer mit einer Aktivierung des Immunsystems durch das Medikament verbunden (siehe auch Übersicht über allergische Reaktionen). Die Anwendung von Aspirin kann Magenverstimmungen hervorrufen, weil Aspirin die natürliche Barriere des Magens beeinträchtigt, die ihn vor Magensäure schützt.

Allergische (überempfindliche) Reaktionen auf ein Medikament sind relativ selten. Im Unterschied zu anderen Arten unerwünschter Arzneimittelwirkungen korrelieren Anzahl und Schwere allergischer Reaktionen gewöhnlich nicht mit der eingenommenen Menge. Wenn jemand auf ein Arzneimittel allergisch reagiert, kann schon eine geringe Menge davon eine solche Reaktion auslösen ( Übersicht über allergische Reaktionen). Allergische Reaktionen können leicht und allenfalls störend, aber auch lebensbedrohlich sein. Beispiele:

  • Ausschläge und Jucken

  • Fieber

  • Verengung der Atemwege und Giemen

  • Verschlucken von Gewebe (z. B. des Kehlkopfes [Larynx] und der Öffnung zwischen den Stimmbändern, die sich schließt, um den Einstrom von Luft in die Lungen zu stoppen [Glottis]), was die Atmung beeinträchtigt

  • Abfall des Blutdrucks auf manchmal gefährliche Werte

Medikamentenbedingte Allergien können nicht vorhergesehen werden, da die Reaktionen erst auftreten, wenn jemand bereits mindestens einmal Kontakt mit dem jeweiligen Mittel hatte, ohne dabei jedoch eine allergische Reaktion gezeigt zu haben. Eine milde Reaktion lässt sich mit einem Antihistaminikum behandeln. Eine schwerwiegende oder lebensbedrohliche anaphylaktische Reaktion kann eine Injektion von Adrenalin oder einem Kortikosteroid wie Hydrocortison erfordern.

Vor dem Verschreiben eines neuen Medikaments sollten Ärzte nach bekannten Allergien fragen. Patienten, die schwere allergische Reaktionen erlebt haben, sollten eine medizinische Notfall-Halskette oder ein -Armband tragen, das mit ihren Arzneimittelallergien beschriftet ist. Diese Information kann bei Notfällen für das alarmierte medizinische Personal sehr hilfreich sein.

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