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Chemotherapie

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Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Sep 2019| Inhalt zuletzt geändert Sep 2019
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Was ist Chemotherapie?

Chemotherapie ist ein Arzneimittel, das Krebszellen zerstört. Die Wirkungsweise der Chemotherapie besteht in der Blockade des Zellwachstums. Da jedoch sämtliche Zellen im Körper ein Wachstum verzeichnen, schädigen Chemotherapeutika die gesunden Zellen und verursachen somit Nebenwirkungen. Nicht alle Arzneimittel zur Krebsbehandlung werden als Chemotherapie betrachtet, so etwa stellt Immuntherapie eine andere Behandlungsoption dar.

  • Die Chemotherapie ist nicht bei allen Krebsarten wirksam.

  • Es sind zahlreiche unterschiedliche Chemotherapeutika vorhanden. Ihre Anwendung wird in Abhängigkeit von der Krebsart bestimmt.

  • Die meisten Chemotherapeutika werden durch die Vene (intravenös) verabreicht, aber manche können als eine Tablette eingenommen werden.

  • Es können mehrere Chemotherapeutika gleichzeitig verabreicht oder mit weiteren Krebsbehandlungen, wie etwa Operation oder Strahlentherapie, kombiniert werden.

  • Zur Linderung von Nebenwirkungen einer Chemotherapie können andere Medikamente verordnet werden.

Gelegentlich werden die Krebszellen gegen ein für einen gewissen Zeitraum angewendetes Chemotherapeutikum resistent. Dabei zerstört die Chemotherapie die Krebszellen nicht mehr. In diesem Fall wird möglicherweise die Anwendung eines weiteren Medikaments versucht.

Was sind die häufigen Nebenwirkungen einer Chemotherapie?

Chemotherapie ist für ihre unangenehmen und manchmal gefährlichen Nebenwirkungen bekannt. Neuartige Chemotherapeutika sind häufig weniger beschwerlich als herkömmliche. Darüber hinaus sind derzeit bessere Behandlungen von Nebenwirkungen verfügbar.

Die meisten Nebenwirkungen sind:

  • Übelkeit oder Erbrechen

  • Verminderter Appetit

  • Gewichtsverlust

  • Gefühl von Schwäche und Müdigkeit

  • Durchfall (häufiger weicher oder wässriger Stuhlgang)

  • Haarausfall

  • Wunde Stellen in Mund oder Nase

Chemotherapie befällt häufig gesunde blutbildende Zellen im Knochenmark. Dies kann die Anzahl der Blutzellen verringern und zu Folgendem führen:

  • Niedrige Blutzellzahl (Anämie), wenn die Anzahl der roten Blutkörperchen gering ist

  • Schwerwiegende Infektionen, wenn die Anzahl der weißen Blutkörperchen reduziert ist

  • Blutungen, wenn die Thrombozytenzahl gering ist

Anämie kann Folgendes verursachen:

  • Schwäche

  • Schwindelgefühl

  • Atemschwierigkeiten oder Schmerzen im Brustkorb

Infektionen infolge einer geringen Anzahl der weißen Blutkörperchen kann Folgendes verursachen:

  • Fieber

Eine niedrige Thrombozytenzahl kann Folgendes verursachen:

  • Stärkere Neigung zu Blutergüssen

  • Blutungen aus der Nase, dem Zahnfleisch oder Mastdarm

Abgesehen vom Knochenmark kann die Chemotherapie auch andere Organe beeinträchtigen und weitere Beschwerden verursachen:

  • Schädigung der Lunge, des Herzens oder der Leber

  • Unfruchtbarkeit (Fähigkeit, schwanger zu werden)

  • Gelegentlich eine erhöhte Anfälligkeit für Entwicklung anderer Krebsarten, wie etwa einer Leukämie

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