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Chronische Mittelohrentzündung (chronische Otitis media)

Von

The Manual's Editorial Staff

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Jul 2020| Inhalt zuletzt geändert Jul 2020
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Ihr Mittelohr ist ein Hohlraum hinter Ihrem Trommelfell. Das Mittelohr enthält drei kleine Knochen, die Vibrationen des Trommelfells an die Nerven im Innenohr übertragen.

Im Innenohr

Im Innenohr

Was ist eine chronische Mittelohrentzündung?

Verschiedene Teile des Ohrs können sich infizieren, aber am wahrscheinlichsten ist eine Infektion im Mittelohr. „Media“ bedeutet „Mitte“ und „Otitis“ bedeutet „entzündetes Ohr“. Daher wird diese Infektion Otitis media genannt. Sie wird akute Otitis media genannt, wenn sie schnell eintritt und schnell wieder besser wird. „Chronisch“ wird sie hingegen genannt, wenn sie länger als drei Monate andauert.

  • Das Vorliegen einer akuten Ohreninfektion, die nicht abklingt, kann sich zu einer chronischen Ohrenentzündung auswirken.

  • Das Ohr schmerzt nicht, aber es kommt zu dickflüssigem Ausfluss oder Eiter aus dem Ohr.

  • Der Hörverlust kann dauerhaft sein.

  • Der Arzt reinigt den Gehörgang und verschreibt Ihnen Ohrentropfen mit Antibiotika.

Was verursacht chronische Ohrenentzündungen?

Normalerweise beginnt eine chronische Ohreninfektion mit einer akuten Ohreninfektion, wobei Folgendes geschieht:

Eine chronische Ohrenentzündung kann sich nach Folgendem bemerkbar machen:

  • Erkältung

  • Eintreten von Wasser durch die Trommelfellperforation ins Mittelohr beim Baden oder Schwimmen

Kinder mit Geburtsfehlern im Gesicht haben ein erhöhtes Risiko für chronische Ohrenentzündungen.

Was sind die Symptome einer chronischen Ohrenentzündung?

Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Auslaufen von dicker Flüssigkeit oder Eiter aus dem Ohr

  • Hörschaden

Welche Komplikationen können mit einer chronischen Ohrenentzündung einhergehen?

Durch das Loch im Trommelfell können gefährliche Bakterien eindringen und eine schlimmere Infektion verursachen. Diese Infektion kann die winzigen Knochen im Mittelohr zerstören oder sich auf benachbarte Schädelknochen ausbreiten.

Bei einigen Personen mit chronischer Ohrenentzündung entwickelt sich ein Cholesteatom im Mittelohr. Ein Cholesteatom ist eine Wucherung, die wie Haut aussieht und nicht kanzerös ist. Ein Cholesteatom erhöht das Risiko der folgenden schweren Komplikationen:

  • Dauerhafter Hörverlust

  • Infektionen in anderen Bereichen des Ohrs, der Schädelknochen oder des Gehirns

  • Schädigung des Nervs, der die Bewegungen im Gesicht kontrolliert

Woran erkennt der Arzt eine chronische Ohreninfektion?

Der Arzt führt einen Hörtest durch und setzt eine tragbare Lichtquelle ein, um das Ohr auf Folgendes zu untersuchen:

  • Eiter (dicke Flüssigkeit)

  • Cholesteatom (hautähnliche Wucherung im Mittelohr)

Wenn der Arzt vermutet, dass Sie ein Cholesteatom haben, kann er einen CT-Scan oder eine MRT vornehmen.

Wie werden chronische Ohreninfektionen behandelt?

Wenn sich eine chronische Ohrenentzündung bemerkbar macht, unternimmt der Arzt Folgendes:

  • Reinigung des Gehörgangs und des Mittelohrs

  • Verabreichung antibiotischer Ohrentropfen

  • Je nach Bedarf Verschreibung von Antibiotika zur oralen Einnahme

Wenn Sie ein Loch im Trommelfell haben, müssen Sie das betroffene Ohr von Wasser fernhalten.

Ärzte können in den folgenden Fällen auch einen chirurgischen Eingriff empfehlen:

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