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Kurzinformationen

Fortschreitende Entzündung des äußeren Gehörgangs (maligne externe Otitis)

Von

The Manual's Editorial Staff

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Apr 2020| Inhalt zuletzt geändert Apr 2020
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Was ist eine maligne externe Otitis?

Bei der externen Otitis handelt es sich um eine Entzündung des Gehörgangs (der Verbindung zwischen der Außenseite des Ohrs und des Trommelfells). Die Bezeichnung „maligne“ bedeutet nicht, dass es sich dabei um eine Krebserkrankung handelt, sondern lediglich, dass eine derart fortgeschrittene Entzündung des äußeren Gehörgangs sehr ernst ist und lebensbedrohlich sein kann. Ernst ist sie deshalb, weil sich die Infektion vom Gehörgang auf die umliegenden Schädelknochen ausgeweitet hat.

  • Bakterien (einschließlich MRSA) sind für die Infektion verantwortlich.

  • Obwohl sie „maligne“ genannt wird, handelt es sich bei der malignen externen Otitis nicht um eine Krebserkrankung.

  • Das Risiko einer malignen externen Otitis ist höher bei Diabetikern oder bei Personen mit einem geschwächten Immunsystem.

  • Unbehandelte Infektionen können sich ausbreiten und die Nerven im Gesicht lähmen, sodass Teile der Gesichtsmuskulatur nicht mehr bewegt werden können.

  • Die maligne externe Otitis wird über eine intravenöse Infusion mit Antibiotika behandelt.

Das äußere Ohr

Das äußere Ohr

Was sind die Symptome einer malignen externen Otitis?

Es stellen sich u. a. folgende Symptome ein:

  • Starke Ohrenschmerzen

  • Dickflüssiger, übelriechender Ausfluss aus dem Ohr

  • Hörschaden

Woran erkennt der Arzt eine maligne externe Otitis?

Im Rahmen einer Computertomographie ist eine Infektion der Knochen rund um das Ohr erkennbar. Anhand einer Untersuchung von Gewebe- und Flüssigkeitsproben aus dem Gehörgang kann festgestellt werden, welche Arten von Bakterien die Infektion verursachen.

Wie wird die maligne externe Otitis behandelt?

Zunächst ist möglicherweise eine Einweisung ins Krankenhaus erforderlich. Ärztliche Maßnahmen:

  • Intravenöse Verabreichung von Antibiotika

  • Reinigung des Gehörgangs

  • Gegebenenfalls ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung von stark infizierten Knochen

Wenn Knochen infiziert sind, müssen ca. 6 Wochen lang intravenös Antibiotika verabreicht werden. Wenn die Infektion abzuklingen beginnt, können die Antibiotika in der Regel zu Hause weiter eingenommen werden.

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