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Dupuytren-Kontraktur

(Dupuytrensche Kontraktur; Palmare Fibromatose)

Von

David R. Steinberg

, MD, Perelman School of Medicine at the University of Pennsylvania

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Aug 2018| Inhalt zuletzt geändert Aug 2018
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Eine Dupuytren-Kontraktur (palmare Fibromatose) entsteht durch fortschreitendes Schrumpfen von Fasergewebe (Faszien) in der Handfläche, wodurch sich die Finger immer mehr beugen. Eine Klauenstellung der Hand kann die Folge sein.

  • Die Dupuytren-Kontraktur ist erblich.

  • Typische Symptome sind u. a. Knotenbildung in der Handfläche und eine Beugung der Finger.

  • Die Diagnose gründet auf einer Untersuchung der Hand.

  • Zur Behandlung kann Kortikosteroid in einen Knoten gespritzt werden. Wenn die Hand bereits vernarbt ist, kann Kollagenase in einen Knoten gespritzt werden oder die verkrümmten Finger werden operativ gerichtet.

Die Dupuytren-Kontraktur tritt vor allem bei Männern über 45 Jahren auf und ist erblich. Doch Menschen mit diesem Gen erkranken nicht zwangsläufig. In den USA kommt es bei ca. 5 Prozent zur Dupuytren-Kontraktur. Bei der Hälfte der Patienten sind beide Hände betroffen. Bei einer einseitigen Erkrankung ist die rechte Hand doppelt so häufig betroffen wie die linke.

Bei Patienten mit Diabetes, Alkoholismus und Epilepsie tritt die Dupuytren-Kontraktur häufiger auf. Sie wird normalerweise mit anderen Krankheiten in Verbindung gebracht, wie Verdickung des Gewebes über den Knöcheln (Garrod-Knoten), Schrumpfen der Faszien im Inneren des Penis, was zu schmerzhaften Erektionen führt (penile Fibromatose [Peyronie-Krankheit]) und in seltenen Fällen Knoten an den Fußsohlen (plantare Fibromatose). Warum sich die Faszien an den Handflächen verdicken und aufrollen, ist nicht geklärt.

Symptome

Als erstes Symptom tritt häufig ein Knoten auf der Handfläche auf (meistens am Ringfinger oder kleinen Finger). Dieser kann anfangs Beschwerden verursachen, die dann aber wieder nachlassen. Die Finger verkrümmen sich immer mehr, bis die Hand eine Klauenstellung einnimmt.

Diagnose

  • Ärztliche Untersuchung

Die Diagnose der Dupuytren-Kontraktur erfolgt anhand der Untersuchung der Hand.

Behandlung

  • Injektion eines Kortikosteroids

  • Injektion von Kollagenase

  • Operation

Durch Injektion eines Kortikosteroids in den Knoten können die Schmerzen in dem Bereich gelindert werden. Sie muss jedoch erfolgen, bevor sich die Finger verkrümmen. Die Schmerzen vergehen jedoch meist auch ohne Behandlung. Die Injektion ändert nichts am Verlauf der Erkrankung.

Bei einer leichten Vernarbung können Kollagenaseinjektionen (ein Enzym, welches das Narbengewebe aufbricht) die Beweglichkeit wiederherstellen.

Eine Operation wird erforderlich, wenn die Hand nicht mehr flach auf den Tisch gelegt werden kann oder die Finger so gebeugt sind, dass die Handfunktion stark eingeschränkt ist, oder wenn mehrere Finger betroffen sind. Die erkrankte Faszie operativ zu entfernen, ist schwierig, weil sie Nerven, Blutgefäße und Sehnen umgibt. Die Dupuytren-Kontraktur kann auch nach der Operation wieder auftreten, wenn die Faszie nicht vollständig entfernt wurde oder es zu einem erneuten Befall kommt, vor allem bei einer Erkrankung in jungem Alter, Erkrankungen in der Familie sowie Personen mit Garrod-Knoten, Peyronie-Krankheit oder Knoten an den Fußsohlen.

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