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Auswirkungen des Alterns auf das endokrine System

Von

John E. Morley

, MB, BCh, Saint Louis University School of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Apr 2019| Inhalt zuletzt geändert Apr 2019
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Das endokrine System besteht aus einer Reihe von Drüsen und Organen, die Hormone bilden und freisetzen und somit zahlreiche Körperfunktionen regulieren und steuern. Hormone sind chemische Substanzen, mit der die Aktivität eines anderen Körperbereichs reguliert wird. Im Wesentlichen dienen Hormone als Botenstoffe, die im ganzen Körper Aktivitäten anregen und kontrollieren. (Siehe auch Endokrine Drüsen.)

Mit dem Alter nehmen die Konzentrationen der meisten Hormone ab. Einige Hormone bleiben aber auf einem für jüngere Erwachsene typischen Niveau, und manche nehmen sogar zu. Auch wenn die Hormonspiegel nicht abnehmen, nimmt die endokrine Funktion generell mit dem Alter ab, da die Hormonrezeptoren weniger empfindlich werden.

Einige Hormone, bei denen die Konzentration abnimmt, sind:

  • Östrogen (bei Frauen)

  • Testosteron (bei Männern)

  • Wachstumshormon

Bei Frauen führt die Abnahme der Konzentrationen von Östrogen zu den Wechseljahren (Menopause). Bei Männern sinken die Spiegel von Testosteron in der Regel nur allmählich. Der Wachstumshormonspiegel sinkt, wodurch die Muskelmasse und -stärke abnimmt. Niedrigere Konzentrationen von Melatonin können eine wichtige Rolle spielen, wenn der normale Wach-Schlaf-Zyklus (zirkadianer Rhythmus) mit dem Alter nicht mehr funktioniert.

Hormone, die in der Regel unverändert bleiben oder sich nur minimal ändern, sind:

  • Kortisol

  • Insulin

  • Schilddrüsenhormone

Hormone, die stärker gebildet werden können, sind:

  • Follikelstimulierendes Hormon

  • Luteinisierendes Hormon

  • Noradrenalin

  • Adrenalin, bei sehr alten Menschen

  • Parathormon

Man sollte annehmen, dass eine Hormonersatztherapie bei älteren Menschen mit einer eingeschränkten Funktion von Vorteil sein könnte. Doch kann sie weder den Alterungsprozess insgesamt aufhalten noch das Leben verlängern, und in manchen Fällen (z. B. einer Ersatztherapie mit Östrogen bei älteren Frauen) ist sie potenziell gefährlich. Laufende Forschungen untersuchen jedoch die positiven Auswirkungen der Verabreichung einiger Hormone an ältere Menschen. Eine Ersatztherapie mit Östrogen bei älteren Frauen wird in den Wechseljahren diskutiert. Eine Ersatztherapie mit Testosteron bei älteren Männern ist unter Auswirkungen des Alterns auf das männliche Fortpflanzungssystem diskutiert.

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