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Belastungstest

Von

Michael J. Shea

, MD, Michigan Medicine at the University of Michigan;


Thomas Cascino

, MD, MSc, University of Michigan

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Okt 2019| Inhalt zuletzt geändert Okt 2019
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Kurzinformationen
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Quellen zum Thema

Die Belastung des Herzens (durch Bewegung oder Stimulanzien, sodass das Herz schneller und kräftiger schlägt) kann dabei helfen, eine koronare Herzkrankheit zu entdecken. Bei einer koronaren Herzkrankheit ist der Blutfluss durch die Koronararterien (die den Herzmuskel mit Blut versorgen) teilweise oder vollständig blockiert. Sind die Koronararterien nur teilweise verschlossen, kann die Blutversorgung des Herzens noch ausreichend sein, wenn sich der Patient in Ruhe befindet, nicht aber bei Beanspruchung des Herzens. Daher kann die Untersuchung des Herzens bei Belastung helfen, eine koronare Herzkrankheit festzustellen.

Da Belastungstests genau überwachen, wie das Herz funktioniert, kann der Arzt erkennen, ob die Probleme von einer Herzkrankheit oder anderen die körperliche Aktivität einschränkenden Problemen herrühren, etwa einer Lungenerkrankung, Anämie oder schlechter allgemeiner Fitness.

Der Belastungstest wird entweder mit körperlicher Anstrengung oder durch Verabreichen eines Arzneimittels durchgeführt, damit das Herz schneller schlägt, während der Patient auf Anzeichen von unzureichendem Blutfluss zum Herzen untersucht wird. Der Patient wird zudem nach Symptomen untersucht, die eine koronare Herzkrankheit nahelegen, z. B. niedriger Blutdruck, Kurzatmigkeit und Brustschmerzen.

In den meisten Fällen dient die Elektrokardiographie (EKG) bei Belastungstests der Untersuchung eines verminderten Blutflusses in den Koronararterien. Manchmal werden auch genauere, aber teurere Tests wie Echokardiographie und eine Radionuklidangiographie bei Belastungstests durchgeführt.

Kein Test ist perfekt. Manchmal zeigen diese Tests Anomalien bei Menschen auf, die keine koronare Herzkrankheit haben (ein „falsch-positives“ Ergebnis). Manchmal zeigen die Tests keine Anomalien bei Menschen, die aber krank sind (ein „falsch-negatives“ Ergebnis). Besonders bei jungen Menschen ohne Symptome ist die Wahrscheinlichkeit einer koronaren Herzkrankheit auch trotz auffälliger Testergebnisse gering. Ein positives Ergebnis ist dann eher falsch als richtig. Diese falsch positiven Ergebnisse können erhebliche Sorgen und medizinische Ausgaben verursachen. Deshalb raten die meisten Experten bei Menschen ohne Symptome von routinemäßigen Belastungstests (z. B. zu Überprüfungszwecken vor Beginn eines Trainingsprogramms oder für eine Lebensversicherung) ab.

So wird ein Belastungstest durchgeführt

Für einen Belastungstest mit körperlicher Anstrengung trainieren die meisten Patienten

  • auf dem Laufband

  • auf dem Laufrad

Allmählich werden das Tempo und die notwendige Kraftaufwendung (Belastung) gesteigert. Das EKG wird ständig überwacht und der Blutdruck wird in bestimmten zeitlichen Abständen gemessen. Gewöhnlich wird der Patient gebeten, solange weiterzumachen, bis die Herzfrequenz 80 Prozent bis 90 Prozent der Maximalbelastung je nach Alter und Geschlecht erreicht hat. Nur wenn Symptome wie Kurzatmigkeit und Schmerzen in der Brust zu stark werden oder wenn schwerwiegende Abweichungen im EKG und beim Blutdruck auftreten, wird der Test früher abgebrochen.

Bei manchen Menschen werden andere Tests als ein EKG, wie eine Echokardiographie und eine Radionuklidangiographie durchgeführt, und zwar gleich im Anschluss an ihr körperliches Training, um festzustellen, ob das Herz genug Sauerstoff erhält. Diese Tests werden eingesetzt, wenn die Ärzte einen stärkeren Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit haben oder wenn das Ergebnis des EKG-Tests nicht eindeutig ist.

Der Test kann 30 Minuten bis mehrere Stunden lang dauern, je nachdem, welcher Art von Belastungstest durchgeführt wird. Belastungstests bedeuten ein geringes Risiko. Die Wahrscheinlichkeit für die Verursachung eines Herzinfarkts oder dass der Test zum Tod führt, liegt bei 1:5.000.

Ärzte belasten das Herz mithilfe von Arzneimitteln (pharmakologischer Belastungstest) bei Menschen, die sich für den körperlichen Belastungstest nicht genügend bewegen können. Bei diesem Verfahren wird ein Arzneimittel wie z. B. Dipyridamol, Dobutamin oder Adenosin gespritzt, um die Wirkung von körperlicher Aktivität auf das Herz zu simulieren.

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