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Stauungsdermatitis

Von

Mercedes E. Gonzalez

, MD, University of Miami Miller School of Medicine

Letzte vollständige Überprüfung/Überarbeitung Mrz 2018| Inhalt zuletzt geändert Mrz 2018
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Quellen zum Thema

Die Stauungsdermatitis ist eine Entzündung der Unterschenkel durch Stauung von Blut und Flüssigkeit.

Zu einer Stauungsdermatitis kommt es bei Menschen, die an einer chronischen Veneninsuffizienz im Unterschenkel leiden. Dabei handelt es sich um eine Schädigung der Venen, die den normalen Blutfluss behindert. Es kommt zu Schwellungen (Ödemen), selten zu Varizen (Krampfadern) und schließlich zu einer Stauungsdermatitis. Die Stauungsdermatitis zeigt sich in der Regel im Bereich der Knöchel, kann sich aber bis zum Knie ausbreiten.

Symptome

Zunächst ist die Haut gerötet und schuppt leicht. Nach mehreren Wochen oder Monaten wird sie dunkelbraun. Gelegentlich zerfallen abgestorbene Bereiche der Haut und bilden ein offenes Geschwür (Ulkus), meistens in der Nähe des Knöchels. Die Geschwüre infizieren sich manchmal mit Bakterien. Bei einer Stauungsdermatitis fühlen sich die Beine geschwollen an und jucken, schmerzen aber kaum. Geschwüre sind in der Regel schmerzhaft.

Die Haut kann sich verdicken, schmerzen und druckschmerzempfindlich sein. Diese Komplikation wird als Lipodermatosklerose bezeichnet.

Diagnose

Die Diagnose der Stauungsdermatitis wird bei Personen mit den charakteristischen Hautveränderungen und chronisch venöser Insuffizienz gestellt, aber manchmal sind eine umfassendere Beurteilung und bildgebende Verfahren (wie Ultraschall) erforderlich.

Behandlung

  • Maßnahmen zur Vorbeugung einer Blutstauung in den Beinen

  • Maßnahmen zur Linderung der Dermatitis

  • Bei Geschwüren: spezielle Verbände oder ein Zinkleimverband

  • Bei Infektionen: Antibiotika

Behandlung der chronisch venösen Insuffizienz

Das Ziel der Langzeitbehandlung ist die Therapie der chronisch venösen Insuffizienz, bei der das Blut daran gehindert wird, sich im Knöchelbereich zu stauen. Die Beine sollten sich im Sitzen immer oberhalb der Höhe des Herzens befinden. Ordnungsgemäß angelegte, rezeptpflichtige Stützstrümpfe (Kompressionsstrümpfe) verhindern ebenfalls das Anstauen von Blut und vermindern die Schwellungen. Im Warenhaus erhältliche „Stützstrümpfe“ sind dafür in der Regel nicht geeignet.

Behandlung der Dermatitis

Bei erst kürzlich eingesetzter Dermatitis können schmerzlindernde Kompressen – wie in Leitungswasser oder essigsaurer Tonerde (Burowsche Lösung) getränkte Gazetupfer – dafür sorgen, dass sich die Haut besser anfühlt und Infektionen verhindert werden, indem die Haut sauber gehalten wird. Verschlimmert sich die Erkrankung, was sich durch ein stärkeres Wärmegefühl, Rötung, Nässen oder kleine Geschwüre manifestiert, kann ein Verband aufgelegt werden, der mehr Flüssigkeit aufnimmt, wie beispielsweise ein Hydrokolloidverband.

Ebenfalls hilfreich sind Kortikosteroid-Cremes oder -Salben, die oftmals mit Zinkoxid-Pasten kombiniert und dünn auf die Haut aufgetragen werden. Kortikosteroide sollten nicht direkt auf ein Geschwür aufgetragen werden, weil dies die Heilung verzögern würde.

Behandlung von Geschwüren

Bei großen oder ausgedehnten Geschwüren sind andere, spezielle feuchtigkeitsabsorbierende Hydrokolloid- oder Hydrogelverbände erforderlich. Antibiotika werden nur eingesetzt, wenn die Haut bereits infiziert ist. Manchmal wird Haut aus anderen Körperbereichen transplantiert, um sehr große Geschwüre abzudecken.

Manche Personen benötigen möglicherweise einen Zinkleimverband, der aus elastischen Mullbinden besteht und eine gelartige Paste mit Zink enthält. Der Verband wird an Knöchel und Schienbein angelegt, wo er aushärtet - ähnlich wie ein Gips, aber weicher. Er begrenzt Schwellungen, schützt die Haut vor Reizungen, und die Zinkpaste unterstützt den Heilungsprozess. Zunächst wird der Verband alle zwei bis drei Tage gewechselt, später wird er für jeweils eine Woche dran gelassen. Nachdem das Geschwür abgeheilt ist, sollte eine elastische Stütze angelegt werden, bevor die Person morgens aufsteht. Unabhängig vom verwendeten Verband ist das Eindämmen der Schwellung (in der Regel durch Kompression) für die Heilung von wesentlicher Bedeutung.

Bei Stauungsdermatitis wird die Haut schnell gereizt. Antibiotische Cremes, (betäubende) Sportsalben, Alkohol, Zaubernussextrakt, Lanolin oder andere Substanzen sollten nicht verwendet werden, da diese die Krankheit verschlimmern könnten.

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